Freitag, 04. September 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:30 Uhr

Das war Freitag, der 4. September 2020

Liebe Leserinnen und Leser, auch wenn das eine Floskel ist: Das Wochenende steht vor der Tür!

 

Was war heute wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen einen guten Start in das Wochenende (ach, schon wieder eine Floskel)! Tschüss!  

22:23 Uhr

Heftige Ausschreitungen bei Demo in Leipzig

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Die linke Szene in Leipzig kämpft gegen die Räumung eines besetzten Hauses.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Leipzig ist es bei einer spontanen Demo gegen die Räumung eines besetzten Hauses zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Augenzeugenberichten zufolge wurden dabei Polizisten aus einer Gruppe von etwa 100 vermummten Personen heraus mit Pflastersteinen und Böllern beworfen. Teils wurden auch Mülltonnen angezündet, mehrere Straßenbahnen wurden durch Barrikaden auf den Gleisen zum Halten gezwungen. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Bereits am Donnerstag war es in der Stadt zu heftigen Ausschreitungen gekommen, bei denen mehrere Polizisten verletzt wurden. Hintergrund ist die Räumung eines besetzten Hauses im Leipziger Osten.

22:13 Uhr

Verbrechen gegen Menschlichkeit: Anzeige gegen Morales in Den Haag

Die bolivianische Generalstaatsanwaltschaft hat beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Anzeige gegen den ehemaligen Präsidenten Evo Morales wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit erstattet.

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Evo Morales trat 2019 als Boliviens Präsident zurück.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

  • Der frühere Staatschef habe seine Anhänger im August dazu angestiftet, Straßen zu blockieren und mehrere Städte des südamerikanischen Landes von der Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischem Sauerstoff sowie dem Zugang zu Ärzten abzuschneiden, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Mindestens 40 Patienten seien deshalb wegen fehlender Versorgung gestorben.
  • Die Anklagebehörde des Internationalen Strafgerichtshofs solle nun Vorermittlungen einleiten.
  • Der 60 Jahre alte Morales lebt derzeit im Exil in Argentinien, nachdem er im November 2019 unter dem Druck des Militärs zurückgetreten war.
  • Die Morales wurde in seiner Heimat bereits wegen Terrorismus und Finanzierung terroristischer Aktivitäten angeklagt. Zudem wird wegen einer angeblichen Beziehung zu einer Minderjährigen gegen ihn ermittelt.
21:40 Uhr

Biden: Trumps Äußerungen "krank, erbärmlich, unamerikanisch, unpatriotisch"

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat Präsident Donald Trump für seine angeblichen abfälligen Äußerungen über im Ersten Weltkrieg gefallene US-Soldaten scharf kritisiert. "Das ist krank, erbärmlich, das ist so unamerikanisch, so unpatriotisch", sagte der frühere Vizepräsident bei einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Wilmington. Sollte Trump gefallene US-Soldaten tatsächlich als "Verlierer" und "Trottel" bezeichnet haben, wäre dies "widerlich".

  • "Es bestätigt, was die meisten von uns als wahr ansehen: Donald Trump ist nicht geeignet, der Präsident und der Oberbefehlshaber der Streitkräfte zu sein", sagte Biden.
  • Er betonte, sein 2015 an einem Hirntumor gestorbener Sohn Beau sei kein "Trottel" gewesen, als er als Freiwilliger im Irak-Krieg gedient habe. "Die Soldaten und Soldatinnen, die mit ihm gedient haben - vor allem jene, die nicht zurückgekommen sind - waren keine Verlierer."
  • Das Magazin "The Atlantic" berichtete, Trump habe im Ersten Weltkrieg gefallene US-Soldaten vor zwei Jahren bei einer Frankreichreise als "Verlierer" und "Trottel" bezeichnet. Der Präsident bestreitet die Vorwürfe.
21:02 Uhr

"Charlie Hebdo" mit Mohammed-Karikaturen sorgt für Proteste

Die Wiederveröffentlichung umstrittener Mohammed-Karikaturen in der französischen Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" sorgt in zahlreichen islamischen Ländern für Proteste.

  • Die Zeitung hatte am Mittwoch 200.000 Exemplare - das Dreifache der normalen Auflage - an die Kioske verteilt, doch die Exemplare waren schnell vergriffen. Für Samstag wurden 200.000 Stück nachgedruckt.
  • Während die Satirezeitung sich über ihren Erfolg freute, gingen in Pakistan, Iran, der Türkei und Ägypten Menschen auf die Straßen, um dagegen zu protestieren. "Wir müssen eine starke Botschaft an die Franzosen senden, dass diese Respektlosigkeit gegenüber unserem geliebten Propheten nicht toleriert wird", sagte der Demonstrant Mohammad Ansari während einer Kundgebung in der Stadt Lahore im Osten Pakistans.
  • Für Teheran stellen die erstmals 2005 in einer dänischen Zeitung erschienenen Karikaturen eine "Beleidigung" für die mehr als eine Milliarde Muslime weltweit dar. Jegliche respektlose Darstellung von Mohammed oder anderen Propheten sei "absolut inakzeptabel", erklärte das iranische Außenministerium.
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20:26 Uhr

"Der Pate 3" bekommt ein neues Ende und kommt wieder ins Kino

Mit seinem 163 Minuten langen "Der Pate III" mag Francis Ford Coppola vielleicht Filmgeschichte geschrieben und das Gangster-Epos über die Familie Corleone zum Abschluss gebracht haben. Doch anstandslos zufrieden war er nicht mit der 1990 veröffentlichten Version, bei der ihm und Drehbuchautor Mario Puzo von den Produzenten massiv reingeredet wurde. Und so soll eine überarbeitete Fassung, die im Dezember dieses Jahres ins Kino kommen wird, diesen Fehler genau 30 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung ausbessern. Dazu zählt laut Coppola selbst auch ein komplett überarbeitetes Ende des Films.

Die US-Seite "Variety" zitiert Coppola diesbezüglich aus einer Pressemitteilung des Filmstudios Paramount Pictures: "Mit diesen Änderungen und dem wiederhergestellten Film- und Tonmaterial ist es für mich ein angemessenerer Abschluss zu 'Der Pate' und 'Der Pate Teil II'." Coppola habe "einen neuen Anfang und ein neues Ende" entwickelt und "einige Szenen, Aufnahmen und Soundtrack-Elemente neu" arrangiert, heißt es weiter.

Ob die neue Version auch in Deutschland noch einmal auf die Leinwand kommen wird, ist noch unklar.

20:10 Uhr

Die Videos des Tages

19:43 Uhr

Überlebender nach Explosion? Retter in Beirut wollen Tunnel bauen

Einen Monat nach der verheerenden Explosion in Beirut haben die Rettungshelfer noch immer leise Hoffnung, unter den Resten eines eingestürzten Hauses einen weiteren Überlebenden zu finden. Bei der fieberhaften Suche wollen sie jetzt über drei Tunnel durch die Trümmer zu dem Opfer gelangen. Bislang könne weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, dass dort noch ein Verschütteter sei, sagte der Leiter des chilenischen Rettungsteams "Topos" ("Maulwürfe"), Francisco Lermanda. Die Arbeiten gehen weiter.

  • Lermanda zufolge hatte am Vortag zunächst ein Suchhund einen Geruch bemerkt, der auf einen Menschen unter den Trümmern hinweisen könnte. Mit Hilfe von Ortungsgeräten sei danach eine "sehr schwache Atmung" ausgemacht worden.
  • Spezialisten zufolge liege die Person in etwa drei Meter Tiefe. "Wir werden unsere Arbeit fortsetzen, bis wir die Präsenz einer Person bestätigen oder ausschließen können", sagte er.
  • Die chilenischen Spezialisten und libanesische Einsatzkräfte suchen seit Donnerstag nach dem möglichen Überlebenden der Detonation vor genau einem Monat. Den ganzen Freitag über räumten sie Trümmer des Gebäudes weg.
19:18 Uhr

Türkischer Anwalt nach 215 Tagen Hungerstreik freigelassen

Ein türkisches Gericht hat die Freilassung des inhaftierten Menschenrechtsanwalts Aytac Ünsal nach 215 Tagen im Hungerstreik angeordnet. Der wegen Terrorvorwürfen seit 2019 inhaftierte Jurist hatte mit der Aktion gegen seine Verurteilung zu mehr als zehn Jahren Gefängnis protestiert.

  • Ihm waren - wie vielen anderen Anwälten auch - Verbindungen zur linksextremen Untergrundorganisation DHKP-C zur Last gelegt worden, die in der Türkei als Terrorgruppe gilt.
  • Seine Kanzlei bestätigte der dpa, dass das Gericht wegen der Verschlechterung seines Gesundheitszustands die Freilassung verfügt und Ünsal daraufhin den Hungerstreik beendet habe.
  • Vor einer Woche war Ünsals ebenfalls wegen Terrorvorwürfen zu mehr als 13 Jahren Haft verurteilte Anwaltskollegin Ebru Timtik nach 238 Tagen im Hungerstreik in Istanbul gestorben.
18:51 Uhr

Usher bekommt eigene Show in Las Vegas

Céline Dion, Britney Spears, David Copperfield oder Siegfried und Roy: Sie alle wurden bereits mit einer eigenen Show in Las Vegas bedacht. Im kommenden Jahr wird auch der US-amerikanische R&B-Sänger Usher zu diesem illustren Kreis gehören, wie der Star nun persönlich über seinen Instagram-Account verkündet hat.

Insgesamt zwölf Shows wird er im Colosseum im Caesars Palace geben, angefangen am 16. Juli 2021. Pünktlich zum neuen Jahr, am 1. Januar 2022, soll dann das Finale steigen. "Ich kann es gar nicht abwarten, vor einem Publikum aufzutreten", zitiert die Branchenseite "Billboard" den Musiker. "In Vegas bekomme ich die Chance, die Show so aufzubauen, wie ich es will. Und die Chance, nach Monaten endlich wieder bei meinen Fans zu sein", erklärte der achtfache Grammy-Gewinner.

 

18:23 Uhr

Auch Thüringer Linken-Chefin kandidiert für Parteivorsitz

Nach Hessens Linken-Fraktionschefin Janine Wissler hat auch die Thüringer Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow ihre Kandidatur für den Bundesvorsitz angekündigt.

"Das ist eine große Aufgabe, die ich mit ebenso großer Lust angehen werde - gern in einer weiblichen Doppelspitze", erklärte Hennig-Wellsow.

Die derzeitigen Linken-Chefs Katja Kipping und Bernd Riexinger hatten angekündigt, auf eine erneute Kandidatur im Herbst zu verzichten.

18:15 Uhr
Breaking News

Messi bleibt doch beim FC Barcelona

Lionel Messi bleibt eine weitere Saison beim FC Barcelona. Das bestätigt der 33 Jahre alte sechsmalige Weltfußballer. Er wollte den Klub zunächst nach 20 Jahren eigentlich verlassen.

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17:40 Uhr

Überlebender zwei Tage nach Schiffsunglück gerettet

Zwei Tage nach dem Schiffsunglück vor Japan haben Suchmannschaften einen zweiten Überlebenden geborgen. Der 30-jährige philippinische Seemann sei in einem Rettungsboot treibend mehrere Kilometer vor der abgelegenen Insel Kodakarjima entdeckt worden, teilte die Küstenwache mit.

  • Daraufhin wurde die Suche nach Dutzenden vermissten Seeleute weiter intensiviert. Die Zeit drängt: Meteorologen warnen nach dem Durchzug von "Maysak" vor einem noch stärkeren Taifun.
  • Der Frachter "Gulf Livestock 1" war am Mittwoch mit 43 Seeleuten an Bord während des Durchzugs von Taifun "Maysak" etwa 185 Kilometer westlich der Insel Amami Oshima gesunken. Ein Überlebender, den Suchmannschaften Stunden später aus dem Meer fischten, berichtete, einer der Schiffsmotoren sei ausgefallen; dann sei das Schiff von einer mächtigen Welle zum Kentern gebracht worden und später vollständig gesunken.
  • Seit der Rettung des 45-jährigen Schiffsoffiziers hatten die Suchmannschaften zunächst nur die Leiche eines weiteren Besatzungsmitglieds sowie mehrere Rinderkadaver aus dem Wasser geborgen - der Frachter hatte fast 6000 Rinder an Bord.

 

17:19 Uhr

Belarus: Opposition bietet direkte Gespräche mit Moskau an

Im Machtkampf in Belarus hat ein Mitglied des Koordinierungsrats der Demokratiebewegung direkte Gespräche mit Russland angeboten. "Ich bin bereit, nach Moskau zu gehen, um mich mit russischen Politikern zu treffen, um sie mit Informationen zu versorgen", sagte Pawel Latuschko bei einem Besuch in Litauen. Demnach habe der Koordinierungsrat gehofft, dass Moskau eine neutrale Position einnehmen und die Meinung der belarussischen Öffentlichkeit anhören werde. Doch sei dies bisher nicht geschehen. "Russland unterhält nur Kontakt zu den derzeitigen Behörden", sagte Latuschko der Agentur BNS zufolge in Vilnius.

Latuschko betonte zugleich, dass die politische Krise in Belarus in erster Linie eine interne Angelegenheit des Landes sei. "Ihre Lösung hängt von der belarussischen Gesellschaft und der gegenwärtigen Regierung ab", sagte der Ex-Diplomat und frühere Kulturminister, der von Lukaschenko zuletzt offen bedroht wurde. "Wir bemühen uns nach Kräften, die Behörden davon zu überzeugen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen".

