Fußball

Welches Gesicht zeigt der FCB? "Die Bayern sind keine Maschinen"

imago1000953879h.jpg

Manuel Neuer und Jérôme Boateng schwanken derzeit zwischen Weltklasse und Rumpelfußball.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Der abstiegsbedrohte 1. FC Köln hofft vor dem Spiel beim FC Bayern auf einen weiteren Auswärtscoup gegen ein Topteam der Fußball-Bundesliga. FC-Trainer Markus Gisdol gibt sich positiv und angriffslustig - er könnte recht behalten, wenn die Bayern nicht ihr Königsklassen-Gesicht zeigen.

Trainer Markus Gisdol rechnet sich mit dem abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln im Auswärtsspiel beim Ligaprimus Bayern München am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) Chancen aus. "Die Bayern haben zuletzt gezeigt, dass sie Menschen sind und keine Maschinen, die da Woche für Woche Höchstleistungen auf dem Platz zeigen", sagte der 51-Jährige auf einer Pressekonferenz: "Wenn Bayern dir etwas gibt, solltest du bereit sein zuzupacken."

Auswärts holte der FC gegen Topteams bisher sieben Punkte in der laufenden Saison. Bei Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach fuhren die Kölner Siege ein, gegen RB Leipzig spielten die Rheinländer zudem unentschieden. "Es kam uns entgegen, dass wir nicht das Spiel machen mussten", sagte Gisdol: "Wenn wir die richtige Formation finden, um den Gegner 90 Minuten zu bearbeiten und effektiv nach vorne zu spielen, können wir auch in München gut aussehen."

Die zwei Gesichter der Bayern

Dennoch zieht Gisdol vor den Leistungen der Münchner in den vergangenen Monaten "den Hut. Die Mannschaften, die am Champions-League-Turnier vergangenes Jahr teilgenommen haben, spielen im Grunde seitdem ohne Pause durch. Da ist es klar, dass der Fokus und die Konzentration nicht immer zu 100 Prozent da sein können." Man habe aber gesehen, dass die Bayern wie beim Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse gegen Lazio Rom am Dienstag (4:1) "auf den Punkt bereit sein können", sagte Gisdol.

Personell muss der FC-Coach wie auch beim 0:1 gegen den VfB Stuttgart auf die Langzeitverletzten Florian Kainz (Knie) und Sebastian Andersson verzichten. Auch Kapitän Jonas Hector wird weiterhin wohl nicht zur Verfügung stehen: "Er hat in den letzten beiden Tagen individuell trainiert", sagte Gisdol. Sebastiaan Bornauw gehe es inzwischen besser. Bei dem Belgier war zuletzt ein geplanter kleiner Eingriff an der Wirbelsäule verschoben worden, nachdem er eine allergische Reaktion auf die Narkose gezeigt hatte. Die Operation könne nun wohl in den nächsten Tagen erfolgen, so Gisdol. Offen blieb, ob Winter-Zugang Max Meyer gegen die Bayern zur Startelf gehören könnte.

Gisdol könnte sich zu Recht Hoffnungen machen, denn die Münchner haben derzeit zwei Gesichter. Die Bayern patzten nach einem mauen 1:0-Sieg bei Hertha BSC zuletzt zweimal in Folge in der Liga. Dem 3:3 gegen Arminia Bielefeld folgte die 1:2-Schlappe bei Eintracht Frankfurt. Tritt der Rekordmeister allerdings so stark und dominant auf wie in der Champions League bei Lazio Rom (4:1), dann dürften die Kölner froh sein, nicht mit einer zu hohen Klatsche nach Hause zu fahren.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.