Fußball

Aus in der Conference League Union bekommt bösen Aussetzer nicht ausgebügelt

Das Europapokal-Abenteuer des 1. FC Union Berlin endet mit dem letzten Spieltag der Gruppenphase. Gegen Slavia Prag muss ein Sieg her, um in der Europa Conference League zu überwintern. Doch die Hypothek eines folgenschweres Fehlers ist zu groß.

Das Europapokal-Abenteuer ist beendet: Union Berlin kam in seinem "Endspiel" zum Gruppenabschluss gegen Slavia Prag nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und hat die Zwischenrunde in der Conference League verpasst. Das Europacup-Comeback der Eisernen nach 20 Jahren Abstinenz war somit nur ein kurzes Vergnügen.

Union, das bei einem Sieg als Gruppenzweiter eine Runde weiterkommen wäre, agierte anfangs viel zu zaghaft und schlug sich beim entscheidenden Gegentreffer selbst: Abwehrspieler Timo Baumgartl spielte einen katastrophalen Fehlpass in den Lauf von Torschütze Ivan Schranz (50.). Der Ausgleich von Angreifer Max Kruse (64.) und eine drangvolle Schlussoffensive reichten nicht aus. Berlin hatte bei zwei Aluminiumtreffern des tschechischen Meisters auch Glück.

Das letzte Gruppenspiel fand vor 5000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion statt, mehr Besucher ließ die Corona-Verordnung nicht zu. Unions Heimstadion "Alte Försterei" erfüllt die UEFA-Regularien als internationale Spielstätte nicht. Fischer stellte seine Startelf auf zwei Positionen um: Für Stammtorhüter Andreas Luthe durfte erneut Frederik Rönnow auflaufen, außerdem kehrte Kapitän Christopher Trimmel zurück. "Wir werden nicht über 90 Minuten Hau-Ruck-Fußball nach vorne spielen", hatte Kruse im Vorfeld angekündigt - und in der Tat agierte Union lange zurückhaltend.

Konter nicht gut genug ausgespielt

Den Eisernen war der Respekt vor dem aktuellen Tabellenführer in Tschechien deutlich anzumerken. Spielerisch fiel Union wenig ein, um die zweikampfstarken und auch ballsicheren Gäste aus der Reserve zu locken und Stoßstürmer Taiwo Awoniyi, der in der Liga schon neunmal getroffen hat, in Szene zu setzen.

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Die wenigen Konterchancen, die das Fischer-Team hatte, wurden in der ersten Halbzeit viel zu schlecht ausgespielt. Ein abgefälschter Schuss von Kruse, bei dem der Ball auf dem Tornetz landete, war Unions gefährlichste Aktion im ersten Durchgang. Slavia konnte immerhin einen Lattentreffer von Tomas Holes (34.) verzeichnen.

Die Berliner kamen deutlich schwungvoller aus der Kabine, eine frühe Doppelchance von Baumgartl und Awoniyi (48.) blieb jedoch ungenutzt. Fast im Gegenzug fiel das 0:1, das die Gastgeber zu noch mehr Risiko zwang. Dadurch eröffneten sich für die Prager Räume zum Kontern, in der 55. Minute traf Peter Olayinka nach einem Tempogegenstoß nur den Pfosten. Das war jedoch ein Weckruf für die Unioner. Zu mehr als dem Ausgleich reichte es dann jedoch nicht.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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