Unterhaltung

Regisseur ist sturköpfig Tarantinos Mutter kriegt "keinen Cent"

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Gab als Zwölfjähriger ein Versprechen ab, an dem er heute noch festhält: Quentin Tarantino

(Foto: picture alliance / Vianney Le Caer/Invision/AP)

Viele Menschen träumen davon, einmal viel Geld zu verdienen, um ihren Eltern etwas Gutes tun zu können. Auf Quentin Tarantino trifft das nicht zu - im Gegenteil. Sein altes Versprechen, dass seine Mutter "nie einen Cent von meinem Erfolg sehen" werde, hält er bis heute ein.

Quentin Tarantino zeigt, was es heißt, so richtig nachtragend zu sein: Der Star-Regisseur hat im Podcast "The Moment with Brian Koppelman" verraten, dass er ein Versprechen eingehalten hat, das er sich und seiner Mutter als zwölfjähriger Junge gemacht hat. Damals hatte er sich geschworen, dass Conny Tarantino "nie einen Cent von meinem Erfolg sehen" würde.

Tarantino erzählte in dem Podcast, dass er früher ein "sehr schlechter" Schüler gewesen sei. Als er mit zwölf Jahren angefangen habe, sich Drehbücher auszudenken, habe das Schreiben sehr schnell seine gesamte Schulzeit in Anspruch genommen - sehr zum Ärger seiner Mutter Conny, die es "immer schwer mit meinen schulischen Unfähigkeiten" hatte, so der 58-Jährige.

Irgendwann habe sie mit ihm geschimpft "und mitten in ihrer kleinen Tirade sagte sie: 'Oh, und übrigens, diese kleine 'Schreibkarriere'' - mit Anführungszeichen und allem - 'diese kleine 'Schreibkarriere', die du machst? Dieser Scheiß ist vorbei'", erinnerte sich Tarantino zurück.

"Kein Cadillac für Mommy"

"Als sie das auf diese sarkastische Art zu mir sagte, sagte ich: 'Okay, Lady, wenn ich ein erfolgreicher Drehbuchautor werde, wirst du nie einen Cent von meinem Erfolg sehen'", so der 58-Jährige. "Es wird kein Haus für dich geben. Keinen Urlaub für dich, keinen Elvis-Cadillac für Mommy. Du bekommst nichts. Weil du das gesagt hast." Bis auf einmal, bei dem er ihr aus einem Schlamassel mit der US-Steuerbehörde IRS geholfen habe, habe er dieses Versprechen gehalten.

Auf die Anmerkung des Moderators, er könne seiner Mutter doch "ein verdammtes Haus kaufen", weil dieser Kommentar ihn dazu inspiriert habe, hart zu arbeiten, zeigte sich Tarantino weiter uneinsichtig. "Nein, diese Anführungszeichen!", rief er aus. Es gebe Konsequenzen für die Worte, die man gegenüber seinen Kindern verwende, wenn es um etwas gehe, "was für sie von Bedeutung ist", so der "Kill Bill"-Macher.

Quentin Tarantino gehört zu den erfolgreichsten Regisseuren Hollywoods. Viele seiner Filme schreibt und produziert er selbst. Seinen Debütfilm "Reservoir Dogs" (1992), in dem er ebenfalls mitspielte, lobte das "Empire"-Magazin als den "größten unabhängigen Film aller Zeiten". 1995 erhielt er einen Oscar für das beste Originaldrehbuch für "Pulp Fiction" und 2013 erneut für "Django Unchained" sowie Nominierungen für "Inglorious Basterds" und "Once Upon a Time In Hollywood". Sein Vermögen wird auf circa 120 Millionen Dollar geschätzt.

Quelle: ntv.de, lpe

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