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Schweden winkt ab Trump bietet Kaution für ASAP Rocky an

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Der Rapper ASAP Rocky sitzt in Schweden in U-Haft.

(Foto: Richard Shotwell/Invision/AP)

Für den inhaftierten Rapper ASAP Rocky würde der US-Präsident sogar seine persönliche Geldbörse zücken. Doch bei einem Telefonat mit Schwedens Regierungschef Löfven lernt Trump viel Neues über die schwedische Justiz: Sie ist unabhängig und Kautionszahlungen sind nicht vorgesehen.

US-Präsident Donald Trump will für den in Schweden in Untersuchungshaft sitzenden US-Rapper ASAP Rocky bürgen. Er habe mit Schwedens Regierungschef Stefan Löfven gesprochen und angeboten, "persönlich für Kaution oder eine Alternative zu bürgen", schrieb Trump auf Twitter. Trump hatte zuletzt in den USA mit rassistischen Attacken gegen vier Politikerinnen der Demokraten in der Kritik für Empörung gesorgt.

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ASAP Rocky, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt, war Ende Juni in Stockholm nach einem Konzert in eine Schlägerei verwickelt worden. Der 30-Jährige wurde später wegen des Vorwurfs der Körperverletzung festgenommen. Ein schwedisches Gericht entschied Anfang Juli, dass der Rapper wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft bleiben müsse. Das Amtsgericht in Stockholm verlängerte am Freitag die Untersuchungshaft.

Er habe Löfven versichert, "dass bei ASAP keine Fluchtgefahr besteht", schrieb Trump. Er wolle in der Angelegenheit innerhalb von 48 Stunden erneut mit der schwedischen Regierung in Kontakt treten.

Auftritte in Europatournee abgesagt

Ein schwedischer Regierungssprecher beschrieb das rund 20-minütige Gespräch als "freundlich und respektvoll". Löfven habe dabei betonte, "dass die schwedische Justiz, Staatsanwälte und Gerichte völlig unabhängig sind", fügte er hinzu. Die schwedische Regierung habe weder die Macht noch die Absicht, den Gerichtsprozess zu beeinflussen. Die Möglichkeit, auf Kaution freizukommen, ist im schwedischen Rechtssystem nicht vorgesehen.

Der in New York geborene Mayers musste nach seiner Festnahme mehrere Auftritte seiner derzeitigen Europatournee absagen. Zuvor hatten bereits Prominente versucht, dem Rapper zu helfen. Stars wie Kim Kardashian oder Justin Bieber setzten sich für seine Freilassung ein. Mayers feierte 2011 seinen Durchbruch mit dem Mixtape "Live. Love. ASAP". 2013 folgte das Album "Long. Live. ASAP".

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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