Technik

Viel Neues im Betriebssystem Google stellt farbenfrohes Android 12 vor

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Die Farben der Benutzeroberfläche passen sich unter Android 12 automatisch einem gewählten Hintergrund an.

(Foto: Google)

Zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz I/O präsentiert Google Android 12. Das neue Betriebssystem bringt viele Neuerungen auf Smartphones. Vor allem optisch tut sich einiges, weitere Schwerpunkte des Updates sind künstliche Intelligenz, Sicherheit und Privatsphäre.

Auf der Welt gibt es inzwischen 3 Milliarden Android-Geräte. Die wenigsten davon werden das Update auf Android 12 erhalten, da normalerweise spätestens nach vier Jahren das Betriebssystem nicht mehr aktualisiert wird. Trotzdem ist es für viele Millionen Nutzer spannend, welche Änderungen Google heute zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz I/O für Android 12 angekündigt hat.

Farben und Animationen passen sich an

Während man bei vergangenen Updates nicht gleich sehen konnte, dass man ein neues Betriebssystem auf dem Smartphone hat, geht Android 12 optisch in die Offensive. Mit "Color Extraction" passt das System die Farben automatisch einem vom Nutzer ausgesuchten Hintergrund an.

Mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) ermittelt es, welche Farben dominant und komplementär sind oder einfach ins Gesamtbild passen. Diese Farben werden dann über das gesamte Betriebssystem verteilt verwendet, beispielsweise in der Benachrichtigungsleiste, dem Sperrbildschirm, der Lautstärkeregelung oder neuen Widgets.

Zu den deutlich sichtbaren optischen Änderungen gehören auch fließende Animationen und Bewegungen, die sich an die unterschiedlichen Aktionen der Nutzer anpassen. Als Beispiel nennt Google Benachrichtigungen. Wischt man sie vom Bildschirm, wird die Uhrzeit größer dargestellt. Damit soll angezeigt werden, dass man jetzt wieder auf dem neuesten Stand ist.

Hübscher, aber auch ausdauernder

Die Schnelleinstellungen erinnern jetzt stark an das Kontrollzentrum auf iPhones. Das heißt, sie sind zwar immer noch funktionell, aber auch hübscher - oder wie Google es nennt: spielerischer.

Google hat Android 12 außerdem entschlackt, was den flüssigen Gesamteindruck erhöhen soll. Dazu gehören vereinfachte Interaktionen und vor allem etliche Anpassungen unter der Haube, wodurch der Akku deutlich länger durchhalten soll.

Neues Privatsphäre-Dashboard

Neben den Designänderungen wartet Android 12 auch mit verbesserten Privatsphäre- und Sicherheitsfunktionen auf. Das neue Privatsphäre-Dashboard bietet einen Überblick über Berechtigungseinstellungen und darauf, auf welche Daten wie oft und von welchen Apps zugegriffen wird. App-Berechtigungen kann man direkt vom Dashboard aus deaktivieren.

Auch das erinnert etwas an iOS: Oben rechts in der Statusleiste zeigt Android 12 an, wenn Apps auf Mikrofon oder Kamera zugreifen. In den Schnelleinstellungen kann man beides mit einem Fingertipp deaktivieren.

Bei der Standortfreigabe können Nutzer jetzt entscheiden, einer App nur Zugriff auf den ungefähren Standort zu gestatten, wenn sie genauere Daten nicht benötigt. Das trifft beispielsweise auf Wetter-Apps zu.

Verbesserte KI wahrt Datenschutz

Google hat auf der I/O auch viele Verbesserungen seiner KI-Anwendungen präsentiert. Unter anderem hat das Unternehmen mit Lamda ein neues Sprachmodell vorgestellt, mit dem gespenstisch "natürliche" Dialoge geführt werden können. Als Beispiel dienten Gespräche mit einem Papierflieger oder dem Zwergplaneten Pluto, die so ihre Eigenschaften und Besonderheiten erklärten.

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Die Fortschritte bei der KI sollen auch Android 12 zugutekommen, wobei Google die daraus resultierenden Herausforderungen an den Datenschutz löst, indem es den "Android Private Compute Core" einführt. Das heißt, viele KI-Prozesse laufen auf dem Smartphone und nicht in der Cloud. Dazu gehören die gesamte Audio- und Sprachverarbeitung oder Live Caption, Now Playing und Smart Reply.

Android 12 steht als Beta vorerst für Googles Pixel-Smartphones zum Ausprobieren bereit, weitere Geräte sollen in den kommenden Monaten hinzukommen. Das fertige Betriebssystem wird mit der neuen Pixel-Generation im Spätsommer oder Herbst erwartet.

Quelle: ntv.de

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