Ratgeber

Notbremse und Ausgangssperren Was ist erlaubt und was verboten?

340971a2526ea4d9d209b483206f193f.jpg

Nachts, wenn alles schläft, sollten Sie am besten nicht mehr vor die Tür.

(Foto: dpa)

Lange wurde um die Bundes-Notbremse gerungen. Ab heute ist sie in Kraft und beinhaltet bei entsprechenden Inzidenzen auch Ausgangssperren. Was dies für Beschäftigte, Sportler, Reisende, Raucher und Spaziergänger - mit und ohne Hund - bedeutet, lesen Sie hier.

Seit heute ist die Bundesnotbremse in Kraft. Die greift in Kreisen und Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 in den vergangenen drei Tagen automatisch. Eine der zentralen Maßnahmen sind dann nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

Was ist weiterhin erlaubt?

Auch wenn eine Ausgangsbeschränkung gilt, gibt es Ausnahmen. Diese gelten unter anderem für jene, die beispielsweise nach 22 Uhr noch arbeiten und deshalb nicht pünktlich zu dieser Zeit zu Hause sein können. Ausnahmen werden aber auch für Sporttreibende gemacht. Wer also schnell noch vor dem Schlafengehen eine Runde joggen gehen möchte oder auch nur so eine Runde um den Block gehen möchte, kann dies auch bei einer Ausgangsbeschränkung weiterhin tun. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dies möglichst alleine zu tun. Wer mit mehreren Personen unterwegs ist, sollte dringend darauf achten, genügen Abstand zu halten. Nach 0 Uhr gilt diese Ausnahme zum Spazieren und Sport treiben jedoch nicht mehr. Hundebesitzer sind da besser dran, fürs Gassigehen gelten keine Einschränkungen - sofern Hund und Herrchen nicht mit anderen Personen unterwegs sind.

Was geht sonst noch?

Lieferdienste dürfen nach wie vor ihre Tätigkeit ausüben. Auch nach 22 Uhr. Wer also keine Lust hat, sich noch spät an den Herd zu stellen, kann sich auch weiterhin eine Mahlzeit ins Haus kommen lassen. Der anfallende Verpackungsmüll darf dann auch selbst zur Mülltonne gebracht werden - jederzeit. Das gilt auch für das Rausstellen der Mülltonnen. Eine wichtige Ausnahme sind außerdem medizinische Notfälle. Auch hier darf man selbstverständlich das Haus verlassen, ohne ein Bußgeld befürchten zu müssen. Wer ohne triftigen Grund nach Sperrstunde unterwegs ist, muss hingegen mit einem Bußgeld rechnen - bis zu 25.000 Euro.

Das ist nicht erlaubt

Trotz dieser Ausnahmen gibt es aber strikte Regeln. Was nach 22 Uhr ganz klar verboten ist: Freunde oder Bekannte treffen. Dies gilt ebenso für das Tanken. Auch wenn die Preise in den späteren Abendstunden meist günstiger sind - Tanken ist nach 22 Uhr nur noch für jene erlaubt, die beispielsweise von der Arbeit auf dem Weg nach Hause sind. Verboten ist nach 22 Uhr prinzipiell auch alles, was genauso gut tagsüber erledigt werden kann. Zum Beispiel zum Waschsalon gehen, Zigaretten kaufen oder Lebensmittel besorgen.

Reisende aufgepasst

Mehr zum Thema

Wer eine Reise antreten möchte, sollte dringend darauf achten, zu welcher Zeit man dann unterwegs ist. Sollte das zwischen 22 und 5 Uhr der Fall sein, muss mit Kontrollen und Bußgeldern gerechnet werden. Ausnahmen gelten für Geschäftsreisende und in dringenden Ausnahmen, die aber keine privaten Ausflüge beinhalten, sondern nur für akute Notfälle gedacht sind. Die Polizei kündigte bereits an, ab heute 0 Uhr vermehrte Kontrollen in Bahnen, Flughäfen und in Zügen durchzuführen.

Quelle: ntv.de, awi

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.