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"Let's Dance" - Finale Rúrik Gíslason ist Dancing Star 2021

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Galt bereits früh als absoluter Favorit der Tanzshow: der schöne Isländer Rúrik Gíslason

Was für ein "Hammer-Finale"! Rúrik Gíslason galt neben Valentina Pahde lange als Favorit. Doch die letzten Minuten mauserten sich zu einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen. 13 Wochen nach der ersten Show verrät der Gewinner auch, wie seine Reise weitergehen soll.

Wer diese 14. "Let's Dance"-Staffel verfolgt hat, hatte es vermutlich spätestens ab der fünften Show wie eine sichere Bank gesehen, dass in diesem Jahr kein Geringerer als der schöne Isländer Rúrik Gíslason den Tanz-Pokal holen wird. Allein bis zum Halbfinale in der vergangenen Woche hatte der Ex-Fußballer allein in fünf Shows 30 Punkte abgesahnt. Und tatsächlich sah man ihm den ganzen Stress - anders als bei vielen anderen Kandidaten - nie so richtig an oder wie Llambi sagen würde: "In dem Rúrik liegt die Kraft."

Drei Tänze absolvierten die drei verbliebenen Paare im Finale und schon der erste Tanz von Gíslason sorgt selbst bei Moderator Hartwich für herrliche Versprecher. Beim Training des Jury-Tanzes gab es nämlich Hilfe vom Chefjuror, denn der "Herr Lambo hilft gern beim Tangi". Ja, der Anblick dieses Mannes sorgt nicht nur für Ohnmachtsanfälle bei den meist weiblichen Fans. Das Schöne aber ist: Rúrik verrät ein Geheimnis, das er bis dato für sich behalten hat. Auch nach dem Ende der Show wird er weiter tanzen - bei so einem bombastischen Talent, das er nicht nur bei seinem Lieblingstanz, dem Jive, zum Besten gibt, auch dringend zu empfehlen.

Den würdigen Abschluss dieser drei harten Monate aber verkörpert er als Donnergott Thor in einem "starken und einfach phantastischen" Freestyle. Die Zehnerkellen knallen nur so durch die Decke, Jorge zückt Rosen und Motsi vergießt Tränen der Rührung bei so viel "Drama pur".

"Ich würde aufstehen und auf die Knie gehen"

Das Besondere an diesem letzten Abend aber ist auch, dass alle drei Finalisten viel gelöster als sonst wirkten, obschon gerade am Ende der Staffel der Druck oft ins Unermessliche steigt. Schließlich will man jetzt, da man es schon so weit geschafft hat, auch den Pokal in den Händen halten. Gerade während dieses Finales ist man in der Tat einige Male hin und hergerissen zwischen Rúrik und Valentina.

Die Schauspielerin, die zum Auftakt eine Rumba zeigt, für die sie ebenfalls "hochverdiente 30 Punkte" ergattert, glänzt vor allem mit ihrem Lieblingstanz, einem Wiener Walzer. Das, was immer so leicht aussieht, ist unheimlich schwer. Und Pahde, die sich jedem Tanz nahezu ergibt und ihn mit Leib und Seele fühlt, hängt die Messlatte erneut so weit nach oben, dass man schon eine Leiter bräuchte, um da ranzukommen. "Ich würde aufstehen und auf die Knie gehen", lobt Motsi, "aber mein Kleid sagt nein."

Ein Wort zu den Juroren: Alle drei sind - dem Anlass gebührend - wundervoll anzuschauen, Jorge aber schießt den Vogel erneut ab. Sein modisches Highlight diesmal: eine Hochglanz-Pilzkopf-Beatles-Frisur mit doppelt Pomade. Man muss diesen Look einfach gesehen haben.

Mit allen Sinnen auf der Tanzfläche

Und natürlich sind die letzten Tänze, das wissen "Let's Dance"-Fans aus den vergangenen Jahren nur zu gut, immer ein großes Tamtam, inklusive Windmaschine und tollen, meist sehr aufwendigen Kostümen, Musical-Einsätzen und atemberaubenden Choreografien. Ein Riesen-Spektakel. Ein großes, letztes, wunderschönes Aufbäumen, bevor die Lichter ausgehen und die Tanzfläche für ein Jahr wie leergefegt bleibt. Valentinas Freestyle aber braucht nicht das Aufgeblähte.

Im Grunde benötigt sie nur sich selbst - und natürlich ihren Partner, der ihr Herz wieder einsammelt, das sie regelmäßig auf der Tanzfläche verstreut. So schlüpft sie an diesem letzten Abend der Show in die Rolle der Marilyn Monroe, die am 1. Juni übrigens 95 Jahre alt geworden wäre. Und tatsächlich meint man auf einmal, die große Filmlegende Slowfox, Quickstep und Charleston tanzen zu sehen. Pahde tanzt leise und mit allen Sinnen und gerade die vielen kleinen Details machen diesen finalen Freestyle zu etwas sehr Großem.

Wenn du tanzen willst, dann tanz!

Der dritte Platz dieser "emotionalen Reise" geht an Nicolas Puschmann, der vor allem den Charleston - sein Lieblingstanz - erneut mit einer Leichtigkeit tanzt, als habe er "die letzten 20 Jahre nichts anderes getan", als jeden Tag mit jeder Faser seines Körpers zu tanzen. Die Jury findet nicht einen Fehler, im Publikum sitzen seine Lieben und jubeln.

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Und da ist auch die großartige Botschaft, die Puschmann mit seiner Teilnahme an der Tanzshow für die Community und die ganze Gesellschaft sendet: Es ist egal, welches Geschlecht man hat. Wenn du tanzen willst, dann tanz! Und wenn zwei Männer miteinander tanzen, dann bewegen sich da in erster Linie zwei Menschen zum Takt der Musik. Man tanzt mit dem Herzen. Und da sollte kein Platz für Engstirnigkeit und verstaubte Ansichten sein.

Nun also darf Rúrik Gíslason den Tanz-Pokal nach Hause tragen, von dem er aktuell übrigens gern ein neues in Deutschland finden würde. Aber ein bisschen ist es, wie Motsi kurz vor der endgültigen Sieger-Verkündung sagte: Am schönsten wäre, wenn alle drei gewinnen könnten. In diesem Sinne: Vielen Dank auch Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für 13. Wochen "Let's Dance"-Begleitung, hier auf ntv.de. Mögen wir alle wieder mit mehr Leichtigkeit durch einen guten Sommer tanzen. Bis zum nächsten Jahr!

Quelle: ntv.de

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