Fußball

Kimmich plädiert für Verbleib FCB will sich Müller-Wechsel nicht vorstellen

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Seit 19 Jahren beim FC Bayern - geht es im Winter woanders hin für Thomas Müller?

(Foto: imago images/Sven Simon)

Noch spielt Thomas Müller beim FC Bayern. An eine Zukunft ohne den 30-Jährigen mag aktuell in München keiner denken. Aber was, wenn der ehrgeizige Ex-Nationalspieler weiterhin nicht über seine Reservistenrolle hinaus kommt? Namhafte Klubs klopften wohl schon im Sommer an.

Bayern München ohne Thomas Müller? Das sei nur "schwierig" vorstellbar, sagte Joshua Kimmich. "Ich kenne Bayern nur mit Thomas Müller", meinte der Münchner Nationalspieler - und verglich den 30-Jährigen mit Größen wie Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm. Natürlich sei auch Müller "eine prägende Figur des Vereins", ergänzte Kimmich.

Noch spielt Müller bei aller Unzufriedenheit über seine Reservistenrolle beim FC Bayern. Eine Zukunft ohne den umtriebigen Mittelfeldspieler mag sich von den Profis beim deutschen Fußball-Rekordmeister aber offenbar keiner vorstellen. Rio-Weltmeister Müller habe "sehr großen Anteil, dass der Klub da steht, wo er steht", betonte Kimmich und unterstrich am Rande des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien (2:2) ausdrücklich Müllers sportlichen Wert. "Es ist schon so, dass er Akzente setzt, wenn er reinkommt. Jetzt hat er wieder ein Tor vorgelegt. Er ist schon ein gewisser Freigeist. Als Gegner ist das schwierig zu kontrollieren, weil man nie weiß, was passiert", sagte Wortführer Kimmich.

"Zu ehrgeizig" für Reservistenrolle

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Nicht glücklich mit seinem Platz auf der Bayern-Bank: Thomas Müller.

(Foto: dpa)

Ob Müller die Bayern im Winter nach 19 Jahren verlassen will, weiß auch Kimmich nicht. Er könne aber "nachvollziehen, dass er den Anspruch hat, spielen zu wollen. Ich weiß wie es ist, wenn man auf der Bank sitzt. Da ist es völlig normal, dass man als Spieler unzufrieden wird. Er hat den Anspruch, dass es kein Dauerzustand wird, das ist klar."

Dies verdeutlichte der "Bankangestellte" Müller bereits. "Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen. Dafür bin ich einfach zu ehrgeizig", sagte er dem "kicker". Zuletzt hatte Müller fünfmal in Folge bei Spielbeginn auf der Bank gesessen. Beim denkwürdigen 7:2 in der Champions League bei Tottenham Hotspur war er nicht einmal eingewechselt worden. Dies sei "ein Trend, der mich nicht glücklich macht", betonte Müller, noch ausgestattet mit einem Vertrag bis 2021.

Inter und AC Mailand klopften an

Mit Trainer Niko Kovac habe es nach dessen unglücklicher "Not-am-Mann"-Aussage zwar ein "klärendes Gespräch" gegeben. Das ändert aber nichts daran, dass Müller mit seiner Lage "absolut nicht" zufrieden ist. Er wird in den nächsten Wochen genau beobachten, wie es mit ihm weitergeht.

An dem Ur-Bayer waren vor der Saison laut "Kicker" unter anderem Inter Mailand und dessen Stadtrivale AC Milan interessiert. "Im jüngsten Sommer fragten die zwei Mailänder Klubs an, auch eine Mega-Offerte aus China lag ihm vor", schrieb der "Kicker". Wie geht es also weiter mit dem Ex-Nationalspieler?

Die "Sport Bild" berichtete, dass Müller angeblich vom Verein im Winter die Freigabe haben wolle. "Die Medien haben in den letzten Tagen wild spekuliert. Daran werde ich mich nicht beteiligen", äußerte Müller daraufhin im "Kicker". Doch noch sieht Müller die Chance, bei seinen geliebten Bayern zu bleiben. Er sei "fest davon überzeugt, dass ich dem Team mit meinen Fähigkeiten auf dem Platz weiterhelfen kann". Er sei "topfit und hungrig auf Erfolge", so Müller. Im Konkurrenzkampf, vorwiegend mit Philippe Coutinho, werde er "nicht lockerlassen und im Training wie in den Spielen weiterhin alles geben". Damit das Unvorstellbare nicht doch noch eintritt.

Quelle: n-tv.de, dbe/sid

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