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"Let's Dance"- Halbfinale Gíslason zeigt Tanz für die Ewigkeit

Was für ein hart umkämpftes Halbfinale: Es gibt zwei Einzeltänze und einen "Impro-Dance". Während Rúrik auch seine tollen Schauspielkünste präsentiert, liegen bei Valentina die Nerven blank. Sie zieht das Los eines Tanzes, den sie noch nie getanzt hat!

"Meine Güte! Was Island uns da für eine Granate geschickt hat", lobt Joachim Llambi Rúrik Gíslason nach dessen fantastischen und nahezu elektrisierenden Contemporary, bei dem es "mucksmäuschenstill" ist. Und tatsächlich ist es nicht übertrieben, wenn die Jury sagt, dieser Tanz sei "ein Tanz für die Ewigkeit", ein Tanz, der fesselt und so "grandios" dargeboten wird, dass man fast bedauert, "nur zehn Punkte zur Verfügung zu haben". Was für "eine Symbiose"! Und dann hält er seine Partnerin auch noch mit nur einer Hand, während sie sich in einem Ring in luftiger Höhe bewegen.

Halbfinale bei "Let's Dance": Es sind die letzten Meter kurz vorm Ziel. Die verbliebenen vier Promis müssen neben zwei neuen Einzeltänzen einen Dritten zeigen - und zwar den gefürchteten "Impro Dance Even More Extreme". Es soll deswegen an diesem Abend noch einige Verwirrung geben. Aber zurück zu Rúrik: Der wächst in dieser nunmehr elften Show schlicht über sich hinaus. So zeigt er unter anderem nicht nur einen "bravourösen" Charleston, sondern auch seine tollen Schauspielkünste: Rúrik als besoffener, Charleston tanzender Cowboy. "Herrlich!" Die Jury applaudiert.

Es macht unheimlich Spaß dem ehemaligen Fußballer zuzuschauen, wie er performt und dabei keinerlei Scheu hat, seine komödiantische Seite zu zeigen. "Bravo, ganz großes Kino!" Da ist es auch nur halb so wild, wenn die Grundschritte beim "Impro-Dance" - einer Rumba - "jenseits von Island" und "irgendwo im Meer versunken" sind.

Zu flachfüßig, nicht arrogant genug

Auch Nicolas Puschmann kämpft fürs Finale - ein bisschen "flachfüßig zwar", wie Llambi seinen Jive moniert, dennoch sorgen vor allem seine Kicks für ein "gutes Opening". Und natürlich wissen wir nicht erst seit Llambi, dass nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Der Paso nämlich hat dem Chef am Pult überhaupt nicht gefallen. "Zu wenig Arroganz, zu wenig Stolz", lautet sein Urteil. Doch stolz kann Puschmann alle Male sein. Denn mit seinem Mitwirken an der Show habe er viel zur "Sichtbarkeit der Community" beigetragen. Und obschon unser Herr Llambi wieder sehr viel nörgelt, fallen die Punkte am Ende viel besser aus, als sich das Urteil zuvor anhörte.

Vielleicht kann Puschmann in der letzten Trainingswoche einmal Valentina Pahde über die Schulter schauen. Die hat nicht nur Stolz und Anmut verinnerlicht, sondern - so scheint es zumindest - alle Ausdrucksanforderungen. Jeden Tanz macht sie zu ihrem ganz eigenen, und so tanzt sie erst einen äußerst charmanten, leichtfüßigen Cha-Cha-Cha, um nur wenig später einen so "harten, martialischen" Paso Doble darzubieten, als hätte sie in ihrem ganzen Leben nichts anderes gemacht, als sich auf diesen Moment vorzubereiten. Die Jury findet die "Aggression", mit der die Schauspielerin die Nummer interpretiert, "vorzüglich".

"Können wir nicht den Wiener Walzer tanzen?"

Nichts anderes kann man auch über die Darbietung ihres "Impro-Tanzes" sagen. Denn jetzt kommt's: Pahde lost einen Tanz aus, den sie noch nie zuvor getanzt hat. Verwirrung im Studio, Sorgenfalten auf Valentinas Stirn. Ein Langsamer Walzer? Das muss ein Irrtum sein! "Können wir nicht den Wiener Walzer tanzen?" Aber wie sagte Marc Terenzi einst im "Dschungelcamp": "The regels sind the regels. We must them halten!" Keine Diskussion. Die Tänzer sind verpflichtet, alle zwölf Tänze zumindest einmal geübt zu haben. Dass dies bei Valentin und Valentina nicht geschehen ist, sei quasi ihr eigenes Versäumnis. Und hier nun zeigt sich, wer wirklich ein Tänzer ist und es vermag, pure Improvisation in Begeisterung umzuwandeln. Motsi erhebt sich nach Pahdes Darbietung von ihrem Stuhl. Einen Tanz, den man noch nie getanzt hat, so "gefühlvoll und grandios" aufs Parkett zu zaubern: "Bravo, Valentina!"

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Verabschieden müssen wir uns nach dem Halbfinale von Simon Zachenhuber, und das, obschon er einen tollen Tango zeigte, der sogar sein bester Tanz der Staffel gewesen sei. "Absolut on point", lobte die Jury. Er und seine Partnerin, Patricija Belousova hatten sich sehr gewünscht, ins Finale zu kommen. Aber wenn man ganz ehrlich ist: Manchmal, in den kleinen Momenten vor und nach einem Tanz, hat man gesehen, dass Zachenhuber wusste, wie schwierig die Erfüllung seines Wunsches bei dieser Konkurrenz werden dürfte. Beide nehmen ihr Ausscheiden gelassen und feiern einen souveränen vierten Platz.

Die Finalisten stehen somit fest: Es sind Valentina Pahde, Rúrik Gíslason und Nicolas Puschmann.

Quelle: ntv.de

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