Technik

Wie Google Glass oder Hololens? Apple soll AR-Brille fürs iPhone bauen

Brille mit Smart-Linsen von Google Glass. Foto: Andreas Gebert/Archiv

Googles Datenbrille Glass floppte. Jetzt baut Apple angeblich an einer AR-Brille fürs iPhone.

(Foto: dpa)

Apple arbeitet Medienberichten zufolge an einer eigenen Augmented-Reality-Brille. Sie soll sich drahtlos mit dem iPhone verbinden. Hat Apples AR-Brille eine Chance?

Apple arbeitet einem Medienbericht zufolge konkret an Prototypen einer Datenbrille. Sie könnte dem Nutzer Informationen im Sichtfeld anzeigen und eventuell auch virtuelle Objekte in reale Umgebungen einblenden, schreibt Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Der iPhone-Konzern habe mit Zulieferern gesprochen und eine kleine Anzahl entsprechender Displays für Tests bestellt, heißt es. Marktreife Geräte, die sich drahtlos mit dem iPhone verbinden, sollen aber erst in 2018 fertig sein.

Apple-Chef Tim Cook hatte schon seit einiger Zeit das Interesse an sogenannter Augmented Reality (AR) betont, was soviel bedeutet wie "erweiterte Realität". Dabei werden künstliche Inhalte für den Betrachter in die echte Welt eingeblendet, die Umgebung bleibt im Gegensatz zu Virtual-Reality-(VR)-Brillen sichtbar. Der Konzern kaufte unter anderem einen deutschen Spezialisten für solche Brillen und Software, Metaio aus München.

Kaum Wettbewerb

Technisch ausgereifte AR-Brillen gibt es derzeit kaum, der Markt ist im Gegensatz zum Boom bei den VR-Brillen überschaubar. Die Brillen, bei denen Nutzer komplett in eine virtuelle Welt abtauchen, gibt es inzwischen in großer Zahl, zuletzt hatte Google seine Daydream View vorgestellt, die im Test von n-tv.de gut abschnitt. Prominentestes Beispiel einer funktionierenden und technisch ausgereiften AR-Brille ist zurzeit Microsofts Hololens.

Google hatte mit Glass bereits eine Brille gebaut, die auf einem kleinen Bildschirm direkt vor dem Auge Informationen anzeigte. Allerdings war das Gerät ein Misserfolg - unter anderem wegen Datenschutzbedenken angesichts der integrierten Kamera, des hohen Preises und einer kurzen Akku-Laufzeit. Derzeit versuchen die Macher der Foto-App Snapchat einen neuen Anlauf in dem Markt mit einer Kamera-Sonnenbrille. Das größte Problem ist auch bei dieser Brille: Sie filmt heimlich und aufgenommene Menschen finden sich ungefragt im Internet wieder.

Quelle: n-tv.de, jwa/dpa

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