Formel1

In Europa dauert es zu lange Nicht nur Ferrari lässt sich in Bahrain impfen

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Die beiden italienischen Teams - Ferrari und Alpha Tauri - haben sich impfen lassen.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Die Formel 1 wolle sich bei der Impfung nicht vordrängeln, hieß es jüngst. Bahrain bietet der Motorsport-Königsklasse an, sich das Vakzin spritzen lassen. Zwei Rennställe lassen sich darauf ein - mit der Begründung, dass die Impfung in Europa schlicht zu lange auf sich warten ließe.

Das Impfangebot aus Bahrain wird von einigen Teams der Formel 1 ausgiebig in Anspruch genommen - trotz der Zurückhaltung der Königsklasse als Unternehmen. "Alle Mitglieder unseres Rennstalls wurden bereits einmal geimpft", sagte Franz Tost, Teamchef von Alpha Tauri mit Sitz im italienischen Faenza: "In Europa wissen wir nicht, wie lange wir warten müssen, deshalb sind wir sehr dankbar für diese Möglichkeit."

Wie die italienische "Gazzetta dello Sport" zudem berichtet, haben auch 90 Prozent der mitreisenden Ferrari-Mitarbeiter die Möglichkeit wahrgenommen, nachdem die italienischen Gesundheitsbehörden keine Bedenken geäußert hatten. Die Scuderia kommentierte den Bericht nicht. Ferrari-Pilot Carlos Sainz hat ebenso wie Sergio Perez (Red Bull) bereits mitgeteilt, dass er das Angebot nutze.

Außer Ferrari und Alpha Tauri haben alle Teams Sitz oder Niederlassung in Großbritannien, offiziell äußerten sie sich zurückhaltend. So bezeichnete etwa Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff das Angebot als "sehr proaktiv. Bahrain will verhindern, dass Menschen, die dort drei Wochen verbringen, sich infizieren. Ich finde es gut, aber es ist eine persönliche Entscheidung und keine, die wir als Team vorgeben."

Britische Teams äußern sich zurückhaltend

Auch Alpine, ehemals Renault, und Sebastian Vettels neuer Rennstall Aston Martin sprachen von einer individuellen Entscheidung jedes einzelnen Mitarbeiters. "Ich habe meine Angestellten nicht gefragt", sagte Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer: "Ich weiß daher nicht, wer sich hat impfen lassen. Ich persönlich bin so alt, dass ich schon in Großbritannien geimpft wurde." Es habe dazu keinen Beschluss vom Team gegeben, es sei Sache jeder und jedes Einzelnen, hieß es.

Auch die Formel-1-Gruppe sitzt in England, als Reisegruppe hatte sie das Angebot des Königreichs Bahrain zuletzt abgelehnt. Ein Sprecher teilte der BBC mit, dass der Sport "keine Pläne" habe, sich als Gruppe impfen zu lassen, "bevor die Impfstoffe im britischen Gesundheitssystem verfügbar sind".

Formel-1-Reisende, die an diesem Wochenende für die Testfahrten ins Land kommen und bis zum ersten Saisonrennen am 28. März bleiben, haben die Möglichkeit, sich nach Ankunft und vor Abreise zweimal mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer impfen zu lassen.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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