Fußball

Torjäger mit Einschränkungen? Der seltsame Fall des Simon Terodde

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Der dritte Bundesliga-Aufstieg scheint Terodde in dieser Saison nicht zu gelingen.

(Foto: imago images/Baering)

In der 2. Bundesliga trifft er fast nach Belieben, in der 1. Bundesliga hakt es dagegen immer wieder. Simon Terodde ist einer der besten Stürmer Deutschlands - unter gewissen Voraussetzungen. Diese erklären sein Jugendtrainer, ein ehemaliger Mitspieler und sein Ex-Trainer Peter Neururer.

Simon Terodde ist ein Phänomen. Der 33-Jährige schießt seit Jahren Zweitliga-Klubs in Richtung Aufstieg. Ohne seine Tore - darunter der Rekord von sieben Doppelpacks - wäre der Hamburger SV wohl schon komplett raus aus dem Rennen um die Rückkehr ins Oberhaus. Ende der Saison könnte Terodde zum vierten Mal Torschützenkönig der 2. Fußball-Bundesliga werden. Er beherrscht diese Liga wie kein Zweiter. Genau deshalb hat jetzt schon Absteiger FC Schalke 04 zugeschnappt und sich die Dienste des Stürmers für die kommende Saison gesichert.

Mit Terodde soll der taumelnde Klub schnell wieder nach oben. Sein Jugendtrainer Uwe Schubert, der ehemalige Coach Peter Neururer und Ex-Mitspieler Patrick Fabian erklären, warum Terodde in der 2. Liga so effektiv spielt, es bisher in Sachen Torausbeute in der 1. Liga aber nicht so lief - und warum er trotzdem einer der besten Strafraum-Stürmer des Landes ist.

Wenn die Hand an die Stirn schnellt, der Blick leicht suchend nach oben geht und Lippen ein Lächeln andeuten, dann wissen die geneigten Fußballfans: Simon Terodde bejubelt wieder einmal ein Tor. Der Angreifer aus Bocholt etablierte sich vergleichsweise spät im Profifußball, dafür aber umso nachhaltiger. Zumindest in der 2. Bundesliga. Regelmäßig zerlegt er dort gegnerische Teams. Wenn man so will, ist er der Robert Lewandowski des Unterhauses. In der laufenden Saison führt er erneut die Torjägerliste an und soll eigentlich den Hamburger SV zurück in die Bundesliga schießen, doch diese Mission droht zu scheitern.

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Torjubel nach Terodde-Art.

(Foto: imago images/MIS)

Anders als zuvor beim 1. FC Köln und beim VfB Stuttgart. Dabei sah es lange Zeit sehr gut aus, doch seit Mitte Februar bleiben die notwendigen Siege bei den Rothosen aus, auch Terodde trifft nicht so oft wie gewohnt; der Stürmer wurde unter anderem durch eine Corona-Infektion ausgebremst. Trotzdem ist er mit 21 Toren und fünf Vorlagen der mit Abstand beste HSV-Scorer und die wohl größte Hoffnung im Endspurt.

Taumelnde Traditionsklubs: Better call Simon

In beruflichen Netzwerken könnte Terodde guten Gewissens als Jobtitel "Traditionsteam-Retter" und "Senior Aufstiegsversicherungsexperte" angeben. Die gängige Rechnung lautet: Kommen einstmalige Riesen wie der HSV oder Köln ins Wanken, ist die naheliegendste, aber auch effektivste Option: Terodde anrufen.

Denn der 1,92 Meter große Stürmer kommt mit eingebauter 20-Tore-Garantie. Landauf, landab, von Sandhausen bis Kiel fürchten Fußball-Fans den Terodde-Jubel. Aber weniger in Dortmund oder München. Denn die Tor-Maschine Terodde funktionierte bislang vor allem in der 2. Bundesliga. Dort traf er bislang insgesamt 139 Mal in 250 Einsätzen. In den vergangenen vier Zweitliga-Saisons vor der aktuellen sind es sogar (95 Tore in 114 Spielen). In der ersten Liga stehen hingegen in 58 Spielen nur zehn Tore auf dem Statistikbogen.

