Unterhaltung

Schock bei "Let's Dance" Favoriten fliegen plötzlich aus der Show

Show Nummer 8: Mickie Krause sorgt für Stimmung in der Bude, am Jury-Pult sitzt plötzlich ein "Herr Motsi" und Ilse ist immer noch verletzt - tanzt aber trotzdem. Dann, am Ende, wie immer die Entscheidung: Und die sorgt für ratlose Gesichter.

Moment, haben wir uns vielleicht verhört? Das muss doch ein Fehler sein! Motsi schaut ganz erschrocken, Jorge sieht wie versteinert aus, den Kandidaten klappt die Kinnlade runter. Das hat es so wohl nur ganz selten bei "Let's Dance" gegeben. Ein Paar, das zu den Favoriten dieser Staffel gehört, hat in Show Nummer 8 zu wenig Anrufe und darf nicht weiter tanzen. "Prince Charming" Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov - die beiden, die sich von Woche zu Woche in die Herzen der Zuschauer tanzten und von der Jury Bestnoten erhielten - müssen die Show verlassen. Es ist, man kann das gar nicht anders sagen, ein ziemlicher Schock.

Selbst Llambi kann nicht an sich halten und zeigt sein Unverständnis. Ein bisschen denkt man noch, gleich wird man gekniffen und alles war nur ein Missverständnis. Aber so sind nun mal die Richtlinien. Das Paar mit den wenigsten Anrufen scheidet aus. Dabei hat das Männerpaar auch in der achten Show wieder fabelhaft abgeliefert. "Das war nicht nur gut, das war einfach geil!", lautet etwa das Urteil von Jorge. Auch Nicolas und Vadim steht nach der Entscheidung die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben.

Ilse DeLange, du lieber "holländischer Humpel"

Motto der achten Liveshow unter anderem: Discofox-Marathon. Zuvor beweist Lola Weippert, dass sie "Zugang zu ihren Armen und Beinen hat" und einen sehr leichtfüßigen Charleston aufs Parkett legen kann, während der Paso Doble von Auma Obama der Jury "zu wenig Paso" war. Ilse DeLange ist leider immer noch verletzt und kann deswegen auch nur eingeschränkt tanzen, um den Fuß nicht unnötig zu belasten. Evgeny frotzelt ein bisschen und nennt sie liebevoll: "holländischer Humpel". Die beiden zeigen - soweit das mit Ilses Verletzung eben möglich ist - einen "emotionalen" Contemporary.

Simon Zachenhuber, stets kritisiert für seinen "harten Halsbereich", beweist in dieser Woche, wie toll er seine "Hüfte isolieren kann" und was für eine "schöne Leg-Action" daraus resultiert. Seine Rumba hat viele "gute Momente", und natürlich ist er eine Kämpfernatur und trainiert hart, aber über das obere Mittelfeld ist er bis dato eher nicht hinausgekommen.

Einer, der in dieser Woche ganz oben auf der Liste steht, zumindest was modische Finesse betrifft, ist Moderator Hartwich. Der hat sich mal eben einen von Krauses Fiffis aufgesetzt und moderiert die Show dennoch mit einer solchen Souveränität, dass der Zuschauer bald schon glaubt, er könnte die Frisur durchaus ernst meinen. Und mal ehrlich: "Endlich sieht der Hartwich um den Kopf herum einigermaßen vernünftig aus."

"Herr Motsi" sorgt für Unverständnis

Ein bisschen für Verstimmung sorgt wieder einmal die Jury-Entscheidung für Rúrik Gíslason. Dieser tanzt eine "dynamische und energiegeladene" Samba, aber Llambi hat wieder wie so oft was zu mosern. Selbst Hartwich sieht nicht mehr durch und nennt den Mecker-Onkel ausversehen: "Herr Motsi". So findet "Herr Motsi" beispielsweise Gíslasons Gewicht "zu weit oben". Unverständnis auch beim Publikum: Wie kann Lola vom Chef-Juror mehr Punkte erhalten als der schöne Isländer?

Für Valentinas Tanz gibt es im Grunde kaum noch Worte. Jeden Tanz macht sie zu ihrem. Und wenn sie einen Charleston darbietet, dann ist auch das "ganz großes Kino". Spannend auch ihre Optik. Pahde wirkt mit einem dunklen Pagenschnitt wie ein komplett anderer Typ.

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Im Anschluss steht der Discofox-Marathon auf dem Programm. Kein Geringerer als Mickie Krause singt sieben Ballermann-Songs live im Studio. Die "deutsche Salsa" macht, so scheint es zumindest, den meisten Tanzpaaren jede Menge Gaudi. Lola gewinnt - vor Rúrik. Für viele Zuschauer hat dies nichts mehr mit Objektivität zu tun.

Und dann ist es soweit: Die verletzte Ilse DeLange und Nicolas Puschmann müssen zittern. Das Ergebnis wissen wir. Aber verstehen müssen wir es nicht. Lieber Nicolas, lieber Vadim, Danke für acht wunderbare Shows! Ihr seid eine solche Bereicherung. Nicht nur für Menschen, die das Tanzen lieben.

Quelle: ntv.de

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