Unterhaltung

Beisetzung in Gruft neben Philip Queen findet in Windsor ihre letzte Ruhestätte

In einer Prozession wird Elizabeth II. die letzte Ehre erwiesen. Die Feierlichkeiten gipfeln in einem öffentlichen Gottesdienst mit 800 Gästen, bei dem die Monarchin in die königliche Gruft herabgelassen wird. Doch innerhalb der kommenden Stunden wird sie wieder umgebettet.

Nach der Trauerfeier in der St. Georgskapelle auf Schloss Windsor ist der Sarg der Queen in die königliche Gruft hinabgelassen worden. Damit endete der öffentliche Teil des Staatsbegräbnisses für Elizabeth II., die am 8. September mit 96 Jahren gestorben war. Königskrone, Zepter und Reichsapfel, die während des Staatsbegräbnisses auf dem Sarg der Queen gelegen hatten, wurden auf den Altar des Gotteshauses gelegt.

An der Feier in der St. Georgskapelle nahmen rund 800 Gäste teil, darunter neben Mitgliedern der Königsfamilie und Politikern auch ehemalige Mitarbeiter der Queen. Die eigentliche Beisetzung von Elizabeth II., die 70 Jahre lang britische Königin war, findet um 20.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit im engen Kreis der britischen Königsfamilie statt.

In seiner Predigt würdigte der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, die Lebensleistung der verstorbenen Königin. Menschen, die "liebend dienen", seien selten, sagte er. "Anführer, die liebend dienen, sind noch seltener." Doch würden die Menschen sich noch lange an die Dienenden erinnern, "wenn die, die sich an Macht und Privilegien klammern, vergessen sind".

Die Queen-Enkelin Prinzessin Beatrice verließ dem Aussegnungsgottesdienst ihrer Großmutter in Windsor unter Tränen die Kirche. Auf Fernsehbildern war Beatrice gemeinsam mit ihrer Mutter, Sarah Ferguson, sowie mit ihrem Mann Edoardo Mapelli Mozzi nach Verlassen der Kirche zu sehen. Für einen Moment ließ die 34-jährige Tochter des zweitältesten Sohns der Queen, Prinz Andrew, dabei ihren Gefühlen freien Lauf. Auch andere Royals zeigten am Ende des Gottesdiensts in Windsor, der den Abschluss eines langen Tages voller Prozessionen, Gottesdienste und Zeremonien bildete, Emotionen. Prinz Harry blies die Backen auf und kickte in die Luft, als er sich nach Verlassen der Kirche auf die Rückbank eines Wagens fallen ließ. Seine Frau Meghan biss sich mit tieftrauriger Miene auf die Lippen.

Philip wird auch umgebettet

Die Monarchin wurde zunächst an die Seite ihres Ehemanns Prinz Philip gebettet, der am 9. April 2021 mit 99 Jahren gestorben war. Doch dort bleibt ihr Sarg nur für kurze Zeit. Denn am Abend wird das Paar, das 73 Jahre lang verheiratet war, in einer privaten Zeremonie wieder umgebettet. Die letzte Ruhestätte finden Elizabeth und Philip in der Gedenkkapelle. Dort liegen auch die Eltern der Queen, "Queen Mum" und König George VI., sowie die Urne ihrer jüngeren Schwester Prinzessin Margaret, die auf eigenen Wunsch - entgegen der Tradition - kremiert wurde.

Bei Philips Beisetzung am 17. April 2021 war bereits bekanntgeworden, dass sein Grab nur vorübergehend sein wird. In der Kapelle in Windsor hatten Prinz Harry und Meghan im Mai 2018 geheiratet, im April 2021 fand dort die Trauerfeier für Prinz Philip statt. Die Kapelle wird zudem regelmäßig für Taufen der Royals genutzt.

Das Staatsbegräbnis für die Queen hatte am Vormittag mit einer Trauerfeier in der Westminster Abbey begonnen. An dem Gottesdienst nahmen etwa 2000 Gäste teil, darunter zahlreiche Monarchen und andere Staatsoberhäupter wie etwa US-Präsident Joe Biden oder Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Anschließend wurde der Sarg der Queen in einer feierlichen Prozession zunächst zum Triumphbogen Wellington Arch am Hyde-Park gebracht und anschließend in einem verglasten Leichenwagen nach Windsor gefahren. Zahlreiche Menschen hatten die rund 35 Kilometer lange Strecke gesäumt, um Abschied von der Queen zu nehmen.

Quelle: ntv.de, lve/AFP

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