Terodde ist ein Stürmer der alten Garde. Groß gewachsen, bullig, aber doch athletisch, nicht der Schnellste, mit Gefühl für den Ball. Ein durchaus klassischer Mittelstürmer, die in der jüngeren Vergangenheit selten geworden sind. Vor allem hat der 1,92-Meter-Mann etwas, das viele Stürmer ihre Karriere lang vergeblich suchen: Instinkt und Torriecher.

Warum also hat es in der Bundesliga bisher nicht richtig geklappt? Wie sich dem Phänomen Terodde nähern? Am besten bei jemandem nachfragen, der ihn seit der Jugend kennt, ihn ausgebildet hat und seine Entwicklung genau beobachtet.

Der Jugendtrainer: Uwe Schubert kennt Terodde schon ewig

Man kann das Lächeln von Uwe Schubert quasi durch den Telefonhörer erahnen, wenn es um seinen ehemaligen Schützling geht. Schubert, 61 Jahre alt, ist seit den frühen 90er Jahren eine Duisburger Institution. Bis heute leitet er das Nachwuchsleistungszentrum des Meidericher SV. Über kleinere Vereine wie Krechting, Rhede und Bocholt kam der junge Terodde zum MSV und damit ins Blickfeld von Jugendtrainer Schubert. Dass Terodde im Profibereich durchstarten würde, hatte sich schon früh angedeutet.

"Man hat schon in der U17 gemerkt, dass es was werden kann. Er war immer ein wissbegieriger Junge, der mehr gemacht hat, als er musste. Ihn musste man nie antreiben, er war ein ganz bodenständiger Junge", erinnert sich Schubert. "Er wollte immer gewinnen. Er war immer gierig - in jedem Trainingsspiel. Für mich stand fest: Der wird Profi, da gibt's keine zwei Meinungen." Wie muss man sich den jungen Terodde damals vorstellen? Sein Körper war noch nicht so "austrainiert", ein langer "Schlaks, aber schon mit Torriecher", so Schubert. "Er stand damals schon, wo ein Stürmer stehen muss."

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In Duisburg blieb Terodde außen vor.

(Foto: imago sportfotodienst)

So gut das in Theorie geklungen haben mag, so sehr verlangte die Praxis Geduld. Eine Verletzung am Knie warf den Angreifer zurück. Während der MSV in der Saison 2007/08 ein Jahr Bundesligaluft schnupperte, ging es für Terodde mit der 2. Mannschaft in die Niederungen der Oberliga Niederrhein.

Duisburg stieg ab, Trainer Rudi Bommer musste noch währen der Hinrunde gehen, doch Teroddes Situation entspannte sich nicht. Auch unter dem neuen MSV-Coach Peter Neururer spielte Terodde keine Rolle. Der Trainer riet ihm zu einem Wechsel, keine leichte Entscheidung für Neururer. "Es war eine blöde Situation für einen Trainer, der ein Riesentalent sieht, aber vier, fünf Top-Zweitligastürmer hat", erinnert sich der 66-Jährige. "Es hat weh getan, aber ich habe ihm dann zu einem Wechsel geraten. Ein überragender Typ damals schon, der sich unglaublich engagiert hat.

Um Spielpraxis zu sammeln, ging der Weg via Fortuna Düsseldorf zum 1. FC Köln, wo er während der Saison 2010/11 in fünf Kurzeinsätzen jeweils für wenige Minuten Erstligaluft einsaugen durfte. Doch hinter Milivoje Novakovic und Lukas Podolski war kein Platz. Mit 23 ging's dann erstmals raus aus Nordrhein-Westfalen, zum 1. FC Union Berlin. Im Südosten der Hauptstadt entwickelte sich Terodde zum soliden Zweitligaprofi.

Durchbruch tief im Westen - unter Peter Neururer

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Beim 1. FC Union etablierte sich Terodde in der 2. Liga.

