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Zur Verhaftung beigetragen Ex-Angestellte stellen sich gegen R. Kelly

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R. Kelly wird unter anderem Kinderpornografie vorgeworfen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Liste der Anschuldigungen gegen R. Kelly ist lang. Dass der US-Sänger schon wieder im Gefängnis sitzt, hat er offenbar seinem engeren Umfeld zu verdanken. Ehemalige Angestellte sollen kompromittierendes Material an die Ermittler weitergegeben haben.

Wegen des Verdachts auf Kinderpornografie und weiterer Vergehen wurde US-Sänger R. Kelly vergangenen Donnerstag erneut in Chicago festgenommen. Dass es so weit kommen konnte, hat der 52-Jährige offenbar eigenen Vertrauten zu verdanken. Wie das Promiportal TMZ berichtet, sollen einige seiner ehemaligen Angestellten belastendes Videomaterial an einen Anwalt weitergegeben haben, auf dem der Sänger Sex mit minderjährigen Mädchen haben soll.

Der Anwalt Gerald Griggs, der die Familie von R. Kellys angeblicher "Sex-Sklavin" Joycelyn Savage vertritt, soll TMZ demnach erzählt haben, dass bei den Ermittlungen im US-Bundesstaat Illinois mehr als 20 Videos des Sängers aufgedeckt worden seien, die sich mit Minderjährigen beschäftigten. US-Strafverfolgungsbehörden sollen Griggs Aussagen bestätigt haben.

Angestellte sollen für Kelly Akquise betrieben haben

Laut Griggs sollen mehrere Personen, die Kellys mutmaßlichen Straftaten früher ermöglichten, den Ermittlern die Bänder zugespielt haben. Die Videos sollen "genau das" gewesen sein, was die Staatsanwaltschaft brauche, um Anklage wegen Sexualverbrechen einschließlich Kinderpornografie zu erheben. Bereits vergangenen Monat hatte ein ehemaliger Mitarbeiter ausgesagt, der Sänger habe seine sexuellen Begegnungen mit minderjährigen Mädchen regelmäßig aufgezeichnet und wie "Trophäen" gesammelt.

Einigen ehemaligen Angestellten Kellys wird seit Längerem vorgeworfen, Akquise für ihn betrieben zu haben. Zu ihren Aufgaben soll unter anderem gehört haben, ihm junge Frauen zu finden. So soll unter anderem seine Ex-Assistentin namens Cheryl Mack im Jahr 2015 auch sein erstes Treffen mit der damals 19-jährigen Joycelyn Savage arrangiert haben, die seitdem bei dem Star lebt und den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen hat.

Die Polizei ermittelt derzeit in verschiedenen Angelegenheiten gegen R. Kelly, darunter Verführung von Minderjährigen. In vier Fällen geht es um schwere sexuelle Übergriffe, in drei Fällen um schweren Missbrauch eines Opfers im Alter zwischen 13 und 16 Jahren. Der 52-Jährige soll einige von ihnen zudem als "Sex-Sklavinnen" gehalten und ihnen den Kontakt zur Außenwelt verboten haben. Auch der Justizbehinderung soll er sich schuldig gemacht haben.

Kelly verbrachte im Februar bereits einige Tage in Untersuchungshaft, kam aber auf Kaution wieder frei. Bei einem Schuldspruch drohen ihm bis zu 30 Jahre Haft. Der Musiker weist alle Vorwürfe zurück.

Quelle: n-tv.de, lri

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