Fußball

Keine Lust aufzusteigen? Uwe Seeler zerlegt die Fußballer des HSV

Uwe Seeler schaut in die Runde. Foto: Axel Heimken/dpa

Er sorgt sich um den HSV: Uwe Seeler.

(Foto: Axel Heimken/dpa)

Dritter Anlauf, dritte Klatsche: Der Hamburger SV bleibt weiter in der 2. Fußball-Bundesliga. Uwe Seeler, die Legende des Klubs, trifft das hart. Er findet deutliche Worte für die Mannschaft und zweifelt immer mehr daran, ob es mit der Rückkehr ins Oberhaus noch mal klappt.

Vereinslegende Uwe Seeler ist nach dem erneut verpassten Bundesliga-Aufstieg des Hamburger SV hart mit den Profis ins Gericht gegangen. "Die Mannschaft macht den Eindruck, dass sie überhaupt keine Lust hat, aufzusteigen", sagte der 84-Jährige der "Bild"-Zeitung. Die jüngste 2:3-Niederlage beim Abstiegskandidaten VfL Osnabrück sei die Krönung der Enttäuschung gewesen: "Ich konnte einfach nicht mehr hinschauen. Wissen die Spieler eigentlich nicht, was sie den Fans und dem Verein antun?"

Der HSV geht nun in seine vierte Saison in der 2. Liga. "Ich bin tief enttäuscht, ärgere mich sehr - ich hatte gehofft, dass es diesmal wirklich klappt. Für mich ist die Bundesliga ohne den HSV echt sch....", sagte Seeler, der immer mehr am Aufstieg zweifelt. "Das Geld, das man in die Mannschaft stecken kann, wird von Jahr zu Jahr weniger. Die Konkurrenz im Kampf um den Aufstieg durch namhafte Absteiger immer größer. Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, die Rückkehr zu schaffen", sagte Seeler, der als Kind 1946 beim HSV begann und dort 1972 seine aktive Karriere auch beendete.

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Zuvor war bereits Ex-Coach Thomas Doll hart mit den Fußballern ins Gericht gegangen. "Der HSV hatte nicht die Qualität, eine Mannschaft spielerisch auseinanderzunehmen, und er hatte nicht die Qualität, es mit Wucht in den Zweikämpfen zu schaffen, sich gegen Kiel oder Fürth zu behaupten. Da geht keiner hin, wo es wehtut", sagte der 55-Jährige der "Sport Bild".

Besonders der Auftritt beim 2:3 gegen den VfL Osnabrück am vergangenen Sonntag, bei dem der einst so stolze Verein seine letzte theoretische Chance auf das Erreichen der Relegation verspielte, tat dem ehemaligen Nationalspieler weh. "Dass die Spieler in so einem Spiel, in dem sie wissen, dass es um alles geht, nicht ihre Leistung abrufen, sagt alles über die Mannschaft aus. Die Qualität reicht nicht."

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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