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"Let's Dance" - Show 9 Ilse DeLange sorgt für den perfekten Moment

Motto im Achtelfinale: "Magic Moments". Nicolas vertanzt sein Coming-out, Auma Obama erzählt von ihrem strengen, aber liebenden Vater und Valentina könnte auch mit einem Zwergspitz tanzen und es wäre magisch. So emotional war Show 9.

Da steht sie auf dem Parkett, mit ihrer Gitarre in der Hand und singt. Im Hintergrund tanzt Evgeny, allein, ohne seine Partnerin Ilse DeLange. Und dennoch verschmelzen die beiden zu einem "Magic Moment", gleichzeitig das Motto der 9. Show, zu einer Einheit.

Ilses Stimme fühlt sich an wie eine tröstende Umarmung. Nie zuvor ist es wohl in einer Tanzshow jemandem gelungen, für einen "magischen Moment" zu sorgen, ohne überhaupt zu tanzen. Denn die Musikerin scheidet nach ihrer Fußverletzung schweren Herzens aus und gibt damit Nicolas Puschmann, der in der Vorwoche trotz herausragender Leistungen wider Erwarten plötzlich ausgeschieden war, eine zweite Chance.

Show Nummer 9, Achtelfinale: Tatsächlich sehen wir, die Zuschauer, an diesem Abend, einige magische Momente. Es hat sich deutlich ausgedünnt und die Kandidaten, die jetzt noch dabei sind, liefern nahezu Woche für Woche ab. Eine, die definitiv dazugehört und bei der man ständig ihr Alter vergisst, ist Auma Obama. In dieser Woche vertanzt sie die Geschichte ihrer Jugend. Der strenge Vater, die starken Fesseln und das Leben in einer Familie "mit vielen Jungs". Und wenn man ihr dann bei ihrem Freestyle zuschaut, kann man kaum glauben, dass sie nur ein paar Jährchen jünger als Jan Hofer ist. Dazu ihre herrlich unaufgeregte Art - da stört es auch nicht, dass ab und an ihre "Kopflinie zu weit vorne ist".

"Untenrum nicht ganz so stabil"

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Erstmals seit gefühlten Ewigkeiten füllen sich wieder die Zuschauerränge. Es sind nicht viele und nur die engsten Familienmitglieder, die der Liveshow beiwohnen und ihre Angehörigen unterstützen dürfen. Ein bisschen stimmt dieser Anblick sogar den Zuschauer zu Hause froh. Es geht bergauf. Langsam, aber stetig.

Die Promis, die in dieser Woche besondere Momente aus ihrem Leben vertanzen, erinnern auch an Menschen, die nicht mehr unter uns sind und dennoch eine ganze Welt bedeuten. Rúrik Gíslason, der im vergangenen Jahr seine Mutter verlor, widmet ihr seinen Freestyle. Im Publikum sitzt seine Schwester und unterstützt ihn mit ihrer Anwesenheit. Obschon die Jury moniert, der Part seiner Salsa sei "untenrum nicht ganz so stabil" gewesen, ist das mal wieder Jammern auf extrem hohem Niveau.

Überhaupt nichts zu kritteln gibt es bei Valentina Pahde. Die Frau steigert sich von Show zu Show. In dieser wird sie auch tänzerisch von ihrer Zwillingsschwester unterstützt und begeistert mit ihrem Freestyle nicht nur die Jury. Wenn man aber ehrlich ist, könnte Pahde auch mit einem Zwergspitz oder einem Duschkopf tanzen, es wäre nicht minder wunderbar. Im Glitzer-Catsuit verschmilzt sie mit ihrem Partner Valentin zu einem Körper. Das Ergebnis: dreißig Punkte. Was sonst? Ein kurzes Wort zu Jorge: Der trumpft im Achtelfinale in einem extrem coolen, knallroten Anzug auf, mit dunkler Sonnenbrille und herrlich mafiösem Gestus, dass man ihm am liebsten die Hauptrolle in "Der Pate, Teil 4" andrehen möchte.

Puschmann is back - "ganz großes Kino"

Überzeugend auch wieder Nicolas Puschmann, der sein Coming-out vertanzt und berichtet, wie schwierig es für seinen Vater am Anfang war, als er ihm offenbarte, homosexuell zu sein. Seine emotionale Botschaft: Oft lässt man sich selbst Zeit, bis man mit den Eltern spricht. Und diese Zeit sollte man auch ihnen zugestehen. An diesem Abend tanzt er für seinen Vater, der ebenfalls anwesend ist und herrlich ironisch berichtet, selbst auch ein bisschen tänzerisch unterwegs zu sein, und zwar - "auf dem Schützenfest". Puschmanns Freestyle ist "ganz großes Kino". Lob geht aber auch an Vadim - den "King of Choreografie".

Neben den Einzeltänzen treten die sechs verbliebenen Paare außerdem in Tanzduellen gegeneinander an. Valentina und Lola glänzen mit einer Bollywood-Nummer, die zwar stets unheimlich leicht anmutet, deren Choreografie man aber keinesfalls unterschätzen sollte. Nicolas und Auma tanzen Streetdance. Man kann sich an dieser Stelle nur wiederholen: Was diese Frau abliefert, ist einfach großartig. Energiegeladen auch das Flamenco-Duell zwischen Rúrik und Simon.

Und natürlich ist es ein subjektives Gefühl: Aber kann es sein, dass die Jury, allen voran Herr Llambi, beim sympathischen Isländer immer ein bisschen zu streng ist? Egal, der guten Stimmung an diesem Abend tut das keinen Abbruch. Auch nicht, als Lola am Ende der Show erfährt, dass ihre Reise bei "Let's Dance" vorbei ist. Mit ihrem sonnigen Gemüt sagt sie nur, sie freue sich auf einen freien Sonntag - und schwupp, da waren's nur noch fünf. Bis nächste Woche zum Viertelfinale!

Quelle: ntv.de

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