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Miese Abzocke auf Facebook Vorsicht, gefälschte n-tv Beiträge!

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So sieht die gefälschte Facebook-Seite zum angeblichen Anschlag auf den Berliner Flughafen aus.

(Foto: Mimikama)

Betrüger geben sich auf Facebook als n-tv aus und posten gefälschte Statusbeiträge. Die Gangster locken mit sensationslüsternen Videos. Nutzer, die sie ansehen möchten, werden unter Umständen schnell zur Kasse gebeten.

Immer wieder locken Kriminelle auf Facebook Nutzer mit gefälschten Sensationsmeldungen in die Falle. Um glaubwürdig zu sein, verwenden die Gangster dabei gerne bekannte Namen als Tarnung. Kürzlich missbrauchten Unbekannte auch n-tv, um Nutzern das Geld mit einer perfiden Falschmeldung aus der Tasche zu ziehen. Und es ist nicht auszuschließen, dass sie es erneut tun. Die Betrüger haben in der Woche vor Ostern im Namen des Nachrichtensenders Beiträge zu einem angeblichen Terroranschlag auf den Berliner Flughafen gepostet. Um die Sensationslust der Nutzer zu wecken, haben sie es mit einem blutigen Foto versehen, das bei einer anderen Tragödie aufgenommen wurde.

Abgerechnet wird per Handyrechnung

Wer auf den Link zur angeblichen Meldung klickte oder versuchte, das vermeintliche Video zu starten, sei aber sofort auf eine Pornoseite umgeleitet worden, berichtet der gemeinnützoge Verein "Mimikama". Smartphone-Nutzer hätten bereits nach wenigen Sekunden eine SMS erhalten, in der ihnen mitgeteilt wurde, dass sie ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen haben.

Die Kriminellen nutzten dafür aus, dass bei vielen Mobilfunkanbietern die Option voreingestellt ist, kostenpflichtige Dienste mit der Handyrechnung abzurechnen. Sogenannte Drittanbietersperren schützen vor ungewollten Verträgen. Wie man sie einrichtet und was man tun kann, wenn man schon in die Falle getappt ist, steht im n-tv.de-Artikel "Was tun bei teurer Abo-Abzocke?".

Daten als Gewinnspieleinsatz

Nutzer, die den angeblichen n-tv Beitrag über den Anschlag in Berlin auf Facebook am PC anklickten, landeten auf einer gefälschten Facebook-Seite, wo der angebliche n-tv Beitrag samt Kommentaren zu sehen war. Klickten sie auf den Play-Button des Videos, landeten sie auf einer Gewinnspielseite, wo sie zur Teilnahme ihre Daten eingeben sollten. Am 23. März war dies ein Oster-Gewinnspiel, bei dem angeblich ein iPhone 7 zu gewinnen war. Einsendeschluss: 31.12.2016. In einer Einverständniserklärung sollten Nutzer dann auch noch akzeptieren, dass sie Werbepost erhalten. Wollte er dann auch noch auswählen, von wem, wurde er zu einem weiteren Gewinnspiel umgeleitet, wo ein iPad als Preis lockte - er musste nur anklicken, ob Bill Gates oder Steve Jobs das iPad erfunden hat ...

Erst prüfen, dann klicken

Solche Fallen tauchen immer wieder bei Facebook auf. Sie würden immer zuerst mit Fake-Betrüger-Accounts getestet, schreibt "Mimikama". Danach veröffentlichten die Betrüger die Posts in diversen Facebook-Gruppen.

Misstrauen ist der beste Schutz gegen solche Fallen. Spektakuläre Videos, Meldungen oder Fotos, "die du unbedingt anschauen musst" sollten immer die Alarmglocken läuten lassen. Im Zweifel hilft ein Blick auf die Original-Quelle. Und wer wirklich keine wichtige News verpassen will, kann sich einer der Apps von n-tv.de installieren oder n-tv auf Facebook folgen.

Quelle: n-tv.de, kwe

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