Unterhaltung

Vip, Vip, Hurra! Potente, Busenblitzer und Egli im Bikini

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Spielt auch gern mit der Provokation: Sophie Marceau.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Promis lassen in Cannes die Kameraauslöser glühen, Franka Potente tauscht die Seiten und Beatrice Egli setzt sich für Frauenrechte ein. "Vip, Vip, Hurra!" - der Wochenrückblick ist da und mit ihm die Frage: Susanna, wo ist die ganze Kohle hin?

Wie bitte, schon wieder Freitag? Wieso vergehen die Sommertage gefühlt immer viel zu schnell? "Vip, Vip, Hurra!" Unser Wochenrückblick ist dieses Mal pickepackevoll mit News von echten Powerfrauen. Vielleicht nicht ganz so powerful, dafür aber umso provokanter sind die lasziven Posen einer schönen Unbekannten zur Eröffnung der 74. Filmfestspiele in Cannes.

Da schlurfte fast die ganze Elite des Kinos über den roten Teppich - für maximales Aufsehen sorgte aber mal wieder ein Busenblitzer. Die anwesenden Fotografen sind von so viel unverhoffter Freizügigkeit ganz verzückt, die Auslöser der Kameras glühen und - schwupp - gehen die freigelegten Brüste der Unbekannten um die ganze Welt.

Nun kann man natürlich gern darüber diskutieren, ob die Busenblitzer-Nummer auf so einem seriösen Filmfestival nicht ein bisschen billig daherkommt. Tatsächlich aber muss die Frage eher lauten: Wer hat obenrum noch nicht blankgezogen? In die unfreiwillig oder gezielten öffentlichen Busenblitzer reihen sich schließlich auch große Stars wie Sophie Marceau oder Janet Jackson ein.

Man munkelt, die schöne Unbekannte würde beruflich Violinen bauen. Wenn nun jeder, der sie halb nackig posieren sah, ihr jetzt die Violinen unterm Hintern wegkauft: na, super!

Mehr Frauen auf dem Regiestuhl

Eine, die es nicht nötig hat, für Aufmerksamkeit die Bluse zu lüften, ist Franka Potente. Was wir aber in dieser Woche erfahren, fühlt sich zuerst wie ein kleiner Schock an. Okay, "Lola rennt" schon seit 23 Jahren nicht mehr, aber, dass sie höchstwahrscheinlich nie wieder vor der Kamera coole Hollywood-Schauspieler knutscht, sorgt für Verwirrung. Es soll ein für alle Mal Schluss mit der Schauspielerei sein, heißt es über die 46-Jährige.

Stattdessen sitzt Potente nun hinter der Kamera und gibt dieser Tage mit "Home" ihr Regie-Debüt. Gemeinsam mit "House of Cards"-Star Robin Wright, die ebenfalls unter die Regisseurinnen gegangen ist, war sie dieser Tage auf dem Filmfest in München, wo sie den Margot-Hielscher-Preis erhielt. Dass Frauen auf dem Regiestuhl mehr in der Öffentlichkeit stehen, ist längst überfällig.

Bleiben wir in der Filmbranche: Man hat ja oft so ein bisschen das Gefühl, Schauspieler und Schauspielerinnen sind reich und schön und saufen den ganzen Tag nur Schampus, während ihre Chihuahuas den Kaviar vom Teller lecken. Doch nicht erst Corona hat deutlich gezeigt, wie schwierig es für viele ist, ihre Lebenshaltungskosten zu decken, frei nach dem Motto des Filmtitels: "Die fetten Jahre sind vorbei".

Erst Luxus, dann Sozialleistungen

Eine, die einst fast eine Viertelmillion Euro im Jahr zur Verfügung hatte und bis vor wenigen Monaten Sozialleistungen bezog, ist die Schauspielerin Susanna Wellenbrink. Sie ist die Tochter von Egon Wellenbrink, den so mancher vielleicht noch als den "Melitta-Mann" kennt, die Halbschwester von Popstar Nico Santos und die Mutter der heute 22 Jahre alten Mia-Sophie Wellenbrink, die einmal dieses leicht nervige "Fruchtalarm"-Kind in einem ebenfalls sehr bekannten Werbespot für Joghurt spielte.

Wellenbrink, die 1993 sogar die Goldene Kamera als beste deutsche Nachwuchsschauspielerin gewann und die selbst sagt, dass man abstumpfe, wenn man "ständig diesen Luxus hat", lebt heute von 700 Euro im Monat. Und sie ist damit kein Einzelfall. Keine Rücklagen bilden, aber zum Teil fünfstellige Fixkosten tilgen müssen, das kann ein Teufelskreis sein, der nicht nur bei Schauspielern zu akuter Geldnot führt. Als Altenpfleger oder Kassiererin kann man sich freilich nur schwer vorstellen, Hunderttausende Euro im Jahr zu verjubeln.

Bikini: eine 75-jährige Erfolgsgeschichte

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Beatrice Egli hingegen ist jemand, von der man das Gefühl hat, dass sie trotz ihres Erfolges stets bodenständig geblieben ist. Immer höflich, immer ein Lächeln auf den Lippen, pure Herzenswärme. Und dann setzt sie sich in all dem Social-Media-Schönheitswahnsinn auch noch für Frauenrechte ein und zeigt sich im Bikini.

75 Jahre ist es jetzt her, dass der erste Bikini die Sittenwächter erzürnte. Im violetten Rüschenbikini - wir stellen uns einfach vor, im Hintergrund läuft "Purple Rain" von Prince - liegt Egli am Pool und setzt "ein Zeichen für alle (…) Frauen": "Lasst uns heute feiern, wie weit wir schon gekommen sind." Applaus für die Feministin! Und natürlich auch für die schöne Unbekannte in Cannes, deren Violinen jetzt garantiert weggehen wie warme Semmeln. Bis nächste Woche! Dann bestimmt schon mit den ersten fröhlichen Berichten über Claudia Oberts Prosecco-Besuch beim "Kamp der Realitystars".

Quelle: ntv.de

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