Fußball

Erinnerungen an Robben Rummenigge hat Mitleid mit Leroy Sané

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Leroy Sané wirkt bei den Bayern auch nach über einer Saison wie ein Fremdkörper.

(Foto: imago images/Passion2Press)

Beim Spiel gegen den 1. FC Köln erreicht Leroy Sané den nächsten Tiefpunkt seiner bisherigen Bayern-Karriere. Der Nationalspieler wird von eigenen Fans ausgepfiffen, seine Auswechslung von Teilen der Zuschauer mit Applaus bedacht. Ex-Bayern-Boss Rummenigge erinnert das an Arjen Robben.

Der frühere Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge fühlt sich bei den Pfiffen gegen Fußball-Nationalspieler Leroy Sané beim Bundesligaspiel der Münchner gegen den 1. FC Köln an einst ablehnende Fan-Reaktionen gegen Arjen Robben erinnert. Das Fan-Verhalten gegen den zur Pause nach einer schwachen Leistung ausgewechselten Sané habe ihm "nicht gefallen", sagte Rummenigge bei Bild TV.

"Ich habe Mitleid mit ihm", sagte Rummenigge: "Er bemüht sich, hat aber kein Selbstvertrauen. Er hat keine gute EM gespielt. Mit seiner Ablöse und Gehalt kommt die Kritik der Fans langsam hoch..."

Rummenigge fühlte sich am Sonntag "im Stadion an das Jahr 2012 erinnert". Robben fiel damals bei einem Teil der Fans in Ungnade, nachdem er im verlorenen Champions-League-Finale daheim gegen den FC Chelsea einen Elfmeter verschossen hatte. Zuvor hatte er bereits in der Bundesliga im Topspiel gegen den späteren Meister Borussia Dortmund einen wichtigen Elfmeter vergeben. In einem Versöhnungsspiel zwischen den Bayern und der niederländischen Nationalmannschaft wurde Robben danach in der Allianz Arena von Bayern-Anhängern ausgepfiffen.

Robben kämpfte sich zurück

Der "todtraurige" Robben sei damals fast so weit gewesen, um seine Freigabe zu bitten, berichtete Rummenigge, der bis vor Kurzem Vorstandschef des FC Bayern war. Der Verein hielt zu Robben, der ein Jahr später die Münchner in London zum Champions-League-Triumph im Finale gegen Borussia Dortmund schoss. Fortan war der bis 2019 für Bayern spielende Robben ein Liebling der Münchner Fans.

Sané, der 2020 für rund 50 Millionen Euro von Manchester City zu den Bayern gewechselt war, trägt genau wie Robben das Trikot mit der Nummer 10. Auch Trainer Julian Nagelsmann erwartet von dem ehemaligen Gelsenkirchener eine Reaktion. "Demotiviert jetzt zu spielen, würde ja keinen Sinn machen", sagte der Übungsleiter. "Dann würden die Pfiffe jetzt nicht weniger werden."

Sané kämpft bereits seit seiner Zeit bei Manchester City gegen das Image eines "teilnahmslosen" oder "apathisch wirkenden" Fußballers an. Ähnlich wie der ehemalige Nationalspieler Mesut Özil wird der Bayern-Spieler immer wieder für seine Körpersprache kritisiert. Im Vorfeld der WM 2018 strich ihn der damalige Bundestrainer Joachim Löw aus dem Kader. Ex-Nationalspieler Toni Kroos sagte, er habe bei Sané "von der Körpersprache her manchmal das Gefühl, gewinnen oder verlieren ist nicht so schlimm". Zudem zog sich der Flügelspieler im August 2019 - und somit kurz vor seinem zuerst geplanten Wechsel zu den Bayern - einen Kreuzbandriss zu. Der FC Bayern wartete dann doch noch mit einem Transfer.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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