Fußball

"Deiner Größe ein Stück näher" Lewandowskis demütige Ode an "König Gerd"

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Robert Lewandowski trifft und trifft, aber "König Gerd" bleibt auch für den Polen der Größte aller Torjäger.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Dienstag feiert Gerd Müller, Deutschlands größter Torjäger aller Zeiten, seinen 75. Geburtstag. Sein FC Bayern beschert ihm einen würdigen Kantersieg. Danach denken die Stars an den schwer erkrankten Jubilar.

Robert Lewandowski trifft und trifft. Der Pole ist mindestens statistisch auf dem besten Wege, Gerd Müllers einstmals für ewig gehaltenen Rekord von 40 Toren in einer Bundesliga-Saison zu brechen. Zehn Tore hat Lewandowski nach sechs Spieltagen auf dem Konto. In der Champions League traf er am Dienstagabend zweimal gegen Red Bull Salzburg - seine Treffer 69 und 70 in der Königsklasse. Öfter trafen nur die Superstars Raul (71 Tore), Lionel Messi (117) und Cristiano Ronaldo (130). Der König der Torjäger aber, das ist auch für Lewandowski immer noch Gerd Müller, wie dessen legitimer Nachfolger nach dem torreichen Champions-League-Abend emotional verkündete.

"Ich möchte meine Tore der wahren Legende Gerd Müller widmen, er feiert heute seinen 75. Geburtstag", schrieb Lewandowski auf Instagram. "Das, was du erreicht ist, ist für mich der Maßstab, jeden Tag hart dafür zu arbeiten, deiner Größe wenigstens ein bisschen näherzukommen. Bleibe stark, König Gerd!" Der König der Torjäger ist schwer an Demenz erkrankt und lebt in einem Pflegeheim. Müllers Ehefrau hatte zuletzt in der "Bild"-Zeitung vom traurigen Lebensabend des einstigen "Bomber der Nation" berichtet. "Der Gerd schläft seinem Ende entgegen", sagte Uschi Müller. Ihr Mann, berichtete sie, habe "die Augen geschlossen, döst vor sich hin, macht den Mund nur noch selten auf, kriegt pürierte Nahrung. Er ist ruhig und friedlich, muss glaube ich auch nicht leiden. Er schläft langsam hinüber."

Schon zu Beginn der Woche hatte sich Bayern-Trainer Hansi Flick zu einer besonderen Würdigung Müllers aufgeschwungen - und im selben Atemzug seinen Stürmer Lewandowski geehrt: Auf die Frage, wer für ihn der größte Fußballer aller Zeiten sei, schwärmte Flick von Müller. "Für mich in meiner Kindheit war er der geilste Kicker, weil er vorne die Tore gemacht hat mit einer Selbstverständlichkeit, die es aktuell nicht mehr gibt. Na gut, bei Lewy (Anmerk. d. Red.: Robert Lewandowski) gibt es das noch." Aber Müller sei für ihn "das Idol in der Jugend gewesen", sagte Flick.

"Ohne diese Tore, diese Konstanz, diese Schlitzohrigkeit im Strafraum würde es den FC Bayern so vielleicht nicht geben", sagte Namensvetter Thomas Müller in dieser Woche. Er selbst habe den Bomber "leider nie live spielen sehen", schilderte der Bayern-Müller der Gegenwart. Aber er habe trotzdem "sehr viel mitnehmen" können aus der Zusammenarbeit mit Gerd, dem Großen, damals beim FC Bayern II. "Man kann Gerd Müller beim FC Bayern nicht hoch genug heben", findet Thomas Müller.

Quelle: ntv.de, ter

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