Fußball

Wilde Gerüchte um Max Eberl Salihamidžić reagiert auf Aus beim FC Bayern

Hasan Salihamidzic muss den FC Bayern verlassen - und bedauert das.

Hasan Salihamidzic muss den FC Bayern verlassen - und bedauert das.

(Foto: dpa)

Kaum hat der FC Bayern seine schlimme Saison doch noch zu einem guten Ende gebracht, da platzt die Nachricht herein, dass sich der Klub von Klubboss Oliver Kahn und seinem Sportvorstand Hasan Salihamidžić trennt. Der Bosnier ist traurig und verabschiedet sich emotional.

Hasan Salihamidžić hat sein Aus als Sportvorstand beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München mit Bedauern aufgenommen. "Es gab ein Gespräch mit dem Aufsichtsrat, ich hätte natürlich gerne weitergemacht, aber akzeptiere das", sagte Salihamidžić, nachdem sich der FC Bayern durch ein 2:1 (1:0) beim 1. FC Köln die elfte Meisterschaft nacheinander gesichert hatte.

Mit Salihamidžić muss Vorstandschef Oliver Kahn gehen. Dies hatte der mächtige Aufsichtsrat bereits am Freitag beschlossen. Trainer Thomas Tuchel war informiert, die Mannschaft nicht. Die Spieler sollten sich auf die Titeljagd konzentrieren, um Borussia Dortmund doch noch abzufangen.

"Emotional keine einfache Situation"

"Ich habe es den Jungs gesagt: Ich bin einfach stolz auf diese Mannschaft, die Qualität, Charakter, Stärke, Willensstärke hat", betonte Salihamidžić: "Es ist für mich emotional keine einfache Situation. Trotzdem wünsche ich allen viel Glück, viel Erfolg." Er wolle sich "bei der Mannschaft ganz herzlich bedanken für die wunderbare Reise, die wir zusammen gemacht haben. Sechs Meistertitel in sechs Jahren - eine gute Zahl. Der FC Bayern steht über allem." Er wolle ein "Freund des FC Bayern bleiben".

Zudem bedankte sich Salihamidžić bei Ex-Trainer Julian Nagelsmann, dessen Aus er und Kahn nach dem 1:2 der Bayern bei Bayer Leverkusen am 25. Spieltag entschieden hatten. "Auch ihm gratuliere ich, das gehört sich so. Es ist auch wichtig für ihn, zu wissen, dass wir ihn sehr schätzen, dass er ein richtig guter Trainer ist", sagte Salihamidžić. Er wollte Nagelsmann einen "Gruß" schicken, "er ist ein guter Kerl".

"Das war der schlimmste Tag meines Lebens"

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Weniger ausgleichende Worte fand derweil Kahn. Ihm wurde laut eigener Aussage "untersagt", beim letzten Saisonspiel dabei zu sein. "Ich bin unheimlich stolz auf euch und diese Leistung! Ich würde gerne mit euch mitfeiern", twitterte der als Vorstandschef der Münchner geschasste 53-Jährige am Samstag zur Meisterschaft an das Team. "Aber leider kann ich heute nicht bei euch sein, weil es mir vom Klub untersagt wurde. Ich freue mich auf die nächste Saison. Da werden wir nicht nur zum 12. Mal deutscher Meister werden! Lasst euch feiern!" Später kritisierte Kahn den Verein nochmals dafür, ihn von der Meisterfeier ausgeschlossen zu haben. "Das war der schlimmste Tag meines Lebens, es mir zu nehmen, mit den Jungs zu feiern", sagte er Sky 90.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll RB Leipzigs Sportvorstand Max Eberl nun ein Kandidat für die Nachfolge von Salihamidžić sein. Sky berichtete am Samstag, es habe bereits vergangene Woche ein Gespräch zwischen den Klub-Verantwortlichen und Eberl gegeben. Auch die "Bild"-Zeitung meldete, Eberl sei ein Thema in München. Der 49-Jährige hatte erst im Dezember sein Amt in Leipzig angetreten, nachdem er im Januar 2022 bei Borussia Mönchengladbach zurückgetreten war und dies mit seiner eigenen Erschöpfung begründet hatte. Eberl galt bereits in der Vergangenheit als Kandidat beim FC Bayern.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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