Fußball

"King Kai" ist jetzt Weltmeister Havertz verdankt seine Coolness dem Kapitän

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Havertz trifft entscheidend.

(Foto: imago images/Action Plus)

Er ist der Matchwinner beim Champions-League-Triumph, er ist der entscheidende Torschütze im Finale der Klub-Weltmeisterschaft: Kai Havertz behält die Nerven, wenn es drauf ankommt. Mit dem FC Chelsea kann er schon wieder feiern - und wird gefeiert, auch dank Hilfe.

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und der goldenen Medaille um den Hals zauberte Kai Havertz nach dem historischen Triumph erst einmal ein kurzes Siegestänzchen mit Teamkollege Mason Mount auf den Rasen. Die Fans im Mohammed-bin-Zayed-Stadion feierten ihren "King Kai", der deutsche Nationalspieler hat sich mit dem FC Chelsea erstmals zum Klub-Weltmeister gekrönt.

"Es ist Wahnsinn. Nach Champions-League-Sieger sind wir jetzt Weltmeister. Das klingt noch besser", sagte Havertz: "Ich habe davon als Kind immer geträumt. Das ist ein unglaubliches Gefühl für mich." Und der 22-Jährige sorgte selbst dafür, dass dieser Traum in Erfüllung ging. Kurz vor Ende der Verlängerung im Finale gegen den brasilianischen Copa-Libertadores-Gewinner SE Palmeiras aus São Paulo verwandelte Havertz den entscheidenden Handelfmeter (117.) eiskalt - zumindest äußerlich. "Ich war nervös, das muss ich ehrlich sagen", gab Havertz anschließend zu: "Es war ein wichtiger Elfmeter. Es ist einfach verrückt. Gut, dass ich die Nerven behalten habe."

"Er war entscheidend"

Wieder ein Titel für den englischen Spitzenklub, wieder heißt der Siegtorschütze Havertz. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte der Ex-Leverkusener die Blues zum Champions-League-Sieg gegen Manchester City geschossen (1:0). Auch Teammanager Thomas Tuchel kam nicht umhin zu bemerken, dass Havertz in den wichtigen Momenten prompt zur Stelle ist. "Das scheint wohl so", sagte 48-Jährige und schmunzelte.

"Er war entscheidend. Das war nicht einfach, diesen Elfmeter zu schießen", lobte Tuchel seinen Matchwinner: "Ich bin glücklich, dass er Verantwortung übernommen hat und das so gemacht hat, wie er es gemacht hat." Die Coolness am Punkt ermöglichte wohl auch eine Finte von Chelsea-Kapitän Cesar Azpilicueta. Dieser schnappte sich nämlich direkt den Ball und ließ Palmeiras erst einmal glauben, er sei der Elfmeterschütze. Laut des Spaniers alles reine Taktik. Die Kommentare der Gegner ließ er auf sich einprasseln. Alles, "um den Druck von Kai zu nehmen". Mit Erfolg. Wenig später hielt Ben Chilwell seinen Teamkollegen "King Kai" im Arm und filmte dessen Freudentanz in seiner Instagram-Story.

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Das späte Elfmeter-Tor sei "auch Glück", seine Mannschaft habe sich den Sieg aber "verdient", sagte Tuchel. Seinen dritten Titel nach dem Champions-League-Sieg und dem europäischen Supercup hätte der deutsche Welttrainer dabei beinahe in Quarantäne verpasst. Ausgebremst durch einen positiven Corona-Befund musste Tuchel das Halbfinale gegen Al-Hilal Riad (1:0) am Bildschirm verfolgen. Vor dem Endspiel sei er "mehrmals auf dem Weg zum Flughafen" gewesen und wurde wieder zurückgerufen, weil der Test nicht negativ war".

Einer war es dann doch und Tuchel konnte die Treffer von Star-Stürmer Romelu Lukaku (55.) und Havertz sowie den Ausgleich durch Raphael Veiga (64., Handelfmeter) von der Seitenlinie aus verfolgen. Für Chelsea sei es wichtig gewesen, "diese Trophäe zu gewinnen, weil es ein langer Weg ist", betonte Nationalspieler Antonio Rüdiger: "Wir haben Geschichte geschrieben."

Quelle: ntv.de, ara/sid

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