Unterhaltung

Magd Lina in den "Michel"-Filmen Schauspielerin Maud Hansson ist tot

maud.JPG

Als Magd Lina kennen sie ganze Generationen: Maud Hansson.

(Foto: Youtube)

Sie hatte nicht gerade die schmeichelhafteste Rolle in den Filmen über "Michel aus Lönneberga". Trotzdem hat sich Maud Hansson als leicht naive Magd Lina tief ins Gedächtnis gebrannt. Nun ist die schwedische Schauspielerin mit 82 Jahren gestorben.

Mit dem Lausebengel Michel (gespielt von Jan Ohlsson) konnte sie nur wenig anfangen. Schon eher galt ihr Interesse dem sanftmütigen Knecht Alfred (Björn Gustafson). Die Rede ist natürlich von Magd Lina, die zusammen mit der Familie Svensson auf dem Hof Katthult in Lönneberga lebt. Verkörpert hat sie in den legendären Verfilmungen der "Michel"-Romane  von Astrid Lindgren die Schwedin Maud Hansson.

imago0092035856h.jpg

Schon 1957 sah man Hansson in Ingmar Bergmanns Film "Das siebente Siegel".

(Foto: imago images/Prod.DB)

Keine Frage: Es war nicht die dankbarste Rolle für die Schauspielerin. Schließlich kam Lina nicht nur stets leicht schusselig und naiv rüber. Sie wurde auch mehr als nur einmal Opfer von Michels Ungeschicklichkeiten und Streichen. Doch auch oder gerade deswegen kann sich noch heute sicher jeder an die Magd vom Katthult-Hof erinnern.

Als die "Michel"-Filme Anfang der 1970er-Jahre gedreht wurden, war Hansson gerade mal Mitte 30. Nun ist sie im Alter von 82 Jahren gestorben. Das meldet die schwedische Zeitung "Aftonbladet" mit einiger Verspätung. Demnach schied die Schauspielerin bereits am 1. Oktober aus dem Leben.

"Ganz eigene Leuchtkraft"

"Aftonbladet" fing zu dem Verlust die Stimme von Jan Göransson, Pressebeauftragter des schwedischen Filminstituts, ein. Hansson habe eine "ganz eigene Leuchtkraft" gehabt, "die die Filmkamera unbedingt einfangen sollte", ist er voll des Lobes.

Schließlich war die am 5. Dezember 1937 in Stockholm geborene Schauspielerin vor allem in ihrer Heimat Schweden auch für ganz andere Rollen als die der Lina bekannt. So arbeitete sie etwa bei den Filmen "Das siebente Siegel" und "Wilde Erdbeeren" (beide 1957) mit dem legendären Regisseur Ingmar Bergmann zusammen. Auch auf Theaterbühnen trat Hansson immer wieder auf. Nach einem letzten Engagement im Fernsehfilm "Basaren" 1991 zog sie sich jedoch ins Privatleben zurück.

Mehr zum Thema

Mit dem griechisch-russischen Schauspieler Petros Fissoun, den sie schon in den 1960er-Jahren geheiratet hatte, blieb Hansson bis zu dessen Tod 2016 zusammen. Nachdem sie ihr Leben zuvor zwischen Schweden und Griechenland aufgeteilt hatte, soll sie ihre letzten Lebensjahre wieder vollständig in Stockholm verbracht haben.

Hansson ist nicht die erste Hauptdarstellerin aus den Lindgren-Verfilmungen, die bereits verstorben ist. Auch Allan Edwall und Emy Storm, die Michels Eltern Anton und Alma verkörpert hatten, und die deutsche Schauspielerin Carsta Löck, die in der Rolle der Krösa-Maja zu sehen war, weilen nicht mehr unter uns. Doch dank des Lausers aus Lönneberga werden sie vermutlich auch künftige Generationen noch lange in Erinnerung behalten.

Quelle: ntv.de, vpr

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen