Fußball

Fußballer "erinnert sich nicht" Millionenklage gegen Robert Lewandowski

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Robert Lewandowski gewann in der abgelaufenen Saison mit dem FC Bayern München das Triple. Nun gab es schlechte Nachrichten für den Polen.

(Foto: Peter Schatz)

Robert Lewandowski ist einer der besten Fußballer der Welt, verdient unglaublich viel Geld - und hat jetzt doch Ärger am Hals. Ein ehemaliger Geschäftspartner will viele Millionen Euro haben. Der Bayern-Profi hält mit klaren Worten dagegen.

Cezary Kucharski hat einst für Robert Lewandowski viele Millionen Euro eingesammelt, nun will der Ex-Berater des Polen offenbar viele davon zurückhaben: Wie der "Spiegel" berichtet, hat Kucharski am vergangenen Freitag bei der Wirtschaftsabteilung des Bezirksgerichts in Warschau Zivilklage gegen Lewandowskis Vermarktungsfirma RL Management eingereicht. Der Fußball-Star, frisch gebackener Triple-Sieger und einer der besten Stürmer der Welt, soll mehrere Millionen Euro aus dem Firmenvermögen für private Zwecke abgezweigt haben - unrechtmäßig. Kucharski fordert deshalb 39 Millionen Zloty (rund neun Millionen Euro) Schadenersatz von seinem ehemaligen Geschäftspartner.

Lewandowski und seine Frau Anna sollen sich ausgiebig bedient haben, wie nach Angaben des "Spiegel" aus der Klageschrifft hervorgeht: Es ginge "unter anderem um Luxusreisen und teure Inneneinrichtung, die die Lewandowskis vom Firmenkonto beglichen haben sollen."

Würden "in große Schwierigkeiten geraten"

Was das Verfahren für den schwerreichen Fußballprofi, der beim FC Bayern rund 20 Millionen Euro pro Jahr verdienen dürfte, pikant machen könnte: Interne Unterlagen wiesen laut "Spiegel" darauf hin, "dass ein Eurobetrag in siebenstelliger Höhe auf einem Konto der Lewandowskis in Polen gelandet ist, von dem die Steuerbehörden hierzulande womöglich nicht jede Überweisung mitbekommen haben". Der deutsche Steuerberater des Bayern-Profis habe dessen polnischen Anwalt 2017 in internen Mails gewarnt, Robert und Anna Lewandowski würden "in große Schwierigkeiten" geraten, "wenn wir Informationen und/oder Einkommen vor den deutschen Behörden zurückhalten".

Teil der Zivilklage sei auch ein Darlehen in Höhe von 2,5 Millionen Euro, das RL Management Anna Lewandowski Ende 2015 gewährt habe - ohne, dass es zurückgezahlt werden musste. So sei eine Millionensumme aus der Bilanz der Firma verschwunden und auf einem polnischen Konto gelandet, das RL Management auch für Zahlungen an den Eigentümer genutzt habe: Robert Lewandowski eben.

Besagtes Konto existiert. Wie eine Sprecherin des Fußballers dem "Spiegel" aber erklärte, "erinnert sich Robert Lewandowski nicht, dass er Zugang zu diesem Konto gehabt hätte". Weiter versicherte die Lewandowski-Sprecherin, dass das Darlehen an die Frau des Firmeninhabers eine "rechtskonforme Transaktion" gewesen sei - und alle Zahlungen der RL Management an Lewandowski in seiner Steuererklärung "detailliert angegeben" und "vollständig sowohl in Polen als auch in Deutschland ausgewiesen" worden seien.

Für Lewandowski ist die Klage "unbegründet" und die Motive seines einstigen Beraters klar: Kucharski wirft er Verleumdung, Schikane und Erpressung vor. Der 48-Jährige könne sich "einfach nicht mit der Beendigung der Zusammenarbeit abfinden", erklärt Lewandowskis Sprecherin. Die Klage selbst habe den Fußballprofi bisher noch nicht erreicht. Kucharski hatte Lewandowski über zehn Jahre lang geschäftlich beraten, 2017 trennten sich beide.

Quelle: ntv.de, ter