Fußball

Ein Mann für Joachim Löw? Robin Gosens landet Coup mit Atalanta

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Läuft für ihn: Robin Gosens steht mit Alalanta im Achtelfinale der Champions League.

(Foto: REUTERS)

Atalanta Bergamo qualifiziert sich überraschend für das Achtelfinale der Champions League. Und mittendrin: Fußballprofi Robin Gosens aus Emmerich. Der träumt von der Bundesliga, vor allem vom FC Schalke 04. Nun aber hat er die große Bühne, sich auch für die DFB-Elf zu empfehlen.

Der deutsche Verteidiger Robin Gosens hat sich mit dem italienischen Fußballklub Atalanta Bergamasca Calcio überraschend für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Der 25 Jahre alte Linksverteidiger aus Emmerich am Rhein gewann mit seiner Mannschaft im letzten Spiel der Gruppe C bei Schachtjor Donezk in Charkow mit 3:0 (0:0). Der Belgier Timothy Castagne nach Videobeweis in der 66. Minute, der in Mainz geborene Kroate Mario Pasalic (80.) und eben Gosens (90.+4) sorgten für Ekstase bei den Italienern.

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Dodo wurde bei den Ukrainern, die sich mit der Zwischenrunde in der Europaliga begnügen müssen, in der 77. Minute nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt. Damit darf Klub aus der 120.000-Einwohner-Stadt Bergamo im Norden Italiens, der sich erstmals in seiner 112 Jahre währenden Klubgeschichte für die Champions League qualifiziert hatte, in der europäischen Königsklasse überwintern. Dabei hatte Atalanta die ersten drei Gruppenspiele verloren, zog nun aber im letzten Moment mit sieben Punkten an den Ukrainern (6) vorbei.

Gruppensieger Manchester City (14) blieb nach dem 4:1 (1:1) bei Dinamo Zagreb (5) ohne Niederlage. Der Brasilianer Gabriel Jesus avancierte mit einem Dreierpack (34., 50., 54.) zum Matchwinner für die Mannschaft von Trainer Josep Guardiola. Phil Foden (84.) traf ebenfalls für den englischen Meister, der unter anderem ohne Kevin De Bruyne oder den angeschlagenen Sergio Agüero spielte. Dani Olmo (10.) hatte Dinamo in Führung gebracht.

Die Bundesliga ist sein Traum

Aber zurück zu Gosens. Er war mit 18 Jahren vom Landesligisten VfL Rhede zur U19 des niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim gewechselt, 40 Kilometer von seiner Heimatstadt Emmerich entfernt. Dort holte ihn Peter Bosz, bekannt aus Funk, Fernsehen und aufgrund der Tatsache, dass er den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen trainiert, in die erste Mannschaft. Im Januar 2014 wurde Gosens an den Zweitligisten FC Dordrecht ausgeliehen, um dort Praxis zu sammeln. Zwei Jahre spielte er für Heracles Almelo, ehe er 2017 zu Atalanta ging. Im Sommer hatte ihn der FC Schalke 04 umworben.

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Hurra!

(Foto: REUTERS)

Wie der "Kicker" berichtete, wäre er trotz der Champions-League-Qualifikation mit Atalanta gerne gewechselt, "weil es eine spezielle Situation war". Denn: "Es wäre sportlich und familiär sinnvoll gewesen. Ich hatte und habe immer noch den Wunsch, in der Bundesliga zu spielen." Und: Er ist Schalke-Fan, wie er sagt. Jetzt aber steht er erst einmal im Achtelfinale der Champions League.

Das wäre ihn mit den Gelsenkirchenern auf keinen Fall vergönnt gewesen. Und wie hatte es Gosens dem "Kicker" gesagt? "Hand aufs Herz, solche Spiele sind nicht nur eine geile Erfahrung, sondern auch die Möglichkeit, sich auf der Weltbühne zu präsentieren. Ein größeres Schaufenster bekommst du nicht." Will meinen: Bundestrainer Joachim Löw kann sich seinetwegen gerne bei ihm melden.

Quelle: ntv.de, sgi/sid