Fußball

"Hatten es nicht verdient" Knallhartes HSV-Urteil von Horst Hrubesch

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Da hilft auch ein Horst Hrubesch nicht.

(Foto: dpa)

Erneut wird es nichts mit dem Wiederaufstieg des Hamburger SV. Der Fußballklub muss eine vierte Saison in der 2. Liga spielen - weil es gegen den Abstiegskandidaten VfL Osnabrück nicht reicht. Interimstrainer Horst Hrubesch findet dafür sehr eindeutige Worte.

Horst Hrubesch klatschte seine Spieler ab, legte tröstend seinen Arm um einige von ihnen und machte dann vor dem TV-Mikrofon seiner Enttäuschung Luft. "Natürlich tut es weh. Aber eins müssen wir ganz klar sagen: Wir hatten es auch nicht verdient", sagte Hamburgs Fußball-Legende bei Sky. Der Hamburger SV hat seine Aufstiegschancen verspielt und wird auch in der kommenden Saison zweitklassig bleiben. Die Mannschaft von Interimstrainer Hrubesch unterlag dem VfL Osnabrück in einem packenden Spiel mit 2:3 (1:1).

"Das reicht so nicht", sagte Hrubesch. "Wir machen Türen auf und kriegen Gegentore, wo du dich wirklich hinterfragen musst", ergänzte er und stellte fest: "Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir dieses Spiel so wollten, wie es sein muss." Das Urteil des Sportvorstands war nicht ganz so hart. "Die Enttäuschung ist groß. Wir haben uns natürlich viel mehr vorgenommen", sagte Jonas Boldt. "Es war ein bisschen sinnbildlich für die ganze Saison." Der 39-Jährige kündigte direkt an: "Wir werden definitiv Luft holen und einen neuen Anlauf nehmen."

Duell auf Augenhöhe gegen Abstiegskandidaten

Christian Santos (34. Minute), Maurice Multhaup (61.) und Marc Heider (84.) erzielten die Tore für die Gastgeber an der Bremer Brücke. Robin Meißner (37.) und Tim Leibold (82.) glichen zwischenzeitlich für den HSV aus. Die Rothosen liegen vor dem 34. Spieltag nun auf Rang fünf der Tabelle und haben sechs Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsrang.

Vor dem Stadion hatten sich einige Fans der Gastgeber versammelt und peitschten ihre Mannschaft gut hörbar nach vorne. Die Osnabrücker nahmen den Kampf an und hielten gegen den Favoriten gut mit. Die erste richtig gute Torchance hatte allerdings der HSV: Top-Torjäger Simon Terodde scheiterte aus kurzer Distanz jedoch an Osnabrücks Torwart Philipp Kühn (23.).

In einer ausgeglichenen Partie sorgte Santos dann zunächst per Kopf für die Führung der Gastgeber, ehe Meißner nur drei Minuten später mit einem Flachschuss ausglich. Kurz darauf streifte ein Versuch des HSV-Torschützen den Pfosten (40.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Osnabrück machte jedoch mehr aus seinen Chancen. Multhaup verwertete einen schnellen Gegenangriff zum 2:1. Auf der anderen Seite war Kühn mit starken Paraden bei mehreren HSV-Chancen zur Stelle. Und dennoch gelang Leibold in der Schlussphase das 2:2. Die Hamburger wollten anschließend auf Sieg spielen, Heider machte das Vorhaben mit dem letzten Treffer des Nachmittags jedoch zunichte. "Wir haben gegen die Mannschaften von unten zu viele Punkte liegen lassen", stellte Boldt am bitteren Ende trefflich fest.

Quelle: ntv.de, Thomas Eßer, dpa

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