Unterhaltung

Wegen Homophobie-Aussagen Zuschauer zeigt Prinz Marcus an

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Marcus Prinz von Anhalt dürfte mit seinem Verhalten seine TV-Karriere beendet haben.

(Foto: imago images/Eventpress)

In der ersten Folge des Sat.1-Realityformats "Promis unter Palmen" äußert sich Kandidat Marcus Prinz von Anhalt in höchstem Maße homophob. Während der Sender zu zögerlich reagiert, reicht es einem Zuschauer. Er hat Anzeige gegen den Kandidaten erstattet.

In der ersten Folge der zweiten "Promis unter Palmen"-Staffel bei Sat.1 schockiert Kandidat Marcus Prinz von Anhalt mit sexistischen und homophoben Aussagen nicht nur seine Mitstreiter, sondern auch die Zuschauer an den TV-Geräten. Zwar wird er noch in derselben Folge aus der Villa gewählt, allerdings nicht aufgrund seiner Äußerungen. Und auch der Sender reagiert viel zu spät und für viele nicht vehement genug. Dafür will jetzt ein Zuschauer durchgreifen und hat Anzeige gegen den Skandal-Prinzen erstattet, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

Der 51-jährige Marketing-Fachmann Thorsten S. aus Halstenbek erklärt laut dem Bericht: "Ich kenne Katy Bähm persönlich über Bekannte. Ich war entsetzt, als ich die Show gesehen habe. Da sind mehrere Straftat-Bestände erfüllt. Das muss die Staatsanwaltschaft prüfen, und ich hoffe, sie macht das in voller Härte." Die Hamburger Staatsanwaltschaft soll darauf bereits reagiert haben, heißt es weiter. Es würden nun "Ermittlungen geprüft", ein Aktenzeichen läge zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht vor.

"Grenze erreicht ..."

"Da ist inzwischen eine Grenze erreicht, die Konsequenzen haben muss", wird Thorsten S. weiter zitiert. Auch auf den verantwortlichen Sender Sat.1 ist er demnach wütend: "So was jetzt auch noch bewusst öffentlich zu zeigen, verharmlost das."

Sat.1. hatte sich am Tag der Ausstrahlung bei Twitter und am Folgetag dann auch auf anderen Kanälen dazu zu Wort gemeldet: "Prinz Marcus von Anhalt hat sich bei 'Promis unter Palmen' inakzeptabel homophob geäußert", hieß es, und weiter: "Wir haben versucht, diese Aussagen im Umfeld und im Anschluss der Sendung einzuordnen. Aber wir müssen feststellen: Diese Einordnung war so nicht ausreichend." Man habe sich deswegen entschlossen, "die Folge online von allen Plattformen zu entfernen". Zudem kündigte der Sender an, nie wieder mit Marcus Prinz von Anhalt arbeiten zu wollen. Auch die zweite Folge, in der es zu einem weiteren Eklat unter den Kandidaten gekommen war, wurde übrigens bereits aus der Mediathek entfernt und soll einer Prüfung unterzogen werden.

Quelle: ntv.de, nan

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