(Foto: imago sportfotodienst)

Der Durchbruch gelang erst nach der Rückkehr in den Ruhrpott. Und ausgerechnet Neururer, der Terodde einst ausgemustert hatte, spielte dabei eine wichtige Rolle. Als er mit dem damaligen Manager den Kader des VfL Bochum plante, fiel ihm sofort Terodde ein, dessen Karriere er nach dem kurzen Zusammentreffen in Duisburg weiter verfolgt hatte. "Da habe ich gesagt: Ich ruf' den mal an", erzählt Neururer. Der Trainer peilte mit einem offensiv ausgerichteten Team den Aufstieg an. Was fehlte, war ein Stürmertyp wie Terodde, der für Union in der Spielzeit 2012/13 zehn Ligatore erzielt hatte. Dieser sei erst "ein wenig überrascht" gewesen, so Neururer. "Aber dann ist er doch gekommen."

Neururer stellte ihm einen Routinier an die Seite. "Ganz wesentlich für ihn war Stanislav Sestak, unser Publikumsliebling. Zu dem hab ich gesagt: Du musst Simon assistieren, du musst ihn führen mit deiner Erfahrung und füttern. Das hat perfekt geklappt, er ist später dann Torschützenkönig geworden, hat getroffen ohne Ende und ohne Ende für die Mannschaft gearbeitet."

Der Mitspieler - Patrick Fabian: Super Typ, aber es hat oft gekracht

Einer, der Terodde aus dieser Zeit bestens kennt, ist Patrick Fabian. Mit dem Abwehrhünen stand Terodde fast 5.000 Minuten gemeinsam auf dem Platz. "In Bochum war das Spielsystem sehr offensiv ausgerichtet. Er hat unheimlich viele Tore erzielt", sagt Fabian zu Teroddes Durchbruch in Bochum. Unter dem neuen Coach Gertjan Verbeek schaltete der Klub noch einen Offensivgang höher. "Durch die Tore kam das Selbstvertrauen, er hat sich nochmal verbessert. Bochum hat ihm gut getan, es war näher an seiner Heimat. Er ist einer, der sich beim Klub wohlfühlen muss. Da geht es nicht unbedingt um die Geographie, sondern: Wie sind die Mitspieler? Wie funktioniert der Klub?", sagt Fabian.

Fabian und Terodde sind seit der Bochumer Zeit eng befreundet, haben noch heute viel Kontakt. Der 33-jährige Bochumer zeichnet das Bild eines fußballverrückten Vollprofis. "Er beschäftigt sich tatsächlich 24 Stunden am Tag mit Fußball", beschreibt Fabian seinen Ex-Kollegen. "Wenn er nicht selber spielt, dann guckt er viele Spiele, liest viel. Er trägt das weniger nach außen, er ist kein extrovertierter Typ, sondern einer mit Inhalten. Er ist wie ein wandelndes Fußball-Lexikon, ein Fußball-Nerd. Er kennt fast alle Spieler aus allen Profiligen und größtenteils deren Fußball-Vita. Das hat er sich alles aus dieser Informationsgier selbst angeeignet."

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Trainer Gertjan Verbeek, Patrick Fabian und Simon Terodde.

(Foto: imago/Dünhölter SportPresseFoto)

Nach dem ersten gemeinsamen Heimspiel seien die beiden im Bochumer Ausgehviertel versackt, seitdem habe sich eine echte Freundschaft entwickelt, erzählt Fabian, der heute Assistent der Geschäftsführung beim VfL Bochum ist. Doch bei aller Freundschaft - im Training habe es regelmäßig geknallt, verrät der einstige Abwehrmann. "Ich kann mich an viele Trainingseinheiten erinnern, in denen wir uns fast schon bekriegt haben. Ich als Innenverteidiger, er als Stürmer, da ist man natürlich häufig aufeinander getroffen. Aber auch wenn wir in einer Mannschaft trainiert haben und ich von hinten etwas gerufen habe, gab's Widerworte. Aber man konnte sich immer aufeinander verlassen."

"Andere sagen: Der hat 'nen Nagel im Kopf"

Bei Trainern und Fans steht Terodde hoch im Kurs, auch Mitspieler schwärmen vom Teamgeist und der Mannschaftsdienlichkeit, doch der Perfektionist eckt auch an. "Er war nicht 'Everybody's Darling', bei dem jeder sagt: geiler Typ. Weil er auch ein spezieller Typ war in seiner Art. Für mich war es okay, mehr als okay. Andere sagen: Der hat 'nen Nagel im Kopf", so Fabian.

