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Prima Tablet zum fairen Preis Das neue iPad macht einfach Spaß

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Am neuen iPad haften jetzt auch Tastatur-Covers, das Original von Apple ist allerdings sehr teuer.

(Foto: kwe)

Apples neues Einsteiger-iPad ist für die meisten Nutzer das Tablet, das sie suchen. Das Gerät ist relativ preiswert, garantiert aber gute Unterhaltung für mehrere Jahre. Außerdem zeigt das iPad jetzt auch Verbundenheit zu Tastatur-Covers.

Einige Nutzer wollen ein iPad, das ein richtiges Arbeitstier ist und einen Laptop ersetzen kann. Für die große Mehrheit dient Apples Tablet aber wohl vor allem zur Unterhaltung und zum Surfen. Sie brauchen kein teures iPad Pro, sondern ein Gerät, das zu einem vernünftigen Preis ihre Ansprüche erfüllt: das neue Einsteiger-iPad, das man ab 380 Euro bekommt.

Alles beim Alten, nur größer

Was das Design betrifft, hat Apple eigentlich alles beim Alten gelassen. Es gibt immer noch einen Home-Button unterm Display und an der Oberseite im Rahmen eine Klinkenbuchse für Kopfhörer. Unten hat das iPad zwei Lautsprecher und nach wie vor einen Lightning-Anschluss statt eines USB-C-Eingangs. Lediglich die Bildschirmdiagonale ist von 9,7 auf 10,2 Zoll ein wenig angewachsen. Das ist nicht viel, aber immerhin. Und mit den neuen Funktionen von iPadOS lässt sich ein größeres Display noch besser ausnutzen.

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Face ID muss nicht sein, bei iPads ist ein Home-Button mit Fingerabdrucksensor völlig ausreichend.

(Foto: kwe)

Das LCD ist mit einer Pixeldichte von 264 ppi ausreichend scharf und es bietet sehr schöne Farben und recht kräftige Kontraste. Auch seitlich betrachtet bleibt die Darstellung stabil, obwohl man gut erkennen kann, dass der Bildschirm etwas tiefer liegt, also nicht wie beim Pro oder iPad Air mit dem Deckglas laminiert ist. Im Alltag stört das aber ebenso wenig wie die fehlende True-Tone-Funktion, bei der sich das Display automatisch an das Umgebungslicht anpasst. Die Unterschiede sieht man eigentlich nur im direkten Vergleich.

Älterer Chip noch stark genug

Gespart hat Apple vor allem beim Innenleben. So steckt im neuen iPad nicht der jüngste Chip, sondern der A10, der zum ersten Mal 2016 im iPhone 7 zum Einsatz kam. Damit hat der Prozessor zwar schon drei Jahre auf dem Buckel, was man dem iPad aber nicht anmerkt, so lange man nicht versucht, 4K-Videos zu schneiden oder dem Gerät ähnlich anspruchsvolle Aufgaben gibt. Wichtiger ist, dass man trotz des alten Chips damit rechnen darf, dass das iPad mindestens vier Jahre lang iOS-Updates erhält - darunter macht's Apple eigentlich nicht.

Was die Laufzeit betrifft, gibt Apple die üblichen zehn Stunden bei gemischter Nutzung an. Tatsächlich hat n-tv.de im Test keine größeren Unterschiede zum Vorgängermodell oder dem aktuellen iPad mini festgestellt.

Knapper Speicher

Problematischer ist, dass der Flash-Speicher beim Basis-Modell mit 32 Gigabyte (GB) sehr knapp bemessen ist. Für 100 Euro mehr bekommt man 128 GB. Wenn man nur die Apps installiert, die man wirklich braucht und Filme oder Serien nur vorübergehend speichert, kommt man auch mit den knapp 25 GB verfügbaren Speicherplatz der günstigsten WLAN-Variante zurecht.

Die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist für ein Tablet zwar nicht schlecht, für Fotos und Videos nimmt man aber besser das Smartphone in die Hand - selbst günstige Mittelklasse-Geräte machen bessere Aufnahmen als das neue iPad. Selfies sollte man sich mit dem Tablet ebenfalls verkneifen, die 1,2-Megapixel-Frontkamera ist eigentlich nur für Videochats zu gebrauchen.

Teures Tastatur-Cover dockt an

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Die Kamera kommt besser nur im Notfall zum Einsatz.

(Foto: kwe)

Eine wichtige Neuerung ist der Smart Connector. Damit lassen sich jetzt auch Tastatur-Covers an Apples günstigstes iPad anschließen. So wird das Gerät auch zu einer sehr brauchbaren Schreibmaschine. Mit dem Original-Cover macht das auch richtig Spaß, weil die Tasten einen angenehmen Hub haben und nicht zu eng aneinander liegen. Allerdings ist das Zubehör mit 180 Euro im Vergleich zum iPad einfach zu teuer. Hier lohnt es sich wahrscheinlich, auf Tastatur-Covers von Drittherstellern zu warten. Das Gleiche gilt für den Apple Pencil der ersten Generation, für den Apple immer noch 100 Euro haben möchte.

Auch wenn es sich Apple etwas leicht gemacht hat und eine neue Größe mit alten Komponenten vereint hat, ist das neue iPad mit Abstand das beste Einsteiger-Tablet. Langlebigkeit, App-Vielfalt, Betriebssystem und Preis sind in der Kombination einfach unschlagbar. Wer allerdings keinen Wert auf ein 10-Zoll-Display legt oder vielleicht sogar eine handlichere Größe bevorzugt, sollte sich das iPad mini ansehen. Unter seinem 7,9 Zoll großen Bildschirm steckt ein modernerer A12-Chip und für 450 Euro bekommt man 64 GB Speicher.

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Quelle: n-tv.de

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