Fußball

Liga-Fehlstart & Horror-Halbzeit Dutt fordert Gespräch über seine Zukunft

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"Wir sollten uns grundlegend austauschen, vor allem über meine Position", sagte Dutt.

(Foto: imago images / Revierfoto)

Bochums Trainer Robin Dutt stellt nach dem spektakulären Unentschieden gegen Aufsteiger Wehen Wiesbaden seine Zukunft beim Fußball-Zweitligisten selbst infrage. Seine Mannschaft hatte sich zuvor im eigenen Stadion phasenweise peinlich vorführen lassen.

Verrücktes Spiel, erstaunliche Pressekonferenz: Trainer Robin Dutt stellt beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum nach einer turbulenten Aufholjagd anscheinend sein Amt zur Verfügung. Er denke an Rücktritt und werde am Sonntag mit Sportdirektor Sebastian Schindzielorz über seine Zukunft sprechen, sagte der 54-Jährige nach dem 3:3 gegen den Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden. Der VfL ist immer noch sieglos und hat nach vier Spieltagen nur zwei Punkte auf dem Konto

Erst blamabel, dann aber formidabel - so hatte sich der VfL gegen Wehen selbst aus dem Sumpf gezogen. Er kam nach einer furchtbaren ersten Halbzeit, der "Reviersport" sprach gar von einem Horror, und einem 0:3-Rückstand zurück und schaffte in letzter Minute per Foulelfmeter noch den Ausgleich. Für Dutt war das allerdings kein Grund zur ausnehmender Freude. "Wir sollten uns grundlegend austauschen, vor allem über meine Position", sagte der 54-Jährige laut "Reviersport" während der Pressekonferenz.

"Dann haben wir Fehleinschätzungen gemacht"

"Wenn meine Mannschaft so auftritt wie in der ersten Halbzeit, zum Teil wirklich schlecht spielt, dann haben wir Fehleinschätzungen gemacht. Es hilft nichts, mit einem angezählten Trainer weiterzumachen." Schindzielorz sagte dem "Reviersport": "Wir werden uns Sonntag ergebnisoffen zusammensetzen und danach weitersehen. Robin und ich haben seit 18 Monaten ein sehr gutes Verhältnis."

Manuel Schäffler (10.) nach einem schweren Fehler von Armel Bella-Kotchap und Maximilian Dittgen (19.) trafen anfangs für Wehen. Peinlich wurde es für die Gastgeber beim 0:3 durch Schäffler (45.), dem eine unfassbare Kette individueller Fehler und Ballverluste vorausging. Zur Halbzeit gab es heftige Fanproteste. Dann aber: Der früh für den überforderten Bella-Kotchap eingewechselte Ulrich Bapoh (56.), der später noch die Rote Karte nach einer sehr umstrittenen Tätlichkeit sah (90.+5), der ebenfalls eingewechselte Jordi Osei-Tutu (87.) und Silvere Ganvoula (90.) belohnten einen starken Kampf.

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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