Ratgeber

Richtig vernetzt So gelingt gutes Teamwork im Homeoffice

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Videochats sind der beste Ersatz für das persönliche Gespräch.

(Foto: imago images/Westend61)

Wegen der Corona-Pandemie arbeiten viele zu Hause. Der Trend wird vermutlich nach der Krise noch anhalten. Mitarbeiter sollten daher wissen, wie sie den Anschluss nicht verlieren und eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen funktionieren kann - auch wenn die am anderen Ende der Welt arbeiten.

Wer längere Zeit von daheim arbeitet, läuft nicht nur Gefahr, den neusten Klatsch und Tratsch im Büro zu verpassen: Auch die Kommunikation über wichtige gemeinsame Arbeitsprojekte sollte reibungslos verlaufen. Das gilt vor allem dann, wenn der Kollege in einer anderen Stadt oder gar im Ausland sitzt.

Führungskräfte sind nicht nur dazu angehalten, ihren Mitarbeitern im Homeoffice eine gute Portion Vertrauen entgegenzubringen, sondern auch darauf zu achten, dass für alle Mitarbeiter einheitliche technische Voraussetzungen und Regeln geschaffen werden. Natürlich sollten auch Arbeitnehmer auf einige Dinge Rücksicht nehmen, damit das Zusammenarbeiten trotz Homeoffice Freude bereitet.

Auf funktionierende Technik achten

Damit die Kommunikation aus dem Homeoffice funktioniert, sind eine einwandfreie Internetverbindung sowie gut funktionierende Konferenz- und Videosoftwareprogramme unabdingbar. Wenn es hier einmal hakt, ist am heimischen Arbeitsplatz nämlich kein Techniker verfügbar. Deswegen sollte man gut vorbeugen, indem man im Vorhinein die Internetverbindung prüft und Chefs gegebenenfalls wichtige Ausstattungsgeräte fürs Homeoffice, wie Headset oder Laptop, ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Tauchen trotzdem technische oder organisatorische Probleme auf, die man alleine nicht lösen kann, sollte man sich von einem Kollegen helfen lassen. Das geht am besten per Telefon oder Fernzugriff über das Internet mit einem entsprechenden Remote-Desktop-Tool.

Viel kommunizieren

Im Büro kann man sich spontan über wichtige Dinge absprechen oder einen kurzen Plausch in der Küche abhalten. Diese Gespräche fallen im Homeoffice natürlich weg. Das kann nicht nur Einsamkeit, sondern auch Missverständnisse zur Folge haben. Deswegen sind regelmäßige Absprachen über Chats, Telefon oder Videokonferenzen beim Arbeiten von zu Hause umso wichtiger. Für den schnellen, kurzen Austausch eignen sich besonders Chatprogramme wie Slack oder Whatsapp. Wenn es besonders dringend ist, sollte immer zum Telefonhörer gegriffen werden. Hier können schnell klare Absprachen getroffen werden. Etwas persönlicher sind Videotelefonate. Hierfür nutzen Firmen heutzutage nicht mehr nur Skype, sondern auch Zoom, Teams oder Starleaf.

Gemeinsame Regeln festlegen

Das Team einigt sich bestenfalls im Vorfeld darüber, welche Programme zu welchen Zwecken und Anlässen verwendet werden sollen. Videokonferenzen ermöglichen beispielsweise einen persönlicheren Austausch als nur per Chat oder Telefon und sollten regelmäßig - etwa einmal pro Tag oder Woche - genutzt werden. Hilfreich für das gesamte Team sind auch festgesetzte Homeoffice-Regeln: Wie lange darf mit der Antwort auf eine Chatmessage oder E-Mail gewartet werden? Sind Einkäufe am Nachmittag erlaubt, wenn die Arbeitszeit abends nachgeholt wird? So kommt es gar nicht erst zu irgendwelchen Missverständnissen, die am Ende noch für gegenseitiges Misstrauen sorgen könnten.

Transparent bleiben

Im Büro ist die Sache einfach: Verlässt ein Mitarbeiter seinen Schreibtisch, sehen das die anderen. Im Homeoffice ist das natürlich nicht der Fall. Das kann schnell zu Fehlannahmen führen. Deswegen sollte man vor dem Verlassen des Schreibtischs mindestens einem Kollegen Bescheid geben. Das gilt natürlich auch, wenn man wieder am Platz ist. Das Chatprogramm Slack bietet weiterhin die Möglichkeit, gleich allen Kollegen mitzuteilen, ob man gerade gestört werden kann oder nicht. Dazu gibt es dort Emojis, die neben dem eigenen Namen (zum Beispiel Spaghetti-Teller für Mittagspause) platziert werden können. Teammitglieder können sich aber auch des "Nicht stören"-Modus' bedienen, der für verschiedene Zeitspannen eingestellt werden kann.

Privates nicht außen vor lassen

Der soziale Austausch mit den Kollegen über privatere Dinge kann beim Arbeiten von daheim trotz vieler Kommunikationstools zu kurz kommen. All jene, die sich etwas abgeschnitten im Homeoffice fühlen, sollten diese dazu nutzen, sich in den Pausen oder nach Feierabend über private Angelegenheiten auszutauschen. Das gemeinsame Mittagessen per Videochat oder das Telefonat beim Spaziergang mit dem Lieblingskollegen mögen zwar anfangs noch etwas ungewöhnlich sein, können aber sehr schnell neue Gewohnheiten werden. Eine Alternative dazu sind auch kostenlose Game-Duelle mit den Kollegen im Internet, die den Arbeitsstress eine Weile lang vergessen lassen.

Da die zufälligen Begegnungen im Flur natürlich ebenso wegfallen, besteht im Homeoffice die Gefahr, neue und alte Kollegen, die man noch nicht so gut kennt, gar nicht erst besser kennenzulernen. Doch auch dafür bieten Startups mittlerweile eine Lösung an. Mit der App "Donut", einer Erweiterung von Slack, werden per Zufallsprinzip zwei Kollegen zusammengewürfelt. Die Ausgewählten haben dann die Chance auf ein gemeinsames virtuelles Mittagessen oder Kaffeetrinken. Manche Firmen gehen sogar noch weiter und bieten ihren Mitarbeiten verschiedene virtuelle Freizeitaktivitäten per Video an. Gemeinsame Yoga- oder Gymnastikübungen sind hier ein Beispiel.

Firmen-Highlights wahrnehmen

Wichtige Ereignisse wie Weihnachtsfeiern oder ein Abschied von einem Mitarbeiter sollten nicht einfach ignoriert werden, nur weil man sich selten persönlich sieht. Mit einer Glückwunschkarte und Blumen zum Geburtstag oder einer persönlichen Teilnahme an wichtigen Events zeigt sich auch der Heimarbeiter kollegial und teamzugehörig. Kann man nicht persönlich bei Firmenfeiern erscheinen, ist die Teilnahme auch per Video unter Umständen eine Alternative.

Quelle: ntv.de, imi

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