Sport

Adler und Red Bull auf der Jagd Wer checkt die Berliner Eisbären vom Thron?

1650144b2e33fe78dec6d97e78283202.jpg

Die Eisbären aus Berlin werden in den Playoffs in die Mangel genommen.

(Foto: IMAGO/Andreas Gora)

Showdown im deutschen Eishockey: Die 28. Saison der DEL geht in die heiße Phase. Heute beginnen die Vor-Play-offs um die 101. deutsche Meisterschaft. Die Eisbären Berlin sind der Topfavorit, aber auch Red Bull München und die Adler Mannheim haben sich in den vergangenen Wochen warmgeschossen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wer wird Meister?
Titelverteidiger Eisbären Berlin ist der Topfavorit, der DEL-Rekordmeister spielte die stärkste Hauptrunde und sicherte sich überlegen Platz eins. Das Team um die herausragenden Nationalspieler Mathias Niederberger und Marcel Noebels ist vielleicht noch besser besetzt als im Vorjahr, die Nachverpflichtung des langjährigen NHL-Stürmers Frans Nielsen und des Erstrunden-Picks Dominik Bokk verstärkten die Mannschaft weiter.

Wer hat außerdem Chancen?

Vizemeister Grizzlys Wolfsburg blieb den Eisbären fast die gesamte Saison auf den Fersen, verspielte am letzten Wochenende aber noch Platz zwei. Ernsthafte Titelkandidaten sind aber auch die beiden Topteams der Vor-Corona-Zeit: Red Bull München und Adler Mannheim, die die fünf Meisterschaften vor der Pandemie gewannen.

Die Bayern mit Rekordtrainer Don Jackson haben sich mit 23 Toren und vier Siegen zum Hauptrundenabschluss für die Play-offs warmgeschossen. Mannheim spielt nach dem Rauswurf des umstrittenen Trainers Pavel Gross wieder so, wie man es angesichts des exquisit besetzten Kaders erwarten darf. Bill Stewart, der an der Bande erneut aushilft, führte die Adler schon 2001 zum Titelgewinn. Nicht zu unterschätzen sind die Straubing Tigers, die nach 2020 zum zweiten Mal unter den Top Vier landeten.

Wer sind die Stars der Play-offs?

Im Blickpunkt stehen die Nationalspieler, die in Peking mit ihrer Olympiamission so früh scheiterten. Die Eisbären setzten auf Torwart Niederberger und den deutschen Topscorer Noebels, München auf die Stürmer Frederik Tiffels, Patrick Hager und Yasin Ehliz, Mannheim unter anderem auf Matthias Plachta und den langjährigen NHL-Verteidiger Korbinian Holzer. Aber auch ein Ex-Nationalspieler rückt noch einmal ins Rampenlicht: Wolfsburgs Kapitän Sebastian Furchner (39) will seine Karriere mit dem Silberpokal beenden.

Wer ist der größte Außenseiter?

Den Kölner Haien drohte vor einem Monat noch das Horrorszenario des Abstiegs. Nach der Generalabrechnung von Trainer Uwe Krupp ("unter aller Sau") erreichte der achtmalige Meister doch noch Platz zehn und damit die Vor-Play-offs - genau 20 Jahre nach dem letzten Titelgewinn. "Die Reise ist noch nicht vorbei", meinte der Coach, doch im Viertelfinale wäre Berlin als Gegner aller Voraussicht nach mindestens eine Nummer zu groß.

Wie laufen die Play-offs ab?

Gespielt wird ab dem Viertelfinale wegen der längeren Saison mit 15 Klubs nicht wie gewohnt nach dem Modus "best of seven", sondern "best of five". Drei Siege sind zum Weiterkommen notwendig. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird so lange in 20-Minuten-Abschnitten verlängert, bis ein Tor fällt. Das längste Play-off-Spiel dauerte 168 Minuten und 16 Sekunden (Köln gegen Mannheim, 5:4 am 22. März 2008). Die letzten beiden Viertelfinalisten werden wie gewohnt im Modus "best of three" in den Vor-Play-offs zwischen den Nürnberg Ice Tigers und der Düsseldorfer EG sowie den Kölner Haien und dem ERC Ingolstadt ermittelt.

Wer überträgt die Play-offs?
ServusTV zeigt bis zu 16 Spiele live im Free-TV. Es beginnt heute (19.30 Uhr) mit dem Duell Nürnberg gegen die DEG. Die Deutsche Telekom überträgt bei MagentaSport per Livestream über TV, PC, Tablet oder Smartphone alle Partien live - für Telekom-Kunden kostenlos, für alle anderen gegen monatliche Gebühren.

Quelle: ntv.de, tno/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen