Freitag, 22. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Freitag, der 22. Mai 2020

Während hierzulande die Zahl der neugemeldeten Corona-Infektionen seit Wochen konstant niedrig bleibt, geht es woanders erst richtig los: Südamerika - vor allem Brasilien - ist zu einem neuen Epizentrum der Pandemie geworden. Ein beschleunigtes Infektionsgeschehen gibt es auch in Afrika. In den USA sind mittlerweile fast 100.000 Menschen an Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Wie das Coronavirus die Welt erobert, lesen Sie hier.

Was war heute wichtig:

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende! Tschüs!

21:59 Uhr

"Yéké yéké"-Sänger Mory Kanté gestorben

Der mit seinem Erfolgshit "Yéké yéké" international bekanntgewordene westafrikanische Sänger Mory Kanté ist tot.

Kanté starb im Alter von 70 Jahren in einem Krankenhaus in seinem Heimatland Guinea.

Der Musiker hatte seine ersten musikalischen Erfolge mit der Rail Band of Bamako und war früh schon von seinem berühmten Musiker-Kollegen Salif Kéita inspiriert worden. Kanté ging Anfang der 1980er Jahre nach Frankreich und feierte dort bei Auftritten erste Erfolge. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1988 mit seinem Ohrwurm "Yéké yéké", der die Klänge seiner Heimat weltweit bekannt machte.

21:23 Uhr

AfD-Vize teilt gegen Merkels "Seuchen-Politbüro" aus

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AfD-Vize Brandner vergleicht die Corona-Politik der Bundesregierung mit einer Geiselnahme.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der stellvertretende AfD-Chef Stephan Brandner hat der Bundesregierung zahlreiche Verfassungsbrüche vorgeworfen und sie indirekt mit Geiselnehmern verglichen.

  • Die Corona-Beschränkungen würden unter anderem gegen das Recht auf freie Entfaltung und das Demonstrationsrecht verstoßen, sagte Brandner auf einer AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau.
  • Die Runde der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin, in der Bund und Länder ihr Vorgehen in der Krise koordinieren, bezeichnete er als "Seuchen-Politbüro".
  • Die Reaktionen der Menschen auf die Corona-Politik verglich Brandner mit dem sogenannten Stockholm-Syndrom, einem psychologischen Phänomen, bei dem Geiseln im Verlauf einer Geiselnahme Sympathie für die Geiselnehmer entwickeln. "Dieses Syndrom scheint in Deutschland vorzuherrschen", sagte der Bundestagsabgeordnete mit Blick auf die hohen Zustimmungswerte zur Corona-Politik. Die Deutschen würden der Kanzlerin die Einschränkung der Grundrechte mit steigenden Umfragewerten danken.
20:39 Uhr

Langjähriger Butler des Weißen Hauses stirbt an Covid-19

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Wilson Jerman diente elf US-Präsidenten.

(Foto: Wikipedia/Tina Hager)

Die Familien früherer US-Präsidenten trauern um einen langjährigen Butler, der im Weißen Haus in verschiedenen Funktionen elf Staatschefs gedient hatte. Wilson Roosevelt Jerman starb im Alter von 91 Jahren nach einer Covid-19-Erkrankung, wie die frühere First Lady Hillary Clinton über Twitter erklärte. Jerman habe im Lauf seiner Karriere dafür gesorgt, dass sich "Generationen der Präsidentenfamilien zuhause fühlten, darunter auch unsere", schrieb Clinton.

Der Afroamerikaner Jerman arbeitete US-Medienberichten zufolge von 1957 bis 2012 im Weißen Haus, zuletzt als Aufzugfahrer für den damaligen US-Präsidenten Barack Obama.

Der Zeitung "Washington Post" zufolge war Jerman bereits am 16. Mai gestorben.

20:12 Uhr

Die Videos des Tages

19:34 Uhr

City-Schlagzeuger Klaus Selmke gestorben

Klaus Selmke, Schlagzeuger der Berliner Band City, ist tot. Er sei am Freitag in einem Berliner Krankenhaus gestorben, berichtete "Bild". Die Internetseite von City - die Band zählte zu den erfolgreichsten Rockgruppen in der DDR und ist noch immer aktiv - ist derzeit komplett schwarz. Auf der Facebookseite steht mit weißer Schrift auf schwarzem Untergrund: "Klaus Selmke - 21.4.1950 - 22.5.2020." Selmke hatte City vor 48 Jahren mit gegründet.

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18:51 Uhr

Mann soll Ur-Oma ermordet haben - um EC-Karte zu stehlen

Ende Februar fand die Polizei in Oldenburg eine 88-Jährige tot in ihrer Wohnung. Kurze Zeit später geriet der 20-jährige Urenkel in den Fokus der Fahnder. Die Polizei nahm den Mann fest, seit Anfang März sitzt er in Untersuchungshaft.

Heute hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes gegen den Urenkel der Frau erhoben. Die Ermittler werfen dem 20-Jährigen vor, seine wehrlose Urgroßmutter unter massiver Gewaltanwendung getötet zu haben. Laut Anklage wollte der junge Mann ihre Kontokarte stehlen, um damit Geld abzuheben.

Den Ermittlungen zufolge soll der 20-Jährige die Seniorin unter anderem mit seinem Ellenbogen heftig gegen den Kopf gestoßen haben, sodass die Frau ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt.

18:03 Uhr

Sohn ersticht Vater während Videochat

Im US-Bundesstaat New York bringt ein 33-Jähriger seinen Vater während eines Videochats um. Einige der 20 Chat-Teilnehmenden bemerken, dass der 72-Jährige plötzlich vom Bildschirm verschwindet und rufen die Polizei. Als die am Tatort eintrifft, flüchtet der Täter durchs Fenster.

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17:19 Uhr
17:17 Uhr

Athen: Türkische Sicherheitskräfte besetzen griechische Insel

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Laut Athen hat die Türkei eine griechische Insel im Grenzfluss Evros besetzt.

(Foto: picture alliance / Socrates Balt)

Türkische Sicherheitskräfte haben griechischen Informationen zufolge seit zwei Tagen eine kleine Insel im Grenzfluss Evros besetzt, die Griechenland gehört.

  • Athen habe bereits Kontakt zu Ankara aufgenommen, um den Zwischenfall zu klären, hieß es aus Kreisen des Außenministeriums in Athen.
  • Aus der Türkei gab es zunächst keine Informationen.
  • Zudem war es in den vergangenen Tagen wiederholt zu Überflügen türkischer Kampfbomber über große bewohnte griechische Inseln wie Lesbos und Chios sowie Limnos gekommen. "Wir haben bereits die Nato informiert", sagte dazu der griechische Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos im Staatsfernsehen.
  • Die Türkei und Griechenland streiten sich seit Jahrzehnten über Hoheitsrechte in der Ägäis, die Zypernfrage und zuletzt auch um den Umfang der ausschließlichen Wirtschaftszone im Mittelmeer südlich der griechischen Insel Kreta.
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16:41 Uhr

Trump trägt heimlich Schutzmaske

Offiziell weigert sich US-Präsident Donald Trump vehement, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Jetzt überführen ihn jedoch heimlich aufgenommene Fotos aus Michigan.

Unter anderem die "Daily Mail" verbreitete Aufnahmen von Trump, die ihn bei der Führung durch ein Ford-Werk in Michigan zeigen. Dabei trägt er eine dunkelblaue Maske mit dem offiziellen POTUS-Logo inklusive Wappen des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, wie im Übrigen sein gesamter Stab. Den Berichten zufolge habe Trump den Schutz allerdings kurz vor dem Pressetermin wieder abgenommen.

16:06 Uhr

USA kritisieren Chinas Hongkong-Gesetz scharf

Die US-Regierung hat die von China geplante Anordnung restriktiver Sicherheitsgesetze für Hongkong als "Todesstoß" für die weitgehende Autonomie der Millionenmetropole bezeichnet.

Die USA verurteilten das geplante "einseitige und willkürliche" Verhängen solcher Gesetze, erklärte US-Außenminister Mike Pompeo. Die USA forderten China auf, die "verheerenden Vorschläge" nochmals zu überdenken und sich anstatt dessen an die internationalen Vereinbarungen zu Hongkongs Sonderstatus zu halten, der Autonomie, Bürgerrechte und demokratische Institutionen garantiere, hieß es.

Pompeo warnte, das Verhängen der restriktiven Sicherheitsgesetze werde auch Einfluss darauf haben, ob die USA Hongkong weiterhin einen Sonderstatus gewährten. Falls die USA Hongkong künftig schlicht als Teil Chinas behandeln sollten, könnten sich daraus erhebliche Nachteile für die Unternehmen und Bürger der Metropole ergeben.

15:30 Uhr

Belgiens Kronprinzessin Elisabeth geht zur Militärakademie

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Die 18-jährige Kronprinzessin zieht zurück nach Belgien.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vom Elite-College zur Militärschule: Belgiens Kronprinzessin Elisabeth besucht ab Ende August die Königliche Militärakademie (RMA) in Brüssel und tritt damit in die Fußstapfen ihres Vaters König Philippe. Die 18-jährige Herzogin von Brabant wird nach ihrem Schulabschluss am Atlantic College in Wales vom 31. August an Kurse in Sozial- und Militärwissenschaften an der RMA besuchen, wie der Palast auf Twitter mitteilte. "Danke an die Lehrer und Klassenkameraden für zwei schöne Jahre am Atlantic College", hieß es in dem Tweet.

15:21 Uhr

Erzieherin soll Kita-Kind getötet haben

In einer Kita im nordrhein-westfälischen Viersen soll ein dreijähriges Mädchen von einer Erzieherin getötet worden sein. Die 25-Jährige sei festgenommen worden und befinde sich wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach mit.

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14:58 Uhr

80-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Ein 80-Jähriger hat sich auf der Autobahn 7 in Niedersachsen eine rund 60 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert.

  • Augenzeugen alarmierten die Beamten wegen einem in Schlangenlinien fahrenden Auto. Als die Polizisten den Wagen an einem Parkplatz bei Hildesheim anhalten wollten, gab der Mann jedoch einfach Gas.
  • Über mehrere Kilometer fuhr er sehr aggressiv weiter und versuchte sogar die Streifenwagen abzudrängen. Erst hinter Hannover konnte der Mann mit einer kurzzeitigen Sperrung der Straße zum Anhalten gezwungen werden.
  • Der 80-Jährige wirkte verwirrt und orientierungslos und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.
14:39 Uhr

Khashoggis Mörder entgehen wohl der Todesstrafe

Rund anderthalb Jahre nach der Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi haben dessen Söhne erklärt, dass sie den Mördern "verzeihen". Anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan erklärte Kashoggis Sohn Salah auf Twitter: "In dieser heiligen Nacht dieses gesegneten Monats (...) verkünden wir, die Söhne des Märtyrers Jamal Kashoggi, dass wir denjenigen, die unseren Vater getötet haben, vergeben und verzeihen." Analysten zufolge entgehen die Täter dadurch der Todesstrafe.

  • Die Stellungnahme der Söhne habe zur Folge, "dass die Mörder der Todesstrafe entgehen werden", erklärte der saudi-arabische Autor und Analyst Ali Schihabi, der der Regierung in Riad nahesteht. Schließlich sei es nach islamischem Recht das Vorrecht der Opferangehörigen, den Tätern zu verzeihen.
  • Auch der Analyst Nabil Nowairah erklärte, die Initiative der Söhne bedeute de facto, dass "die Mörder nicht hingerichtet werden".
  • Die saudi-arabischen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Folgen der Erklärung von Kashoggis Söhnen.
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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Ina Bullwinkel verabschiedet sich ins Wochenende, ich übernehme jetzt den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:57 Uhr

Mysteriöser Ton hält Anwohner tagelang wach

Ein mysteriöser Piepton in der Nähe eines Bahnhofs in Baden-Württemberg hat Anwohner nächtelang um den Schlaf gebracht - nun hat die Polizei das Rätsel gelöst. Anwohner hätten geklagt, dass zu später Stunde immer wieder ein durchdringender Piepton zu hören sei und alle wach halte, teilte die Polizei mit. Beamte suchten mehrmals ohne Erfolg nach der Ursache.