Einen Spitznamen hatte Terodde nicht. "Ne, sowas gab's nicht. Er war einfach Simon vom Niederrhein und hat Tore gemacht." Für Bochum erzielte er 2014/15 in der 2. Bundesliga 16 Tore, in der Folgesaison dann sogar 25.

Fast nach Belieben traf Terodde fortan in der 2. Liga. Aus Bochum wechselte er zum VfB Stuttgart, traf 25 Mal. Für den 1. FC Köln erzielte er sogar 29 Tore, beim Hamburger SV sind es aktuell 21 Saisontreffer. Mit den Schwaben und den Domstädtern schaffte er den Aufstieg. Nach den fünf Joker-Einsätzen 2010 (insgesamt 32 Minuten, 0 Tore) bedeutete dies sieben Jahre später: endlich wieder Erstliga-Einsätze.

Doch weder mit den Stuttgartern noch mit den Kölnern konnte Terodde in der Bundesliga Fuß fassen. Beim VfB zwei Tore, in Köln fünf. In Stuttgart wurde er kurz vor Weihnachten durch Altstar Mario Gomez ersetzt. Beim "Effzeh" trudelte er dem Abstieg entgegen. Nach dem Wiederaufstieg, an dem er mit 29 Treffern maßgeblichen Anteil hatte, wurde er nur noch sporadisch eingesetzt.

"Simon ist ein absoluter Top-Stürmer, egal in welcher Liga"

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Für den VfB Stuttgart erzielte Terodde zwei seiner bislang zehn Bundesliga-Treffer.

(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Diese Erstliga-Ausflüge waren Wasser auf die Mühlen der Fans und Kritiker, die sagen: Simon Terodde kann es einfach nicht in der 1. Liga. Peter Neururer ist fast schon aufgebracht, wenn man ihm mit dieser Sichtweise konfrontiert. "Dann gibt es immer die superschlauen Kritiker, die sagen: Terodde ist nicht erstligareif. Zweite Liga: ja, erste Liga: nein. Dem widerspreche ich komplett. Simon ist ein absoluter Top-Stürmer, egal in welcher Liga. Aber er muss zu der jeweiligen Mannschaft passen", sagt der 66-Jährige.

Neururers Erklärungsansatz deckt sich zum Großteil mit denen von Jugendtrainer Schubert und Ex-Mitspieler Fabian und geht so: Bei den Zweitligateams trifft Terodde als Stoßstürmer nach Belieben, das System ist auf ihn ausgerichtet und offensiv. Doch in der 1. Liga ändern sich dann die Spielstrukturen. Es liegt am System, nicht am Spieler. "Die Teams stehen plötzlich tiefer, haben eine andere Spielstruktur. Dann passt Simon Terodde zu dieser Mannschaft mit der neuen Struktur plötzlich nicht so gut wie vorher angedacht", erklärt Neururer und nennt Stuttgart und Köln als Beispiele.

Fabian schlägt in die gleiche Kerbe: "Seine Teams hatten sehr viel Ballbesitz in der 2. Liga, vor allem im gegnerischen Drittel. Genau dort hat er seine Stärken. Im Sechzehner und um den Sechzehner herum. Wenn dementsprechend viele Torchancen kreiert werden, dann macht er auch viele Tore. Als Aufsteiger hast du eher Ballbesitz über das Konterspiel und das kommt seinen Stärken weniger zugute." Fabian weiter: "Er ist nun mal kein Umschaltspieler im klassischen Sinne, wie es zum Beispiel Köln oder Stuttgart in der 1. Liga mit ihm gespielt haben."

Mentaler Aspekt und zu viele Auswechslungen?

Aber liegt es wirklich nur am System? Schubert spricht auch von einer Kopfsache. "Bei seinen Vereinen war das Spiel in der 1. Liga oft nicht auf ihn zugeschnitten. Im Fußball spielt viel der Kopf mit. Wenn er den Zuspruch bekommt, den er braucht, trifft er auch", sagt Schubert und nennt einen weiteren Ansatz: "Ich sehen einen Grund darin, dass in den Mannschaften zu schnell gewechselt wurde. Er hat dann oft nicht durchgespielt. Gerade ein Stürmer braucht Vertrauen von den Trainern."

