Unterhaltung

Handy mit Alufolie umwickeln? Xavier Naidoo teilt absurden Ratschlag

Sänger Xavier Naidoo fällt seit geraumer Zeit durch die Verbreitung abstruser Theorien zum Thema Corona auf. Nun legt er noch einmal nach. In seinem Telegram-Kanal hat er für die Teilnehmer einer geplanten Anti-Corona-Demo einen ganz speziellen Tipp parat.

Xavier Naidoo ist schon länger nicht mehr nur einer der bekanntesten Sänger, sondern auch einer der bekanntesten Verschwörungstheoretiker Deutschlands. Jetzt hat der Musiker mal wieder einen kuriosen Ratschlag geteilt, den er jenen mit an die Hand gibt, die am 29. August zur Anti-Corona-Demo "Versammlung für die Freiheit" nach Berlin fahren wollen. Er selbst wird dem Event allerdings fern bleiben.

"Handy aus 100 Kilometer vor Berlin und in Alufolie packen, bitte. Von Sendemast zu Sendemast werden Signale gezählt. Damit kann erfasst werden, wie viele Menschen in die Stadt fahren", steht in dem Text eines gewissen "Frank der Reisende", den Naidoo in seinem Telegram-Kanal mit seinen 90.000 Followern teilt. Durch die "Signal-Zählung" sollen die Demonstranten davon abgehalten werden, überhaupt an den Ort des Geschehens zu gelangen. Bei der letzten Demonstration am 1. August sei die A9 "dicht gemacht" worden, heißt es weiter. Somit hätten 500.000 Personen nicht oder nur sehr spät am Protest teilnehmen können. Die Berliner Polizei bestreitet das. Auch habe es keine Staus gegeben. "Handy nur ausschalten reicht nicht! Alufolie ist wichtig! Oder eine gute Blechdose. Vorher testen!", heißt es in dem Text nun außerdem.

Naidoo demonstriert nicht mit

Naidoo macht in dem Kanal Werbung für die Demonstration, für die die Veranstalter ein Video in sechs Sprachen erstellt haben. Jedes einzelne davon hat der 47-Jährige jetzt bei Telegram gepostet. Dazu gibt es noch weitere Clips von Gleichgesinnten, die die Demonstration vom 1. August in Berlin loben. Naidoo selbst war damals nicht dabei und wird es auch am 29. August nicht sein.

Warum, erklärte er bereits in einem Video am 16. August: "Ich kann Berlin einfach nicht diese Wichtigkeit beimessen, dass ich da aufmarschieren soll bei Leuten, die nichts zu melden haben, um für etwas zu demonstrieren, das man uns nicht geben kann, sondern das wir schon haben." Seine Aufgabe habe er in den letzten 20 Jahren eher darin gesehen, Leute aufzuwecken. Schon vor Monaten habe der die Maske "zum Teufel gejagt", trage sie aber "um des Friedens willen" hier und da und um anderen Leuten das Leben leichter zu machen.

Die Pandemie sei nicht sein Kampf, so Naidoo weiter. "Das Wichtige für mich ist das individuelle, nicht das gesteuerte Aufwachen, was wir jetzt gerade erleben. Alles, was wir jetzt erleben, hat irgendjemand schon gewusst. Nur ganz wenige Dinge - wie ein Atilla (Hildmann) - sind vielleicht unberechenbar gewesen." Auch er selbst wolle unberechenbar bleiben und habe sich immer darauf hingearbeitet, für diese Zeit bereit zu sein.

Quelle: ntv.de, nan