Unterhaltung

"Let's Dance" - Viertelfinale Pahde tanzt sich die Seele aus dem Leib

Show 10: Die Stimmung ist ein bisschen wie bei den Golden Globes. Man weiß, was man geleistet hat, lehnt sich kurz zurück und - genießt. Nur fünf Tanzpaare sind noch verblieben. Doch auch die kriegen auf den letzten Metern vor dem Sieg nichts geschenkt. So glamourös war das Viertelfinale.

"Diese Leichtigkeit, diese Kombination im Körper: Da stimmt einfach jedes Element", lobt die Jury den phantasievollen Contemporary von Schauspielerin Valentina Pahde, die im Viertelfinale nicht nur eine "meisterliche Vorführung" abliefert, sondern sich tatsächlich die Seele aus dem Leib tanzt. Ein Zeh zerschunden, blaue Flecken an den Beinen und dann hat die Nummer auch noch artistische Elemente: Viele meinen, Pahde wäre perfektionistisch, aber spätestens jetzt hat man eine Frau gesehen, die auch verletzlich ist, die jede Menge Schmerzen hat und dennoch hart trainiert.

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Lässt sich von ihren trainingsbedingten Blessuren nicht aufhalten: Tanz-Granate Valentina Pahde

Show 10: Nur noch fünf Tanzpaare sind übriggeblieben. Mit anderen Worten: die Besten. Einer davon ist Rúrik Gíslason, der an diesem Freitag einen Paso Doble präsentiert - und wie jeder andere natürlich auch - gelegentlich mit den hohen Ansprüchen hadert. Kann ich mir die Schritte merken? Bin ich gut genug? All diese Gedanken lassen sich nur vertreiben, wenn man schön brav auf den Tanzprofi hört - in Rúriks Fall ist das Renata, die Frau mit der imaginären Peitsche. Und sie verlangt von ihrem Schüler dieses Mal nichts anderes, als seine "Cojones zu präsentieren", denn "der Stier muss Angst haben". In der Tat lobt die Jury in der Liveshow Rúriks Matador- und Flamenco-Bewegungen. Als die 30 Punkte winken, sind auch die letzten Zweifel weggeblasen.

Untenrum ein bisschen "wie Spaghetti Bolognese"

Es macht nicht nur der Jury Spaß, jetzt, wo es auf die Zielgerade hinausläuft, den Tänzern zuzuschauen und die tollen, gelungenen Choreografien zu bestaunen. So vieles wirkt rund und wie aus einem Guss. Zum Teil sind die Bewegungen so synchron, dass man zwischen Profi und Promi "nicht mehr unterscheiden kann". Puschmann tanzt sogar schon "zwischen den Beats" und auch, wenn Llambi seine Barfuß-Salsa ein My "zu angriffslustig" ist, lobt die Jury die "tolle Energie".

Die hat auch Auma Obama, obschon sie nach wie vor mit ihrer Nervosität zu kämpfen hat, genauso wie Simon Zachenhuber, dessen Samba untenrum ein bisschen "wie Spaghetti Bolognese" aussieht. Richtig Stimmung in die Bude und Pfeffer in den Hintern - selbst in die der Zuschauer, die nur auf dem Sofa sitzen - liefern die Trio-Tänze, bei denen es ein Wiedersehen mit so manchem Profi-Tänzer gibt. Valentina Pahde, die mit Valentin und Ilse DeLanges Tanzpartner Evgeny Vinokurov eine absolute Knaller-Samba aufs Parkett legt, macht "die Jungs" schlicht "platt". Lob gibt es aber nicht nur für die "Granate" und ihre "tolle Leg-Action", sondern auch für die bereits erwähnten phantastischen Choreografien der Profitänzer, die - man kann es nicht anders sagen - "auf ganz hohem Niveau sind".

Zuvor gab es während der Proben ein "Genital-Gate", bei dem Valentina ihrem Tanzpartner eigentlich auf den Hintern hauen sollte. Der hatte sich aber noch nicht umgedreht und so landete der versehentliche Klatscher in seinem Schritt. Valentin krümmte sich, wurde aber von seiner Gattin "gut verarztet". Und weil das so lustig gewesen sein soll, schnitt man die Szenen kurzerhand in die Show. Nerviger Pennäler-Humor: nicht so wild, wer da nicht drüber lachen muss.

In erster Linie tanzen da zwei Menschen

Sehr emotional ist auch die Rumba von Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov, für die die beiden Verstärkung von keiner Geringeren als der mehrfachen Weltmeisterin Kathrin Menzinger erhalten. Das Besondere an diesem "Equality Dance": Es ist egal, ob ein Mann mit einem Mann oder einer Frau tanzt. In erster Linie tanzen da zwei Menschen miteinander oder wie in diesem Fall eben drei. Und wenn es ihnen auch noch gelingt, mit dieser Performance "eine so schöne, intime Atmosphäre" zu transportieren, ist die Botschaft angekommen.

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Beim Trio-Tanz von Rúrik Gíslason, Renata Lusin und Malika Dzumaev - einem Slowfox - hat Llambi zwar ein bisschen was zu mosern, nie aber kommt der Respekt für die Leistung zu kurz. Auch nicht für Simon Zachenhuber, der zwar mit Christina Luft tolle Unterstützung für seinen Charleston bekommt, aber leider hat "der Engel auf zwei Beinen" nach Meinung des Chefs nicht "genügend ausgetanzt".

Vielleicht kann man dieses Viertelfinale mit der Stimmung bei den Golden Globes vergleichen. Alles fühlt sich ein bisschen privater, ausgelassener und freier an. Man weiß, wenn man es bis hierher geschafft hat, kann man mehr als stolz auf sich sein und atmet kurz durch, denn die Anspannung vor dem Finale, das übrigens schon wieder in zwei Wochen ist, kommt noch früh genug. Nicht ins Halbfinale geschafft hat es leider Auma Obama, und das, obschon sie in ihrem Trio-Tanz - einem Tango an der Seite von Robert Beitsch - "nicht einen einzigen Schritt vertanzt hat".

Quelle: ntv.de

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