Während Schubert auch die besseren Verteidiger in der klassenhöheren Liga zumindest als möglichen Grund für die wenigen Tore gelten lassen will, widerspricht Neururer auch hier energisch. "Bei ihm ist das völlig uninteressant. Er kann spielen gegen wen er will. Wenn er in der richtigen Mannschaftsstruktur mit der entsprechenden Spielausrichtung spielt, hilft er jeder Mannschaft."

"Einer der besten Stürmer der letzten 20 Jahre"

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Neururer und Terodde arbeiteten in Bochum zum zweiten Mal zusammen.

(Foto: imago/Eibner)

Die Ruhrpott-Trainerlegende ist bekannt für Klartext, scheut auch bei Terodde keine großen Vergleiche: "Wenn du Simon Terodde als zentralen Keilstürmer in der Spitze hast, gibt es in Deutschland keine fünf besseren - mit Sicherheit nicht. Auch in der 1. Liga nicht." Neururer holt Luft und sagt weiter: "Simon Terodde in der gegnerischen Hälfte, Simon Terodde im gegnerischen Sechzehner ist einer der besten Stürmer der letzten 20 Jahre in Deutschland."

Schubert erinnert nochmal an die immerhin zweistellige Anzahl von Treffern in der Bundesliga. "Er hat schon seine Tore gemacht, auch in der Bundesliga." Fabian sieht das ähnlich: "Er hat trotzdem zehn Tore gemacht, das ist, wenn man überlegt für welche Teams und wie sie gespielt haben und wie sie tabellarisch standen, auch nicht schlecht." Das bringt den Ex-Profi zu folgender These. "Ich behaupte felsenfest, wenn du Simon Terodde in eine Mannschaft stecken würdest, die unter den ersten sechs bis sieben der Bundesliga steht, würde er nochmal deutlich mehr Tore erzielen." Neururer macht ein ähnliches Gedankenspiel. "Wäre Terodde heute bei Bayern, wäre er der ideale Backup für Lewandowski." Es scheint, als sei Fußball-Deutschland bisher ein spannendes Experiment entgangen.

Fabian legt nach: "Es geht nicht darum, dass er in der 1. Liga nicht funktioniert oder zu wenige Tore macht. Es geht nur darum, dass das Spiel ein ganz anderes ist. Sachlich und nüchtern betrachtet ist die Diskussion dann auch obsolet."

Nächstes Terodde-Kapitel auf Schalke

Der HSV kämpft noch um den Aufstieg. Nach einer sportlichen Talfahrt seit Mitte Februar steht der Traditionsklub aktuell auf Rang vier, kann aus eigener Kraft nicht mehr aufsteigen. Eines ist aber schon sicher, selbst wenn die Aufholjagd gelingt: Terodde bleibt zweitklassig. Seine neue Mission lautet dann, den FC Schalke zu retten. Auch in Gelsenkirchen wird er wohl der wichtigste Baustein für den Wiederaufstieg.

An seiner Erstliga-Torquote wird Terodde vorerst also nicht arbeiten können, dafür kann er in der nächsten Saison eine neue Marke angreifen. Den Tor-Rekord der eingleisigen 2. Liga (seit 1981) hat Terodde schon längst geknackt. Auf der ewigen Liste der besten Torjäger liegt er aber noch auf Rang drei. Auf den Spitzenplatz (Dieter Schatzschneider/154) fehlen ihm noch 15 Tore, zum zweitplatzierten Karl-Heinz Mödrath (150) sind es 11 Treffer.

Doch bevor Terodde Schalke retten kann, muss er erst noch seine Mission rund um das Hamburger Volksparkstadion beenden. Drei Spiele (oder fünf bei möglichen Relegationspartien) bleiben noch, um das wahrzumachen, wofür er im Sommer geholt worden war. Mit wichtigen Toren den ersehnten Aufstieg sichern.

Quelle: ntv.de

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