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Meeresspiegel steigt Antarktis-Gletscher schmilzt unaufhaltsam

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Der Pine-Island-Gletscher ist der am schnellsten fließende Gletscher der Antarktis. Im Juli 2013 löste sich aus dem Gletscher eine riesige Fläche Schelfeis.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Pine-Island-Gletscher ist der am stärksten kalbende Gletscher der Westantarktis. Seit Beginn des Jahrtausends ist er rund zehn Kilometer kürzer geworden - und er schrumpft immer schneller. Das hat Folgen von globalem Ausmaß.

Sein Schmelzen ist unaufhaltsam und die Folgen für das Ansteigen der Weltmeere können enorm sein: Der Pine-Island-Gletscher in der Antarktis wird einer jetzt veröffentlichten Studie zufolge immer kleiner. Internationale Wissenschaftler von der Universität Grenoble erwarten, dass der schrumpfende Gletscher das Meeresniveau in zwanzig Jahren um bis zu einen Zentimeter ansteigen lassen könne. Die "Abnahme" des Gletschers sei "irreversibel".

Der Gletscher befindet sich im Westen der Antarktis. Seit Beginn des Jahrtausends sei er rund zehn Kilometer kürzer geworden, schreiben die Forscher vom Institut für Gletscherforschung und Geophysik. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich die Schmelze beschleunigt. Im Durchschnitt seien in den Jahren von 1992 bis 2011 pro Jahr 20 Milliarden Tonnen Eis geschmolzen. Insgesamt habe die westliche Antarktis-Eisdecke dadurch bis heute rund 20 Prozent abgenommen.

Es müsse damit gerechnet werden, dass der jährliche Verlust auf bis zu 100 Milliarden Tonnen anwachse, heißt es in der Studie. Die Menge entspreche den Berechnungen zufolge einem durchschnittlichen Anstieg der Meeresspiegel um je 3,5 bis 10 Millimeter in den kommenden 20 Jahren.

Seit 1993 steigt der Meeresspiegel - in erster Linie durch die globale Erwärmung - jährlich um durchschnittlich 3,2 Millimeter. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts hat der Meeresspiegel insgesamt um etwa 17 Zentimeter zugelegt. Bis zum Jahr 2100 könnten es noch bis zu zwei Meter mehr sein - so das Ergebnis neuerer Forschungen.

Quelle: n-tv.de, asc/AFP

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