Fußball

Hohe Ablöse für Sportdirektor? Frankfurt verweigert Bobic die Freigabe

Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic vor dem Spiel. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Bleibt er oder geht er?

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

Der Wunsch von Fredi Bobic ist eindeutig, aber Eintracht Frankfurt lässt seinen Sportvorstand nicht einfach so gehen. Sein bis 2023 laufender Vertrag beim Fußball-Bundesligisten sei einzuhalten, sagt der Aufsichtsrat. Allerdings wird dem Ex-Profi ein Ausweg geboten.

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt würde seinen abwanderungswilligen Sportvorstand Fredi Bobic für die Zahlung einer angemessenen Ablösesumme freigeben. Das ist das Ergebnis einer Aufsichtsratssitzung. "Sollte ein Klub bei der Eintracht unmittelbar oder über Fredi Bobic mittelbar sein Interesse an einer vorzeitigen Anstellung von ihm bekunden, ist der Aufsichtsratsvorsitzende Philip Holzer gemäß einstimmigen Aufsichtsratsbeschlusses bevollmächtigt, im Interesse der Eintracht Verhandlungen über die Bedingungen einer vorzeitigen Auflösung des Vorstandsvertrages von Fredi Bobic zu führen", hieß es in einer Mitteilung der Hessen.

Der Frankfurter Aufsichtsrat hat Bobic darauf hingewiesen, "dass sein Vorstandsvertrag ohne jede Kündigungs- oder Ausstiegsmöglichkeit noch bis 30. Juni 2023 läuft", wie es in der Mitteilung heißt. Bobic habe dies bestätigt und erklärt, dass er sich vertragskonform verhalten und dementsprechend seinen Vertrag einhalten werde.

Bobic hatte erklärt, dass er die Eintracht trotz eines bis 2023 laufenden Vertrags verlassen möchte. Ligakonkurrent Hertha BSC hat großes Interesse an einer Verpflichtung. "Wenn er sagt, er geht, dann wollen die (Eintracht Frankfurt, d. Red.) dafür eine Menge Geld sehen", sagte Aufsichtsrat Jens Lehmann zuletzt bei Sky90. Die kolportierte Summe in Höhe von fünf Millionen Euro sei "in dieser Größenordnung" anzusiedeln, ergänzte der ehemalige Nationaltorhüter.

Allerdings ist ein Abschied des früheren Profis, der den Posten seit 2016 bekleidet, noch nicht endgültig vom Tisch. Der Aufsichtsratsvorsitzende Philip Holzer wurde von dem Gremium einstimmig dazu bevollmächtigt, "Verhandlungen über die Bedingungen einer vorzeitigen Auflösung des Vorstandsvertrages von Fredi Bobic zu führen", wenn es vonseiten eines anderen Vereins Interesse an einer Verpflichtung geben sollte.

Quelle: ntv.de, tsi/sid/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.