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Altbacken, aber stark Das neue iPad mini ist konkurrenzlos

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(Foto: kwe)

Wer ein kompaktes, leistungsstarkes Tablet mit vielen guten Apps haben möchte, kommt am neuen iPad mini nicht vorbei. Apple hat zwar nicht viel verändert, aber es gibt weit und breit keinen Konkurrenten, der dem Gerät gefährlich werden könnte.

Man hat schon gedacht, es kommt gar nicht mehr, aber nach dreieinhalb Jahren gibt es jetzt wieder ein neues iPad mini. Das heißt, so richtig neu ist das Gerät nicht, man muss schon sehr genau hinsehen, um es nicht mit dem Vorgänger zu verwechseln. Apple hat vor allem an der Leistungsschraube gedreht und ein besseres Display eingebaut. Aber das genügt schon, um das iPad mini zum besten 8-Zoll-Tablet zu machen, das man kaufen kann.

Altes Design funktioniert noch

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Das Design ist altbacken, aber das Display ist gut.

(Foto: kwe)

So breite Ränder ums Display sind eigentlich nicht mehr zeitgemäß, aber beim kleinen iPad ist das nicht weiter schlimm. Im Gegenteil, man kann das 300 Gramm leichte Gerät so viel leichter halten, ohne den Daumen im Bildschirm zu platzieren und es bleibt trotz der relativen Übergröße handlich.

Man könnte auch kritisieren, dass unter dem Display ein mechanischer Home-Button mit Fingerabdrucksensor sitzt. Aber so ein Knopf, auf den man zweimal drückt, um zwischen den zuletzt geöffneten Apps wechseln zu können, hat auch etwas für sich. Und wenn der Rahmen ohnehin so fett ist, kann man ihn auch für einen Home-Button nutzen, Face ID wäre hier nur ein überflüssiges Extra. Schließlich hat das nostalgische Design noch den Vorteil, dass das iPad mini 5 eine gute, alte Kopfhörerbuchse hat.

Gutes Display

Einen großen Unterschied zum Vorgänger macht aber das Display. Es ist zwar nach wie vor 7,9 Zoll und bietet eine Pixeldichte von 326 ppi. Doch es kann mehr Farben besser darstellen und sich automatisch an das Umgebungslicht anpassen (True Tone). Und weil es vollständig laminiert wurde, sind die Blickwinkel stabiler.

Außerdem kann man auf dem Display jetzt mit einem Apple Pencil schreiben und zeichnen. Wegen seiner Größe ist das iPad mini vor allem ein perfekter elektronischer Notizblock, den man wunderbar mit einer Hand halten kann. Der Eingabestift kostet allerdings 100 Euro extra und das Gerät unterstützt nur die erste Generation, die man zum Laden an den Lightning-Eingang stecken muss.

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Das neue iPad mini kann man beim Notieren und Skizzieren mit einer Hand halten.

(Foto: Apple)

Die neue 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist kein besonderes Highlight. Man kann mit ihr bei Tageslicht vernünftige Fotos und ansehnliche Videos machen, für AR-Spiele oder zum Scannen von Dokumenten reicht sie ebenfalls aus. Wer mehr möchte, sollte besser sein Smartphone nutzen.

Sehr starkes Innenleben

Angetrieben wird das iPad mini vom A12-Chip, der auch im iPhone XS steckt. Damit ist das Tablet zu Höchstleistungen fähig, die es heutzutage noch gar nicht richtig ausnutzen kann. Das bedeutet aber auch, dass es wahrscheinlich in fünf Jahren immer noch flüssig zu bedienen sein wird und problemlos mit dem Alltag klarkommt. Dazu passt auch, dass das Gerät Bluetooth 5.0 und WLAN ac bietet. Was die Laufzeiten betrifft, gibt Apple bis zu zehn Stunden an. Wenn das Display nicht zu hell strahlt, haut das auch hin.

Die Zukunftsfähigkeit macht den Preis akzeptabler, den Apple für das Gerät aufruft. Mit mickrigen 64 Gigabyte (GB) internen Speicher kostet es rund 450 Euro, für die Variante mit 256 GB muss man sogar 620 Euro hinblättern. Das ist ganz schön happig für einen aufgemöbelten Oldie. Aber wenn man ein kleines und leistungsfähiges Tablet sucht, kommt man um das neue iPad mini nicht herum. Starke Android-Tablets mit 8-Zoll-Display sind rar und Apples App Store bietet viel mehr gute Tablet-Anwendungen, als sie im Google Play Store zu finden sind.

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Quelle: n-tv.de