Am Donnerstagabend schließlich klärten sie den Fall auf: Der Ton stammte von einem Vogel auf einem Baum auf einem Firmengelände nahe Endingen. Um welche Vogelart es sich handelte, war unklar. Denn die Sichtverhältnisse seien in der Nacht zu schlecht gewesen, hieß es von der Polizei. Sollten Anwohner nun bei den Beamten anrufen, würden sie über den Verursacher aufgeklärt.

13:34 Uhr

Mit Stahlrohren bedroht: Rechtsextreme attackieren Polizisten

Polizisten sind bei einem Einsatz am Vatertag in Sachsen von Rechtsextremen attackiert und bedroht worden. Wegen einer Ruhestörung seien Beamte nach Polizeiangaben zu einer Feier nach Königstein in der Sächsischen Schweiz ausgerückt. Dort seien sie unvermittelt von 20 bis 25 Menschen attackiert worden.

Die Gäste sollen mit Gläsern und anderen Gegenständen geworfen haben. Zudem seien die Beamten unter "Sieg Heil"-Rufen mit Holzlatten und Stahlrohren bedroht worden, hieß es. Auch ein Polizeiauto soll beschädigt worden sein. Letztlich seien rund 120 Beamte im Einsatz gewesen. 30 Menschen seien vorläufig festgenommen worden. Mehrere von ihnen seien bereits wegen rechtsmotivierter Straftaten bekannt.

13:13 Uhr

Mehr als hundert Opfer: Flugzeug in Pakistan abgestürzt

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(Foto: TWITTER/SHAHABNAFEES via REUTERS)

Über der pakistanischen Metropole Karachi ist ein Linienflugzeug mit offenbar mehr als hundert Menschen an Bord abgestürzt. Wie die Luftfahrtbehörde des Landes mitteilte, waren nach ersten Erkenntnissen 99 Passagiere und acht Crew-Mitglieder in der Maschine der Pakistan International Airlines. Fernsehbilder zeigten Flugzeugtrümmer in einem Wohngebiet, über dem eine schwarze Rauchwolke aufstieg.

*Datenschutz

 

12:54 Uhr

Betrunkener erschießt in der Ukraine sieben Angler

In der Zentralukraine hat ein Mann im Streit mindestens sieben Menschen mit einem Jagdgewehr erschossen. Der stark angetrunkene Mann sei nach Mitternacht auf eine Gruppe Angler losgegangen, teilte die Polizei des Gebietes Schytomyr mit. Bei dem Verdächtigen handelt es sich demnach um einen Teichpächter, bei dem die Gruppe übernachtete. Der Mann habe zuvor mit einem Teil der Gruppe gefeiert, habe dann sein Gewehr geholt und die Männer getötet, hieß es. Schließlich habe er auch die nebenan schlafenden Begleiter erschossen.

Einer der acht Angler aus der 80 Kilometer nordöstlich gelegenen Hauptstadt Kiew habe fliehen und die Polizei verständigen können. Die genauen Hintergründe der Tat sind bisher nicht bekannt. Dem 1962 geborenen mutmaßlichen Täter droht lebenslange Haft.

12:41 Uhr

Nach Zyklon: Indiens Premier kündigt Millionenhilfen an

Nach dem heftigen Wirbelsturm "Amphan" mit mindestens 95 Toten hat Indiens Premier Narendra Modi Hilfen in Höhe von 10 Milliarden Rupien (rund 120 Millionen Euro) angekündigt. Das Geld solle dem besonders betroffenen nordostindischen Bundesstaat Westbengalen mit Hauptstadt Kolkata zugutekommen, sagte der Politiker nach einer Besichtigung der Schäden aus der Luft.

Sturm "Amphan" war laut dem indischen meteorologischen Dienst einer der stärksten der vergangenen 20 Jahre.

12:08 Uhr

Rentner verliert Ehefrau nach Wanderung - Polizei hilft

Er wollte nur das Auto holen, doch dann fand er sie nicht mehr: Nach einer Wanderung hat die Polizei einem 81-Jährigen bei der Suche nach seiner gleichaltrigen Frau helfen müssen. Die erschöpfte Seniorin war bei einer gemeinsamen Tour am Himmelfahrtstag auf einem Hof in dem Ort Hassel nördlich von Hannover aufgenommen und versorgt worden, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Der Rentner holte sein Auto von einem Waldgasthaus, um sie abzuholen, doch fand er den Hof nicht wieder. Nach mehreren Stunden gab er die Suche am Abend auf und ging zur Polizei in Hoya. Den Beamten konnte er im Streifenwagen die Wanderstrecke noch so gut beschreiben, dass der Hof nach weiteren anderthalb Stunden gefunden und das Ehepaar aus Bremen wiedervereinigt wurde. Von Hoya fuhren die beiden dann mit dem eigenen Wagen nach Hause.

11:58 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:42 Uhr

Unfall auf Baustelle: Spitzhacke durchschlägt Autodach

Beim Autofahren lauern die meisten Gefahren ja auf der Straße - laufende Kinder, rasende Radfahrer, Drängler. In Köln hat ein 61-Jähriger mit Ärger aus der Luft zu tun gehabt. Eine herabfallende Spitzhacke durchschlug sein Autodach, als der ahnungslose Fahrer gerade an einer roten Ampel wartete. Der Mann kam nach Angaben der Polizei mit dem Schrecken davon.

Eine Spitze des schweren Werkzeuges durchbohrte das Autodach auf der unbesetzten Beifahrerseite. Nach ersten Erkenntnissen war ein Bauarbeiter auf einem Baugerüst gestolpert und hatte dabei die Spitzhacke aus den Händen fallen lassen. Sie schlug demnach zunächst auf dem Vordach der Baustellenabsicherung auf und fiel von dort auf das Fahrzeug. Die Polizisten schalteten zu dem Unfall die Bauaufsicht ein.

11:26 Uhr

Studie: In der Krise zahlen die Deutschen am liebsten digital

Alleine die Vorstellung, Gegenstände in der Öffentlichkeit anzufassen, bereitet einigen Menschen momentan nervöse Zuckungen. Die Mehrheit bezahlt deshalb in der Krise am liebsten kontaktlos. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Drei Viertel der Befragten gaben an, lieber mit einer Karte, einem Smartphone oder einer Smartwatch zu bezahlen. Zugleich wünschen sich sieben von zehn Befragten (71 Prozent) mehr Möglichkeiten, um kontaktlos bezahlen zu können. Zuletzt hatte auch die Bundesbank mitgeteilt, dass wegen der Corona-Krise immer mehr Menschen in Deutschland ihre Einkäufe kontaktlos bezahlten.

  • "Es gibt kaum ein Verhaltensmuster, das durch Corona ähnlich stark verändert wurde, wie das Bezahlen an der Kasse", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. "Das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder Smartphone ist nicht nur hygienisch, es geht auch schnell und ist sicher. Alle Händler, Restaurants und Cafés sollten ihren Kunden das kontaktlose Bezahlen ermöglichen."
  • Der Trend hin zum kontaktlosen Bezahlen betrifft nicht nur junge Leute, sondern wird quer durch alle Generationen gefordert. So unterstützen 76 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, 72 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 75 Prozent der 50- bis 64-Jährigen eine entsprechende Ausweitung. Auch unter den Menschen ab 65 Jahren wünscht sich eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent mehr kontaktlose Bezahlmöglichkeiten.
10:57 Uhr

Syrien verhängt Reiseverbot für superreichen Assad-Cousin

Nach der Beschlagnahmung seines Vermögens hat ein syrisches Gericht auch eine Ausreisesperre gegen den Milliardär und Assad-Cousin Rami Machluf verhängt. Der am Donnerstagabend bekannt gewordene Gerichtsbeschluss besagt, dass Machluf das Land vorübergehend nicht verlassen darf, bis das Verfahren gegen ihn abgeschlossen sei und die geforderten Beträge beglichen seien. Die Telekommunikationsbehörde verlangt von dem Mobilfunkanbieter, Syriatel, dessen Haupteigner Machluf ist, die Zahlung von umgerechnet mehr als 120 Millionen Euro.

Am Dienstag war bereits das Vermögen Machlufs vorübergehend beschlagnahmt worden. Der berühmt-berüchtigte Geschäftsmann ist ein Cousin von Machthaber Baschar al-Assad und galt lange als treuer Unterstützer des Präsidenten. Die Millionen-Forderung der Regierung Syriens hält Machluf jedoch für überzogen. Der Milliardär hatte den Konflikt in den vergangenen Wochen in mehreren Videos auf seiner Facebook-Seite öffentlich gemacht. Dabei wandte er sich direkt an Assad und warnte, Syriatel drohe so der Zusammenbruch.

10:29 Uhr

Pegida-Chef Bachmann will AfD-Mitglied werden

Lutz Bachmann, der Gründer und Chef der islamfeindlichen Pegida, möchte Mitglied bei der AfD werden. Auf Facebook teilte Bachmann einen Screenshot von seinem Antrag bei der AfD in Sachsen. "Der Antrag ist raus!", schreibt er. "Wenn es dafür notwendig ist, als Vorsitzender von Pegida zurückzutreten, werde ich es tun und in Zukunft als Gastredner - das Recht hab ich wohl - auftreten!", so Bachmann. Die AfD sei ja schließlich eine Partei der Basisdemokratie.

10:11 Uhr

Hongkongs Regierung verteidigt Chinas umstrittene Pläne

Die Regierung von Hongkong hat das von China geplante neue Sicherheitsgesetz für die Sonderverwaltungszone verteidigt. Das Gesetz werde die Unabhängigkeit der Justiz in Hongkong nicht beeinträchtigen, erklärte Regierungschefin Carrie Lam. Die Regierung in Peking wolle damit vielmehr illegale Aktivitäten bekämpfen, die der nationalen Sicherheit schaden. Bürgerrechtler in Hongkong haben zu einem Protestmarsch gegen das neue Gesetz aufgerufen, der mittags in der Nähe des Finanzdistrikts in der Innenstadt beginnen und zum Pekinger Verbindungsbüro in Hongkong führen sollte.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:55 Uhr

Cher feiert Freiheit für psychisch kranken Elefanten

Der jahrelange Einsatz der US-Poplegende Cher für einen einsamen und offensichtlich psychisch kranken Elefanten im Zoo von Islamabad hat sich offensichtlich gelohnt. Sie habe gerade erfahren, dass das Oberste Berufungsgericht der pakistanischen Hauptstadt eine Verlegung von Kaavan angeordnet habe, teilte die 74-Jährige auf Twitter mit. Sie fügte hinzu: "Das ist einer der größten Momente meines Lebens".

Cher und Aktivisten vom Verein Freunde des Zoos von Islamabad sorgen sich seit Jahren um das Schicksal des ursprünglich aus Sri Lanka stammenden Elefanten. Kaavan war 1985 im Alter von einem Jahr in den Zoo gekommen. Dort lebte er in einem kleinen Gehege fast ohne Laub und Schatten und seit dem Tod seiner Partnerin Saheli im Jahr 2012 völlig allein.

08:33 Uhr

China will sich noch stärker in Hongkong einmischen

China hat vor, sich noch mehr in die Politik Hongkongs einzumischen. Die Führung will "wenn nötig" in Zukunft auch eigene nationale Sicherheitsorgane aufstellen und einsetzen. In dem Entwurf für einen Beschluss des Volkskongresses heißt es, die chinesische Sonderverwaltungsregion müsse die Institutionen und Umsetzungsmechanismen zur Wahrung der nationalen Sicherheit verbessern.

  • Das Vorhaben ist heftig umstritten, weil der Volkskongress damit das Hongkonger Parlament umgehen würde. Das geplante Sicherheitsgesetz dürfte nach Ansicht von Beobachtern auf Aktivitäten zielen, die Peking als subversiv empfindet oder die auf eine Unabhängigkeit abzielen könnten.
  • Kritiker sehen einen massiven Angriff auf den Grundsatz "ein Land, zwei Systeme", nach dem die frühere britische Kronkolonie seit der Rückgabe 1997 an China weitgehend autonom verwaltet wird. Die prodemokratischen Kräfte in Hongkong befürchten, dass sie zum Ziel des neuen Sicherheitsgesetzes werden.
Mehr dazu lesen Sie hier.
08:07 Uhr

Acht Monate eingesperrt: Nasa sucht Freiwillige für Mars-Simulation

Nichts oder nicht viel tun und dafür von der Nasa bezahlt werden? Klingt erst einmal ganz gut. Doch die Sache hat einen Haken. Wer sich für die Simulation einer Mars-Mission verpflichtet, muss acht Monate in einem nachgeahmten Raumschiff verbringen. Wie BGR berichtet, sucht die Nasa etwa fünf Menschen, die an dem Experiment in Moskau teilnehmen.

