Fußball

Nach Corona-Krach im Februar Hansi Flick und der enge Draht zu Lauterbach

232519397.jpg

Lauterbach ist für Flick ein wichtiger "Berater" geworden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Februar geraten der damalige Bayern-Trainer Hansi Flick und Karl Lauterbach über die Corona-Frage aneinander. Schnell aber bauen sie eine Verbindung zueinander auf. Der heutige Bundestrainer und der SPD-Gesundheitsexperte befinden sich seither in engem Austausch, erzählt Flick.

Der öffentliche Streit ist längst beigelegt, mittlerweile holt sich Bundestrainer Hansi Flick in der Corona-Pandemie sogar Rat von Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. "In der Zeit, in der wir mal kurz aneinandergeraten sind, hat sich schon eine Verbindung zueinander aufgebaut", sagte Flick im ARD-Radio-Interview, "und wenn irgendwas ist, dann frage ich auch mal nach".

Flick hatte im Februar als damaliger Trainer des FC Bayern den SPD-Politiker Lauterbach als "sogenannten Experten" bezeichnet und der Politik pauschal vorgeworfen, sich weniger um die Probleme der Pandemie als um Wählerstimmen zu kümmern. Vorausgegangen war Lauterbachs Kritik an der Bayern-Reise zur Klub-WM nach Katar. Nach einem versöhnlichen Gespräch war der Streit schnell ausgeräumt.

Der Austausch mit Lauterbach hat auch dazu geführt, dass Flick in der Impfung "den einzigen Ausweg aus der Pandemie" sieht. "Er hat mir bestätigt, dass die Impfung eine Sache ist, die man einfach machen muss", sagte der 56-Jährige.

Auf Twitter äußerte sich heute auch der SPD-Politiker. "Nach dem ursprünglichen Streit ist zu Hansi Flick ein sehr guter Kontakt entstanden. Er ist jemand, der nicht nur zuhört, sondern der sich wirklich gewissenhaft um die Gesundheit seines Teams kümmert", schrieb der Gesundheitsexperte: "Eine Top-Einstellung."

In der Nationalmannschaft stehen nicht alle Spieler hinter der Impf-Idee: Deswegen musste ein Quartett um Impf-Skeptiker Joshua Kimmich nach einem positiven Test des doppelt geimpften Niklas Süle in Quarantäne, weshalb es die abschließenden WM-Qualifikationsspiele (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker auf ntv.de) in Wolfsburg gegen Liechtenstein und drei Tage später in Armenien verpasst.

Flick sieht die Frage, ob nur noch geimpfte Spieler in den Kader berufen werden sollten, eher bei den Klubs verortet. "Die Vereine müssen sich auch Gedanken machen, wie sie damit gezielt umgehen", sagte der Bundestrainer und veranschaulichte: "Es ist ein wichtiges zweites Spiel im Achtelfinale der Champions League für einen Verein, und dann fallen am Vortag fünf Spieler weg, weil vier nicht geimpft sind oder vielleicht wegen anderer Dinge."

Quelle: ntv.de, sue/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen