Technik

Kurz und knackig Die Technik-Tipps der Woche

In den Technik-Tipps der Woche stellt n-tv.de kurz und knackig Produkte vor, die es ausprobiert und für gut befunden hat. Diesmal gibt's einen flotten WLAN-Hotspot mit vielen Anschlüssen, Ohrhörer, die wie Airpods aussehen, aber keine sind und ein Portemonnaie, das lieber kein Geld einsteckt.

Ekster Parliament

Die Ekster-Wallets sind Brieftaschen, die auf die Aufbewahrung von Karten spezialisiert sind. Dazu gehört nicht nur, dass sie genügend Stauraum für Plastikgeld, Versicherungskarte, Personalausweis et cetera haben. Die Karten stecken in einer Aluminium-Box, wodurch verhindert wird, dass Unbefugte heimlich per RFID oder NFC auf die Chips der Karten zugreifen. Das ist zum Beispiel bei Kreditkarten möglich, die man an der Kasse zum Bezahlen an das Lesegerät halten kann.

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Das Ekster Parliament ist aus hochwertigen Leder gefertigt.

(Foto: Ekster)

Im Test kam ein Ekster Parliament zum Einsatz, das aus feinem, aber robustem Leder gefertigt ist und rund 80 Euro kostet. Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig und man darf davon ausgehen, dass die Brieftasche auch noch lange nach dem Testzeitraum von zwei Wochen hält. Der Aluminium-Behälter des Parliament schluckt bis zu sechs Karten. Dazu gibt es noch zwei innenliegende Taschen und ein Fach auf der Außenseite für weitere Karten, die nicht geschützt werden müssen.

Um an die gesicherten Karten zu kommen, drückt man links unten auf einen Knopf, der sie dann aufgefächert auswirft. Das klappt prima. Die Karten fallen nicht heraus, sondern bleiben an ihrem Platz. Sind alle sechs Plätze belegt, ist es allerdings etwas fummelig, die mittleren Karten herauszunehmen.

Bargeld ist bei den Ekster-Wallets nicht wirklich vorgesehen, man kann aber einige Geldscheine unter ein straff sitzendes Band schieben, das sie sicher festhält. Wenn man damit bezahlt, muss man das Wechselgeld woanders unterbringen, dafür gibt's in der Brieftasche keinen Platz.

Tracker hilft bei Suche

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Weil ein Wallet kleiner als eine normale Geldbörse ist, verliert man sie vielleicht auch leichter.

(Foto: Ekster)

In das äußere Fach des Wallets passt eine optionale Tracker-Karte, über die man die Brieftasche wiederfinden kann, wenn sie verloren geht. Dazu installiert man auf dem Smartphone eine App und meldet sich beim Chipolo-Dienst an. Gewährt man den permanenten Standort-Zugriff, kann die App bei einem Verlust des Wallet anzeigen, wo man es zuletzt noch gehabt hat. Ist man in der Nähe des Wallet, kann man den Tracker klingeln lassen. Umgekehrt kann man auch sein Smartphone auf diese Weise finden. Schick: Der Tracker wird über Solarzellen geladen.

Eine Alarm-Funktion, bei der der Tracker Radau macht, wenn er sich außerhalb der Reichweite befindet, gibt es leider nicht. Theoretisch kann ein Ekster-Wallet auch gefunden werden, wenn ein anderes Smartphone mit Chipolo-App in der Nähe ist, aber darauf sollte man sich nicht verlassen, die Verbreitung ist dafür zu gering.

Das hochwertig verarbeitete Ekster Wallet ist sein Geld wert, wenn man auf Bares verzichten möchte. Die Brieftasche sieht gut aus, bewahrt Karten sicher auf und schützt zuverlässig vor Nahfeld-Spionage. Der zusätzliche Tracker für 30 Euro ist für schusselige Menschen zwar eine Hilfe, wäre aber mit Alarm-Funktion erst richtig nützlich.

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Devolo Access Point One

Der neue Devolo Access Point One ist für knapp 100 Euro ein leistungsfähiger WLAN-Zugriffspunkt, der in speziellen Fällen die bessere, günstigere und einfachere Lösung als Powerline-Systeme oder Repeater darstellt. Im Prinzip kann man sagen, er ist immer dann genau das richtige Gerät, wenn ein LAN-Anschluss erreichbar ist.

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Der Devolo Access Point One hat das gleiche Gehäuse wie die Devolo Bridge.

(Foto: Devolo)

Das kann schon der Fall sein, wenn der Router selbst nur ein sehr schwaches WLAN hat und/oder an seinem Platz bei der Anschlussdose einfach nicht ungestört funken kann. Vielleicht gibt es eine funktionsfähige LAN-Buchse in der Wand, die nur noch auf einen Access Point wartet oder in einer Steckdose steckt ein Powerline-Adapter ohne WLAN. Manchmal bietet es sich auch einfach an, ein Kabel ins nächste Zimmer zu ziehen, wo das Netz gespannt werden soll.

Hat der Devolo LAN-Anschluss, kann er alleine eine mittelgroße Wohnung versorgen. Er funkt mit zwei Antennen im 2,4-Gigahertz-Band, wo er Datenraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erreicht. Im 5-Gigahertz-Band kommt er auf bis zu 1733 Mbit/s. Dazu gibt es fünf LAN-Anschlüsse, von denen einer Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Mbit/s zulässt, bei den anderen vier ist spätestens bei 100 Mbit/s Schluss.

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So könnte ein Einsatzszenario des Access Point One aussehen.

(Foto: Devolo)

Die größte Schwäche des Devolo Access Point ist seine sehr knapp gehaltene Kurzanleitung, die bis auf eine Tabelle weitgehend auf Bildersprache beruht. Das ist unproblematisch, so lange man das Gerät ein Netz mit eigenem Namen aufspannen lässt, denn dazu genügt es tatsächlich, es mit der Steckdose und dem Router zu verbinden. Möchte man allerdings die SSID (Name) des bestehenden Netzwerks übernehmen, (Wifi Clone) erfährt man in den Bildern nur, dass es funktioniert, aber nicht wie. Dafür muss man die Tabelle mit den Tasten- und LED-Funktionen studieren, wo man erfährt, dass man die WLAN-Taste länger als drei Sekunden drücken muss - mehr aber auch nicht. Eine ausführlichere Anleitung gibt's im Internet ebenfalls nicht.

Volle Leistung nur mit eigener SSID

Nutzt man die Wifi-Clone-Funktion für die SSID-Übernahme, steht nur noch das 2,4-Gigahertz-Band zur Verfügung. Über die Desktop-App "Cockpit" kommt man auf die Konfigurationsseite des Access Point One, wo man sieht, dass das Gerät möglicherweise dabei in den Bridge-Modus wechselt, der ebenfalls nur das 2,4-Gigahertz-Band nutzt. Wer die volle Leistung möchte, nutzt den Access Point daher am besten mit eigener SSID. Hier kam das Gerät im Test auf kurze Distanz mit einem Google Pixel 4 auf Übertragungsraten von bis zu 600 Mbit/s, was sehr gut ist. In fast 20 Meter Entfernung wurden immer noch rund 50 Mbit/s durch drei Rigips-Wände hindurch erreicht, was immer noch für 4K-Streaming ausreicht. Das kann sich sehen lassen.

Ein echter Mesh-Ersatz ist der Devolo Access Point One nicht, da er als Wifi Clone kein 5-Gigahertz-Band bietet. Wenn man ihm seine eigene SSID lässt, ist er für 100 Euro eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, einen leistungsfähigen WLAN-Zugriffspunkt mit immerhin fünf LAN-Anschlüssen einzurichten.

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Huawei Freebuds 3

Die Freebuds 3 sind im Prinzip so etwas wie bessere Airpods 2 von Huawei. Sie sehen der zweiten Generation von Apples kabellosen Ohrhörern nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sie haben auch klanglich viele Gemeinsamkeiten. Das liegt vor allem daran, dass sie keine In-Ears mit abdichtenden Buds sind, sondern mehr oder weniger lose ins Ohr gehängt werden. Damit sind sie sehr komfortabel zu tragen und weil sie sehr leicht sind, spürt man sie kaum. Sie sitzen trotzdem sicher, auch beim Laufen.

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Die Huawei Freebuds 3 sehen ohne ihr Case den Apple Airpods 2 sehr ähnlich.

(Foto: Huawei)

Der Nachteil dieses Designs ist, dass die Bässe nicht so stark sein können, wie bei In-Ears. Huawei hat aber herausgeholt, was herauszuholen ist, die Freebuds 3 haben durchaus ordentliche Bässe. Ihre Stärken liegen allerdings eindeutig bei den Mitten und vor allem den glasklaren Höhen. Insgesamt erzeugen die Ohrhörer einen sehr transparenten und fein definierten Klang, weswegen man ihnen die etwas dünneren Bässe verzeihen mag. Beim Telefonieren machen die Freebuds 3 eine sehr gute Figur, auch Windgeräusche stören Gespräche nicht.

Obwohl die Freebuds 3 mit 180 Euro wesentlich günstiger als die Airpods Pro sind, haben sie ebenfalls eine aktive Geräuschunterdrückung an Bord. Sie ist bemerkbar, beseitigt beispielsweise das Lüfterrauschen eines heftig arbeitenden Notebooks. Viel mehr darf man sich aber nicht erwarten. Außerdem muss man die Wirkung manuell anpassen, um das Optimum zu erreichen, was im Alltag einfach zu mühsam ist.

Perfekte Huawei-Harmonie

Ähnlich umständlich ist der Einsatz mit Smartphones, die nicht von Huawei stammen. Andere Androiden benötigen eine App, mit iPhone klappt's, aber da ist die Lösung aus dem eigenen Haus eindeutig besser. Ein perfektes Team bilden die Freebuds 3 mit den jüngsten Huawei-Geräten mit EMUI-10-Software. Wie bei Apples Vorbild finden sich Smartphone und Ohrhörer hier quasi von alleine und harmonieren perfekt.

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Die Transport-Box kann induktiv geladen werden.

(Foto: Huawei)

Apple-like ist auch die Steuerung über die berührungsempfindlichen Außenseiten. Mehr als die Wiedergabe starten und pausieren oder Songs überspringen geht nicht. Wahlweise kann man auch einen Assi aufrufen oder die Geräuschunterdrückung ein- und ausschalten. Immerhin: Kompliziert ist die Steuerung so nicht.

Die Laufzeit ist mit rund vier Stunden okay, andere Hersteller erreichen aber sechs und mehr Stunden. Im Akku der runden Ladebox stecken Reserven für weitere 20 Stunden. Über USB-C sind Case und Freebuds 3 schnell geladen. Man kann die Box auch induktiv auftanken, dann dauert es aber deutlich länger.

Die Freebuds 3 sind gute kabellose Ohrhörer. Sie sind sehr bequem, klingen ansprechend und bieten ein bisschen Rauschunterdrückung. Für 180 Euro sind sie vor allem für Besitzer eines der jüngsten Huawei-Smartphones eine interessante Alternative.

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Quelle: ntv.de