Formel1

"Kein schneller Aufstieg" Leclerc verliert den Glauben an Ferrari

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Viel Schatten, wenig Licht.

(Foto: HOCH ZWEI/Pool/COLOMBO IMAGES)

In der Konstrukteurs-WM droht Ferrari das schlechteste Ergebnis seit 40 Jahren. Weil die Formel 1 für die kommende Saison kaum Regeln ändert, erwartet Charles Leclerc nur wenig Besserung. Der Noch-Teamkollege von Sebastian Vettel nimmt sich allerdings eine Aufgabe vor.

Charles Leclerc macht sich keine Hoffnung auf große Erfolgserlebnisse mit Ferrari in naher Zukunft. Der Monegasse hat sich damit aber abgefunden. "Es wird keinen schnellen Wiederaufstieg für Ferrari geben", sagte der Formel-1-Pilot in einem Interview der"Welt" in Kooperation mit der italienischen "La Repubblica". Seine Aufgabe liege darin zu helfen, "dass diese schwierige Phase so kurz wie möglich bleibt". In der Jahresmitte hatte auch schon Ferrari-Boss John Elkann davon gesprochen, dass die Scuderia erst 2022 wieder um Siege mitfahren werde.

In der aktuellen Saison sind Leclerc und vor allem sein deutscher Noch-Teamkollege Sebastian Vettel weit von den eigentlichen Ansprüchen des italienischen Traditionsteams entfernt. Leclerc belegt Rang acht, Vettel nur Position 13 im WM-Klassement. In der Konstrukteurswertung ist Ferrari vor der Rennpremiere in Portimão in gut einer Woche Sechster - von zehn Teams. So schlecht war die Scuderia am Saisonende zuletzt vor 40 Jahren.

Zudem muss Ferrari mit gerade einmal 80 Punkten derzeit eher nach hinten als nach vorne blicken - denn während Racing Point (120), McLaren (116) und Renault (114) um den dritten Platz kämpfen, drohen die Roten sogar noch von Alpha Tauri (67) überholt zu werden. Beim Großen Preis der Eifel am vergangenen Wochenende wurde diese Gefahr deutlich. Leclerc kam als bester Ferrari-Pilot zwar als Siebter, allerdings nicht nur von Mercedes und Red Bull geschlagen, sondern auch von den vier vorgenannten Teams.

Keine signifikante Verbesserung dieser Umstände erwartet Leclerc, der am Freitag 23 Jahre alt wurde, von der nächsten Saison, da sich an den Boliden nichts grundlegend ändern wird. "Was die Leistung betrifft, so wird es 2021 schwierig sein, mit diesem Auto Wunder zu vollbringen", sagte er. Die eigentlich für 2021 geplante Regelreform ist aufgrund der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie um ein Jahr nach hinten verschoben worden.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa