Fußball

Von wegen Vorvertrag bei Barça Haaland-Berater schimpft über "Fake News"

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Mit Erling Haaland wird derzeit in Barcelona Politik gemacht.

(Foto: imago images/Matthias Koch)

Zum Jahreswechsel wirbt ein Präsidentschaftskandidat beim krisengeschüttelten FC Barcelona vollmundig für sich: Im Falle eines Wahlsieges werde man Erling Haaland von Borussia Dortmund verpflichten - und zwar umgehend. Der mächtige Berater des Stürmers findet klare Worte zum Wahlkampfgetöse.

Erling Haaland von Borussia Dortmund zum FC Barcelona - laut Haalands Berater Mino Raiola sind das "Fake News. Ich habe bis heute mit keinem einzigen Präsidentschaftskandidaten vom FC Barcelona gesprochen - weder über Erling Haaland noch über irgendeinen anderen von meinen Spielern - und werde das auch nicht tun", sagte Raiola bei Sport1. "Wenn im Januar ein neuer Präsident feststeht, dann kann er mich anrufen."

Josep Maria Minguella soll bei der Wahl von Emili Rousaud Sportdirektor beim spanischen Erstligisten werden und hatte nach Angaben der Sportzeitung "AS" über den 20 Jahre alten Norweger gesagt: "Wir kennen alle Bedingungen, und wenn wir gewinnen, werden wir am nächsten Tag Mino Raiola anrufen und die Bedingungen akzeptieren. Das haben wir ihm schon gesagt." Die Sportzeitung "Marca" schrieb, Minguella habe einen "Vorvertrag" mit Raiola über Haaland.

Nachdem im Herbst der bisherige Präsident Josep Maria Bartomeu seinen Rücktritt erklärt hat, wählt der Großklub am 24. Januar aus sieben Kandidaten einen neuen Vereinschef. Rousaud hat dabei allerdings wohl höchstens Außenseiterchancen. Als Favorit geht Victor Font ins Rennen, auch er hat offenbar einen Haaland-Transfer auf dem Zettel. Mit Versprechungen hält sich der Geschäftsmann aber zurück.

Fonts mutmaßlich größter Konkurrent ist Joan Laporta, der im Dezember mit einer vor allem aus Sicht der Fans gelungenen Kampagne punktete: Der ehemalige Präsident platzierte mitten in Madrid ein riesiges Plakat mit seinem Konterfei - eine Provokation für den Erzrivalen Real Madrid.

"In diesen Dingen bist du der Boss"

Diesen Coup kommentierte sogar Font halb anerkennend: "Joan, in diesen Dingen bist du der Boss. Aber damit gewinnt man nicht die Champions League, baut kein neues Stadion und löst nicht die Schuldenprobleme des Vereins. Aus diesem Grund - um die Projekte zu vergleichen - werden wir uns am 24. Januar sehen." Laporta wollte bereits 2015 auf seinen einstigen Posten zurückkehren, war aber an Bartomeu gescheitert.

Haaland besitzt beim BVB einen Vertrag bis Juni 2024, der aber eine Ausstiegsklausel enthalten soll. Zuletzt betonte der 20-Jährige, dass er sich in Dortmund sehr wohlfühle und mit dem Team noch einiges vorhabe. Die letzten vier Ligaspiele hatte der Norweger aufgrund eines Muskelfaserrisses verpasst. Haaland soll am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen den VfL Wolfsburg sein Comeback geben.

Quelle: ntv.de, ter/dpa