Während der Simulation werden die Testkandidaten genau beobachtet, um zu sehen, welche Langzeiteffekte sich aus der achtmonatigen Isolation auf engstem Raum ergeben. Alleine ist man übrigens nicht, sondern verbringt die gesamte Zeit mit den anderen Freiwilligen. Wie viel Geld bei der Aktion rausspringt, verrät die Nasa allerdings nicht.

07:52 Uhr

Tag startet sonnig, dann wird es mitunter gewittrig

Heute bleibt es im Süden und Osten noch lange freundlich, zu Beginn auch sonnig. Ansonsten verdichten sich die Wolken und bringen im Westen und Norden vermehrt Schauer und lokale Gewitter mit.

Die Temperaturen sind häufig im frühsommerlichen bis sommerlichen Bereich mit teils schwülen 21 bis 29 Grad; wobei es am Rhein und seinen Nebenflüssen am wärmsten wird. Frischer bleibt es nur im äußersten Norden und an der See bei 17 bis 19 Grad.

Die weiteren Aussichten: am Wochenende wird es wechselhafter mit Schauern, die morgen im Süden und Südosten zum Teil kräftig und gewittrig ausfallen können. Die Temperaturen gehen deutlich zurück und bringen es am Samstag auf 15 bis 22, am Sonntag auf 13 bis 22 Grad. Außerdem weht vor allem im Norden ein teilweise lebhafter Wind. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

07:34 Uhr

Krise macht kreativ: Polizei findet Drogen in Desinfektionsflaschen

Die australische Polizei hat einen Versuch vereitelt, die Droge Chrystal Meth in Fläschchen für Handdesinfektionsmittel ins Land zu schmuggeln. Die Beamten haben nach Angaben der Polizei etwa zwei Kilogramm des Rauschgifts Anfang Mai in einer Sendung mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken aus Kanada sichergestellt.

"Wir wissen, dass Kriminelle alles tun, um Drogen ins Land zu schmuggeln, deshalb ist es keine Überraschung, dass sie gefragte Güter wie Desinfektionsmittel und Masken als Versteck nutzen", sagt John Fleming vom australischen Grenzschutz. "Die Kriminellen sollten wissen, dass wir unsere Grenzen auch in Zeiten von Covid-19 weiter schützen."

07:18 Uhr

Schiene zweitrangig? Deutschland baut mehr Autobahnen

In Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich mehr neue Autobahnen oder Bundesstraßen gebaut oder erweitert worden als Bahnstrecken. Das geht aus Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor.

  • Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel sagte, das Missverhältnis von Ankündigungen und Taten in der Verkehrspolitik werde immer größer. Deutschland sei längst ausreichend mit Straßen erschlossen, der Handlungsbedarf liege eindeutig beim lückenhaften Schienennetz.
  • Wie aus den Antworten der Bundesregierung hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 61 Kilometer Autobahnen neu gebaut und 38 Kilometer ausgebaut. Bei Bundesstraßen waren es beim Neubau 122 Kilometer, bei Erweiterungen 12 Kilometer. Basis sind laut Regierung vorläufige Zahlen der Länderverwaltungen. Bei der Bahn kamen im Zuge von Ausbauten sechs Kilometer dazu.
Mehr dazu lesen Sie hier.
07:03 Uhr

Landesmuseum sucht nach besonderen Corona-Stücken

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ob Mund-Nase-Schutz oder Wohnzimmerkonzert: Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, aber schon museumsreif. Das Ostfriesische Landesmuseum sucht Exponate aus der Region, die den Alltag in der Corona-Krise symbolisieren. "Dies können beispielsweise besonders modische oder originelle Mund-Nasen-Masken sein oder auch einfallsreiche Beiträge zum sogenannten Homing, wie Gemeinschaftsaushänge in Mietshäusern", sagte Museumsdirektor Wolfgang Jahn. "Dabei ist davon auszugehen, dass Kreativität mindestens so ansteckend ist wie Covid 19."

