Formel1

"Da, um gebrochen zu werden" Schumacher gibt Hamilton den Rekord-Segen

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Mick Schumacher strebt in die Formel 1 - und möchte dort Lewis Hamilton herausfordern.

(Foto: dpa)

14 Jahre ist es her, dass Michael Schumacher seinen 91. und letzten Formel-1-Sieg einfuhr. Diesen vermeintlich ewigen Rekord könnte der phänomenale Lewis Hamilton nun einstellen. Das ist aber gar kein Problem, sagt Mick Schumacher und zitiert seinen Vater.

Lewis Hamilton muss sich keine Sorgen machen, durch seinen 91. Formel-1-Sieg im Hause Schumacher zur Persona non grata zu werden. "Mein Vater hat immer gesagt: Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden", sagte Formel-2-Pilot Mick Schumacher am Rande des Großen Preises von Russland in Sotschi. Mercedes-Pilot Hamilton würde mit einem Erfolg am Sonntag (13.10 Uhr/RTL, Sky und im Liveticker bei ntv.de) den Sieg-Rekord von Michael Schumacher (91) einstellen. Zugleich greift der 35-jährige Brite in diesem Jahr nach seinem siebten WM-Titel, auch in dieser Kategorie würde er mit dem deutschen Motorsport-Helden gleichziehen.

Mick Schumacher, der im Unterbau der Formel 1 nach dem Titel greift und um ein Königsklassen-Cockpit für 2021 kämpft, sieht Hamiltons Rekordjagd gar als Ansporn. "Lewis hatte einen sehr, sehr guten Lauf. Das ist natürlich gut für den Sport", erklärte der Prema-Pilot und fügte an: "Danach wäre es wohl das nächste Ziel für mich, wenn ich den Schritt nach oben mache, zu versuchen, das zu durchbrechen."

Ein bemerkenswert ambitioniertes Ziel, schließlich gilt Hamilton längst als einer der besten Piloten, die in der 70-jährigen Geschichte der Königsklasse je das Gaspedal durchgetreten haben. Seit seinem Debüt für McLaren 2007 gelang es dem Briten, in jeder Saison mindestens ein Rennen zu gewinnen. In der Statistik der Formel 1 sind Hamilton und Schumacher dem Rest weit enteilt, bei den Siegen etwa liegt Sebastian Vettel mit 53 Erfolgen weiter hinter dem Top-Duo auf Rang drei.

Michael Schumacher, der 2006 in China für Ferrari seinen 91. Grand Prix gewann und am Ende jenes Jahres zurücktrat, kehrte 2010 für drei Jahre in die Formel 1 zurück - zu Mercedes. Bei den Silberpfeilen übergab er Anfang 2013 das Cockpit an Hamilton, der seither fünf Weltmeisterschaften und 69 Rennen gewann. Eine persönliche Freundschaft entstand aus dieser Verbindung allerdings nicht, wie der Brite in Sotschi sagte: "Ich hatte nie wirklich eine Beziehung zu ihm", was allerdings nicht despektierlich gemeint ist: "Es war immer nur reine Bewunderung."

Quelle: ntv.de, tsi/sid