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Hausbesuche bei den Wählern Hugh Grant kämpft gegen den Brexit

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Auf Mission an den Haustüren: Hugh Grant mit Luciana Berger (r.) von den Liberaldemokraten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Von "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" über "Notting Hill" bis "Tatsächlich ... Liebe" - Hugh Grant gilt als Spezialist für den romantischen Liebesfilm. Im wahren Leben jedoch hat er seine Liebe für die EU entdeckt und seine Abneigung für Premier Boris Johnson. Engagiert kämpft er gegen den Brexit.

In vielen seiner Filme ist Hugh Grant als Schwiegermamas Liebling zu sehen. Doch im wahren Leben hat der Schauspieler sein Herz für die Politik entdeckt. Aktuell schaltet er sich in den britischen Wahlkampf ein.

Der 59-Jährige will in den hart umkämpften Wahlkreisen die Briten zur taktischen Stimmabgabe animieren, damit der Brexit vielleicht doch noch abgesagt wird. Am Sonntag begleitete er Luciana Berger von den EU-freundlichen Liberaldemokraten in deren Wahlkreis Finchley and Golders Green im Norden Londons und klingelte an Haustüren. Die Bewohner reagierten völlig überrascht, als sie den Prominenten sahen.

Mit Blick auf den Brexit hätten viele Briten inzwischen ihre Meinung geändert, begründete Grant seine Aktion. In den kommenden Tagen will er noch andere Kandidaten begleiten, auch von der Labour-Partei.

Von Johnson "angewidert"

Grant ist ein scharfer Kritiker von Premierminister Boris Johnson. Im Spätsommer hatte er den Regierungschef auf Twitter harsch kritisiert: "Du wirst die Zukunft meiner Kinder nicht versauen. Du wirst die Freiheiten nicht zerstören, die mein Großvater in zwei Weltkriegen verteidigt hat", schrieb Grant. Er verglich Johnson mit einer überschätzten Gummi-Badeente und erklärte, er sei von ihm "angewidert".

Die Briten wählen am 12. Dezember ein neues Parlament. Johnson erhofft sich davon mehr Unterstützung für seinen Brexit-Kurs. Bisher führt er eine Minderheitsregierung an.

Umfragen zufolge liegen die regierenden Konservativen deutlich vorn. Doch nur wer in einem der 650 Wahlkreise mehr Stimmen auf sich vereint als jeder Mitbewerber, erhält einen Sitz im Parlament. Der Gewinner räumt im reinen Mehrheitswahlrecht alles ab. Landesweite Prognosen können somit leicht daneben liegen, weil die Wahl in einigen umkämpften Wahlkreisen entschieden werden könnte.

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Quelle: n-tv.de, vpr/dpa

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