Fußball

Macht Barça alles falsch? Messi schäumt wegen Suarez' Abschied

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Die besten Kumpels sind nun Gegner.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Beste Freunde wollen ihre Erlebnisse teilen, wollen gemeinsam jubeln und weinen: Lange Jahre ist das Lionel Messi und Luis Suarez möglich. Nun werden sie vom FC Barcelona auseinandergerissen. Messi beschwört deswegen den nächsten Kleinkrieg mit dem nicht mehr geliebten Klub herauf.

Weltfußballer Lionel Messi hat den FC Barcelona für die Art und Weise der Verabschiedung seines langjährigen Teamkollegen und besten Freundes Luis Suarez heftig kritisiert. "Die Wahrheit ist, dass mich an diesem Punkt nichts mehr überrascht", schrieb der 33-jährige Argentinier in seiner Abschiedsbotschaft auf Instagram.

"Du hättest es verdient, verabschiedet zu werden als das, was du bist: einer der wichtigsten Spieler in der Geschichte des Klubs", schrieb Messi: "Und nicht verabschiedet zu werden, wie sie es gemacht haben."

Der uruguayische Torjäger fiel dem Umbruch unter dem neuen Trainer Ronald Koeman zum Opfer, der Niederländer hatte dem 33-Jährigen mitgeteilt, nicht mehr mit ihm zu planen. Daraufhin wollte Suarez anfangs trotzdem bleiben. Dann verhandelte er mit anderen Klubs: Lange mit Juventus Turin, wohin der Wechsel platzte, weil das Kontingent an Spielern aus Nicht-EU-Ländern bereits ausgereizt ist. Er versuchte sogar, sich einbürgern zu lassen - auch das scheiterte. Mehr als das: Die Behörden ermitteln nun sogar, denn Suarez soll beim Sprachtest geschummelt haben.

"Ich liebe dich sehr"

Aus Italien wurde nichts, schließlich unterschrieb er beim Ligakonkurrenten Atlético Madrid einen Zweijahresvertrag. Die Madrilenen bekommen Suarez für vergleichsweise günstige sechs Millionen Euro. Bei seiner letzten Pressekonferenz in Barcelona am Donnerstag verabschiedete sich Suarez unter Tränen. "Das ist so eine Überraschung, ich hatte nicht wirklich etwas vorbereitet", so Suarez. "Ich möchte nur sagen, dass der Klub seit 2014, als er mich unter Vertrag nahm, immer so viel Vertrauen in mich hatte."

Damals kam er zu Barça - und durfte erst einmal gar nicht spielen, weil er eine viermonatige Sperre absitzen musste. Bei der WM in Brasilien hatte er seinen italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen. Dennoch fühlte er sich gut aufgenommen: "Die Trainer und meine Mannschaftskameraden, die Art und Weise, wie sie mich akzeptierten, als ich hierherkam, war unglaublich." Das Ende der gemeinsamen Zeit sei nun bitter. "Es war verrückt. Es sind Dinge durchgesickert, Dinge wurden erfunden - das ärgert einen, aber man muss versuchen, sich von allem fernzuhalten." Trotzdem: "Ich bin sehr stolz auf dieses Ende. Ich nehme Freunde mit, und das macht mich glücklich. Es ist nicht nur ein Spieler, der geht, sondern ein Mensch, der Gefühle hat."

"Es wird ungewohnt sein, dich in einem anderen Trikot zu sehen und vielmehr gegen dich zu spielen", schrieb Messi in einem Text unter sieben gemeinsamen Bildern. Es werde für ihn sehr schwierig sein, "nicht mehr den Alltag mit dir zu teilen, auf den Plätzen und auch außerhalb". Der Post endete mit den Worten: "Ich liebe dich sehr, ich liebe dich sehr. Bis bald, Kumpel."

Quelle: ntv.de, ara/sid