Seit der Präsidentenwahl in Belarus am 9. August kommt es jeden Tag zu Protesten gegen Präsident Alexander Lukaschenko. Der 66-Jährige hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die Opposition hält dagegen Swetlana Tichanowskaja für die wahre Siegerin. Die Abstimmung steht international als grob gefälscht in der Kritik.

17:08 Uhr

Solingen: Mutter soll Kinder erstickt haben, drei Väter nicht verdächtig

Im Fall der getöteten Kinder aus Solingen ist keiner der Väter tatverdächtig. Die 27 Jahre alte Mutter sei die einzige Tatverdächtige, betonte der Einsatzleiter Robert Gereci vor der Presse. Die insgesamt sechs Kinder der Frau stammten von drei verschiedenen Vätern.

Die fünf tot gefundenen Kinder sind den Ermittlern zufolge vermutlich erstickt. Es gebe auch Hinweise, dass sie sediert wurden, sagte Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt, ohne Details zu nennen. Das habe die Obduktion der Leichen ergeben.

Als Grund für die Tat werde die zerrüttete Beziehung vermutet. Es sei davon auszugehen, dass die 27-jährige Mutter "die Tat in einem Zustand emotionaler Überforderung begangen" habe.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:44 Uhr

Merz fordert zweijährigen Baustopp für Nord Stream 2

CDU-Wirtschaftsexperte Friedrich Merz fordert einen zweijährigen Baustopp für die Gaspipeline Nord Stream 2 als Konsequenz aus dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny.

"Ich war bisher für den Weiterbau der Pipeline, trotz einiger Bedenken", sagte Merz, der im Dezember CDU-Chef werden will, der "Bild"-Zeitung. "Aber nach dem Giftanschlag auf Nawalny muss Europa jetzt reagieren. Ich schlage einen sofortigen zweijährigen Baustopp, also ein Moratorium, vor." Der russische Präsident Wladimir "Putin versteht leider nur diese Sprache".

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, wie Merz Kandidat für die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, sprach sich in Düsseldorf gegen eine vorschnelle Entscheidung über Nord Stream 2 aus. Die Frage, woher Deutschland in Zukunft Energie bekomme, müsse im beiderseitigen Interesse und nach sachlichen Kriterien gelöst werden. "Deshalb ist die Frage, wie das geschieht, eine, die nun nicht als Reflex am ersten Tag nach dem Beweis, den die Bundeswehr erhoben hat, dass Nawalny vergiftet worden ist, beantwortet werden sollte." Nötig sei eine europäische Reaktion auf das Verhalten Russlands und die Bereitschaft Moskaus, den Fall aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

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16:12 Uhr

Jane Fonda bereut verpassten Sex mit Marvin Gaye

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Sie wollte es nicht: Jane Fonda.

(Foto: imago images/UIG)

Von ihren 82 Lebensjahren hat Jane Fonda 60 vor der Kamera oder im Rampenlicht verbracht. Dass ihr bewegtes Leben reich an Anekdoten ist, das hat das Sexsymbol der 60er- und 70er-Jahre nun in einem ausführlichen Interview mit der "New York Times" unter Beweis gestellt. Darin enthüllte die zweifache Oscarpreisträgerin auch ihre größte Reue bezüglich ihres Liebeslebens.

Vor vielen Jahren soll Fonda lauthals bekundet haben, dass sie es bereue, nie Sex mit dem kubanischen Revolutionär Che Guevara gehabt zu haben. Darauf angesprochen korrigiert sie ihre Aussage von damals nun aber: "Nein, ich denke nicht mehr an ihn. An wen ich stattdessen denke und was ich zutiefst bereue, ist Marvin Gaye. Er wollte es und ich nicht. Ich war damals noch mit Tom (Hayden) verheiratet."

Der US-amerikanische Soul- und R&B-Musiker Marvin Gaye hatte sich offenbar Hals über Kopf in die Blondine verliebt: "Ich habe gelesen, dass er anscheinend ein Bild von mir an seinem Kühlschrank hängen hatte. Das habe ich aber erst später erfahren, nachdem er tot war." Gaye starb 1984 einen Tag vor seinem 45. Geburtstag durch eine Schusswunde, die ihm sein eigener Vater zugefügt hatte.

15:38 Uhr

Junger Mann stirbt bei Stierhatz in Frankreich

Bei einer Stierhatz in Südfrankreich ist ein 23-Jähriger ums Leben gekommen. Der junge Stierkämpfer wurde in der Arena der Gemeinde Vallabrègues nördlich von Arles von einem Tier tödlich verletzt, wie sein Verband mitteilte. Er sei nach mehreren Versuchen der Wiederbelebung im Krankenhaus von Nîmes gestorben.

