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Bewährungsstrafe bleibt Ernst August scheitert vor Gericht

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Darf sein Anwesen in Oberösterreich mittlerweile wieder betreten: Welfenprinz Ernst August.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Im Frühjahr wird Ernst August in Österreich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er soll im Sommer 2020 seinen Verwalter sowie einen Polizeibeamten im Rausch tätlich angegriffen haben. Gegen das Urteil legt der Welfenprinz Berufung ein - und scheitert damit nun vor Gericht.

Ernst August Prinz von Hannover ist in Österreich mit der Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Wels gescheitert. Das Oberlandesgericht Linz bestätigte die gegen den 67-Jährigen verhängte zehnmonatige Bewährungsstrafe. Das Landgericht hatte es als erwiesen angesehen, dass Ernst August im Zustand voller Berauschung unter anderem Polizisten attackiert und ein auf seinem Anwesen tätiges Verwalter-Ehepaar massiv bedroht hat.

Ernst August selbst erschien zum Prozesstermin nicht. Er wolle ein "weiteres Medienspektakel" vermeiden, informierte er das Gericht. Sein Anwalt erklärte zudem, dass sein Mandant Hochrisikopatient sei und coronabedingt Menschenansammlungen in Innenräumen meiden wolle. Sein Gesundheitszustand habe sich aber stark gebessert. "Er möchte seine Ruhe haben und sich seiner Genesung widmen."

Darf Anwesen wieder betreten

Das Oberlandesgericht hob in seinem Urteil allerdings sämtliche gerichtlichen Weisungen auf. Der Angeklagte habe sich zum Zeitpunkt der Tat in einem Ausnahmezustand befunden und bereits eine Therapie absolviert, sagte die Richterin. Außerdem habe er sich seitdem unauffällig verhalten. Damit darf der Urenkel des letzten deutschen Kaisers unter anderem sein Anwesen in Oberösterreich wieder betreten. Gerade dieser Punkt hatte beim Urteil des Landgerichts für Empörung bei Ernst August gesorgt, war es ihm doch für drei Jahre untersagt worden, dort zu leben.

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Der ursprüngliche Prozess im März drehte sich um mehrere Vorfälle im Sommer 2020. Ausgangspunkt war ein Notruf bei der Polizei, in dem sich ein offenbar verwirrter älterer Herr bedroht fühlte und als krank bezeichnete. Beim Eintreffen der Streife auf dem Anwesen des Anrufers, der sich als Ernst August herausstellte, wurden die Beamten nach eigenen Angaben zunächst Zeugen seines aggressiven Auftretens gegen seinen Verwalter. Dann aber soll sich Ernst Augusts Wut auch gegen die Polizisten gerichteten haben, von denen er einen demnach sogar ins Gesicht schlug. Zudem sei er auf die beiden mit einem Wetzstab losgegangen.

Erst im Sommer dieses Jahres war Ernst August wegen seiner gesundheitlichen Probleme zur Kur - aufgrund seines geringen Körpergewichts, wie er im Gespräch mit RTL erklärte. Er müsse ein paar Muskeln aufbauen, so der Urenkel des letzten deutschen Kaisers. Bei einer Körpergröße von 1,82 Metern wiege er gerade einmal 60 Kilogramm. Er betonte: "Ich muss zunehmen."

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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