06:46 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Chinesische Politik in Zeiten von Corona: Volkskongress nur mit Maske.

(Foto: picture alliance/dpa)

der Tag nach dem Feiertag läuft immer etwas schleppend. Das macht sich auch in einer etwas dünnen Nachrichtenlage bemerkbar. Neben einer Pandemie hat Germany jetzt auch noch ein neues Topmodel am Hals. Etwas wichtiger: In der Welt der Politik hat US-Präsident Donald Trump einmal mehr Staub aufgewirbelt und einen Abzug aus dem Open-Skies-Vertrag angekündigt und geht damit weiter auf Konfrontationskurs gegen Russland und internationale Abkommen. Interessant wird heute auch der Volkskongress in China, der wegen Corona nur unter strengen Vorsichtsmaßnahmen stattfinden kann.

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Internetparteitag der CSU: Mit ihrem ersten rein virtuellen Parteitag schlägt die CSU ein neues Kapitel in ihrer Geschichte auf. Um 17.00 Uhr beginnt die Sendung aus einem eigens eingerichteten Studio in der Münchner Parteizentrale - Hauptredner ist CSU-Chef Markus Söder, rund 250 Delegierte werden zudem mit von der Partie sein. Als Gast wird Österreichs Kanzler Sebastian Kurz zugeschaltet.
  • Aufräumen nach Zyklon: Nach dem großen Wirbelsturm "Amphan" mit mehr als 80 Toten haben in Indien und Bangladesch erste Aufräumarbeiten begonnen. Indiens Premier Narendra Modi möchte sich heute aus der Luft ein Bild von den Schäden machen, wie örtliche Medien berichteten.
  • Mittelstandsverband warnt vor Übernahmen: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat in der Corona-Krise vor "Schnäppchenjägern" aus China gewarnt. Präsident Mario Ohoven forderte ein befristetes Übernahme-Moratorium der Europäischen Union.
  • Hauptstadtderby als Geisterspiel: Mit dem Hauptstadtderby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin beginnt um 20.30 Uhr (DAZN) der zweite Spieltag nach dem Neustart in der Fußball-Bundesliga. Wegen der Corona-Pandemie findet auch diese Partie ohne Zuschauer statt.

Starten Sie gut in diesen Freitag und das Wochenende. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:26 Uhr

Trump trägt bei Fabrik-Besuch schon wieder keine Maske

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Trump trug bei einem Fabrik-Besuch wieder keine Maske.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Donald Trump hält nicht viel von Regeln. Das gilt auch in der Corona-Krise und offensichtlich auch für Richtlinien des Weißen Hauses. Denn erneut pfiff Trump auf die Maskenpflicht und trug bei einem Besuch einer Fabrik im US-Bundesstaat Michigan zeitweise keine Schutzmaske - obwohl ihn Michigans Justizministerin Dana Nessel ausdrücklich dazu aufgefordert hatte. Fernsehbilder zeigten, wie Trump die Ford-Fabrik in Ypsilanti besuchte, wo der Autobauer Beatmungsgeräte in der Corona-Krise herstellt.

Nessel hatte Trump in einem offenen Brief darauf hingewiesen, dass das Tragen einer Schutzmaske in Michigan derzeit verpflichtend sei. Das gelte auch für den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Trump sagte vor Journalisten, er habe auf einem früheren Teil des Fabrikrundgangs eine Maske getragen, "aber ich wollte der Presse nicht die Freude machen, das zu sehen".

06:09 Uhr

Open-Skies-Vertrag: Maas bedauert geplanten US-Ausstieg

Bundesaußenminister Heiko Maas bedauert den angekündigten Ausstieg der USA aus dem Open-Skies-Vertrag zur Luftüberwachung. Dieser sei ein wichtiger Bestandteil der europäischen Rüstungskontrollarchitektur, sagte der SPD-Politiker. "Er trägt zu Sicherheit und Frieden auf praktisch der gesamten Nordhalbkugel bei." Der Vertrag erlaubt etwa unbewaffnete Beobachtungsflüge über die Territorien der Unterzeichnerstaaten. US-Präsident Donald Trump begründete den Schritt damit, dass sich Russland nicht an das Abkommen gehalten habe.