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IBES Dschungelshow - Tag 13 Lucas Cordalis lüftet Dschungel-Geheimnis

Überraschung im ersten Halbfinale: Vier Kandidaten kämpfen um den Einzug ins Finale. Doch plötzlich ist der erste Kandidat für das "Dschungelcamp 2022" einer, der kein goldenes Ticket benötigt. Lucas Cordalis tritt in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters.

Man ist - nicht nur - wenn man sich diese Sendung anschaut, komischerweise immer noch überrascht, wie unangenehm Menschen sein können. Dabei meint man, die verschiedenen Typen der Reality-Darsteller inzwischen zu kennen: eine Leise, einer, der aneckt, der Langweiler, der über sich hinauswächst, der Intrigante, die Schrille. Und dann gibt es noch Lydia Kelovitz - eine junge Frau mit angeklebten, weißblonden Haaren, die nahezu pausenlos in die Kamera brüllt und mental so orientierungslos scheint, dass sie nicht merkt, wie drüber ihre Avancen gegenüber Dr. Bob sind.

Das erste Halbfinale steht an: Die Finalisten der ersten Gruppe (Zoe Saip, Lars Tönsfeuerborn, Lydia Kelovitz und Mike Heiter) sitzen geschniegelt und gebügelt im Studio. Es gibt einen Rückblick vom Rückblick, diese Österreicherin brüllt wieder, und Zoe sagt, sie sei stolz auf sich, weil sie über sich "hinausgewachsen" sei.

Irgendwo draußen auf dem Gelände steht die letzte, alles entscheidende Prüfung an, die da heißt: "Durchgedreht". In 14 Meter Höhe werden die Finalisten erst auf einen sich auf einer Drehscheibe fixierten Stuhl gesetzt, durchgedreht und schließlich über eine schmale Plexiglas-Planke geschickt, um dort drei Sterne einzusammeln. Die eigentliche Prüfung verläuft schneller als die Finalisten die Treppen rauf und runter laufen. Jeder liefert ab und alle sind ganz beseelt von ihrer Leistung. Lydia brüllt wieder, weil sie so "voller Energie" ist, die sie "rauslassen" muss. Wenn sie nicht rumspringt wie ein bekiffter Grashüpfer, wirft sie sich wie ein Kleinkind zu Boden und denkt allen Ernstes, derlei unerquickliches Benehmen würde Dr. Bobs Blut in Wallung bringen und die Zuschauer zum Anrufen animieren.

Lucas Cordalis auf den Spuren seines Vaters

Es schleppt sich alles ein bisschen und die Finalisten sind ungefähr so spannend wie eine Wurzelkanalbehandlung. Doch mittendrin, gerade, wenn man meint, nichts zu verpassen, wenn man mal eben auf Balkonien eine rauchen geht, verkündet unser RTL die wirklich wichtigen News ganz nebenbei. Im Studio sitzen Lucas Cordalis und Carlo Thränhardt. Es gibt einen aufwühlenden Rückblick auf die erste Staffel, aus der sein inzwischen verstorbener Vater Costa als König hervorging und Luca, der bis dato aus Respekt einer Einladung nach Australien nicht nachgekommen war, hat seine Meinung geändert. Lucas Cordalis geht ins Dschungelcamp. Er ist somit der erste bestätigte Kandidat für 2022.

Tatsächlich war die erste "Dschungelcamp-Staffel" etwas ganz Besonderes. Niemand wusste, worauf er sich bei diesem Experiment überhaupt einließ, alle waren nervös und aufgeregt, und wenn man Sonjas leuchtende Augen sieht, ist sie da: die Freude aufs richtige Camp, samt Lagerfeuer, Nachtwachen und verwirrten Prüflingen im Weiher. Melancholie kommt auf, wenn man sich die Bilder der allerersten Staffel noch einmal anschaut: wie jung sie waren, wie unbedarft, wie sehr der pure Lebenshunger all ihren Emotionen und Handlungen innewohnte.

Mike, "Larsch" und neue Akzente

Wir sehen einen aufgedreht-fröhlichen Daniel Küblböck - auf einer Kreuzfahrt 2018 verschollen und vermutlich tot. Wir sehen Werner Böhm, besser bekannt als Gottlieb Wendehals, der einst sehr erfolgreich der "Heidi von hinten an die Schulter fasste". Die Polonaise seines Lebens endete im vergangenen Jahr. Und wir sehen einen Costa, der mit seinen damals sechzig Lenzen mindestens zehn Jahre jünger wirkte und voller Tatendrang steckte. Thränhardt erinnert sich noch heute an die "große, innere Ruhe", die der Schlagerstar ausstrahlte.

Die große Reise: Für die einen ist sie vorbei, für die anderen beginnt sie erst. Doch diese neue, nachrückende Generation, die sich Star nennt, weil sie bei Instagram einen blauen Haken hat, ist im Vergleich zur alten Dschungelgarde so blass, wie auch austauschbar. Einzig Djamila Rowe könnte neue Akzente setzen. Oder Bea Fiedler, die es leider nicht ins Halbfinale schaffte.

Die ersten Finalisten für das goldene Ticket sind: Mike Heiter und "Larsch" Tönsfeuerborn. Die beiden Damen hatten leider zu wenig Anrufe. Aber dafür sind sie ja über sich "hinausgewachsen".

"Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow" läuft täglich um 22.15 Uhr bei RTL. Das große Finale findet am 29. Januar statt. Die Sendung gibt es jederzeit auch zum Abruf bei TVNOW. Mehr Informationen zur Show finden Sie zudem bei RTL.de.

Quelle: ntv.de