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Bei der Corsa camarguenca geht es darum, Trophäen von der Stirn und den Hörnern eines Stieres herunterzuholen.

(Foto: imago images/Nature Picture Library)

Anders als in Spanien steht in Südfrankreich nicht der Tod des Stiers im Mittelpunkt der Hatz; stattdessen werden gemäß der Tradition der Camargue an den Hörnern der Tiere Blumen, Seidentücher oder Kokarden angebracht, die in Weiß gekleidete junge Männer dem Stier dann zu entreißen versuchen.

Tierschützer fordern ein Ende der Hatz. Die Tradition in Südfrankreich geht bis auf das 15. Jahrhundert zurück, in ihrer heutigen Form stammt sie aber aus dem 19. Jahrhundert.

14:57 Uhr

Aufregung um angebliche Adolf-Werbung der Bundeswehr

Als ein Screenshot der Seite bundeswehrkarriere.de auf Twitter auftaucht, ist die Aufregung groß. Denn es sieht so aus, als ob die Bundeswehr mit einem Namensschild, auf dem "Adolf" steht, um Nachwuchs wirbt.

 

Geht man aber auf die Website, erfährt man schnell, dass es sich um einen Generator der Namensschilder handelt. Die Idee dahinter: Man kann in der URL-Zeile statt "Kamerad" nach dem letzten Schrägstrich seinen Namen eingeben, um zu sehen, wie dieser auf der Uniform aussehen würde. Und jemand kam wohl auf die Idee, den Namen Adolf einzugeben und den Screenshot im Internet zu verteilen.

Das Verteidigungsministerium reagierte bereits auf den Shitstorm und versprach eine Lösung: "Da fehlt offenkundig ein Name, mit dem dieses Feature natürlich nicht funktionieren sollte. Wir kümmern uns drum."

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich ins Wochenende, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:26 Uhr

Streit bei Fortbildung: Frauen übergießen sich mit heißen Flüssigkeiten

Bei einer Fortbildung in Hagen haben sich zwei Frauen dermaßen über die Lehrinhalte gestritten, dass die Situation eskalierte.

  • Laut der Polizei übergoss eine 33-Jährige eine andere Teilnehmerin mit Kaffee und schlug ihr dann eine gefüllte Wasserflasche aus Plastik auf den Kopf.
  • Die 26-Jährige ging zum Gegenangriff über und goss den Inhalt eines Kaffeekochers über ihre Kontrahentin.

Beide Frauen verletzten sich dabei leicht. Nach Angaben einer Polizeisprecherin drehte sich der Streit um das angemessene Lerntempo während der Fortbildung.

13:49 Uhr

Lucke-Partei hat jetzt einen Sitz im Bundestag

Bewegung im Bundestag: Die Kleinpartei LKR hat künftig eine Stimme im Parlament: Heute verkündete der seit Ende 2018 fraktionslose frühere AfD-Abgeordnete Uwe Kamann seinen Eintritt in die "Liberal-Konservativen Reformer".

Die LKR geht auf den AfD-Mitbegründer Bernd Lucke zurück. Dieser war im Juli 2015 auf einem turbulenten AfD-Mitgliederparteitag von Frauke Petry entmachtet worden. Lucke als Vertreter des bürgerlich-liberalen AfD-Flügels gründete mit Gleichgesinnten nur zwei Wochen später zunächst die neue Partei ALFA (Allianz für Fortschritt und Aufbruch). Nach einem verlorenen Rechtsstreit benannten sie sich in LKR (Liberal-Konservative Reformer) um.

Im September 2019 gab Lucke den Parteivorsitz ab und ist seitdem einfaches Parteimitglied. Die Mitgliederzahl der LKR liegt bei rund 800.

12:46 Uhr

"Gegen die Wand"-Schauspieler Birol Ünel ist tot

Der Schauspieler Birol Ünel ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Das bestätigte die Intendantin des "Maxim-Gorki-Theaters", Shermin Langhoff, gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Demnach verstarb Ünel am Donnerstagnachmittag in einem Berliner Krankenhaus. Er erlag einem Krebsleiden.

Bekannt ist Ünel durch seine Rolle in Fatih Akins berühmtem Film "Gegen die Wand". Auch in Akins Komödie "Soulkitchen" spielte er mit.

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12:42 Uhr
Breaking News

Uli Stein im Alter von 73 Jahren gestorben

Der als Deutschlands bekanntester Cartoonist geltende Künstler Uli Stein ist tot. Stein sei vor einer Woche in der Nacht von Freitag auf Samstag mit 73 Jahren unerwartet in seinem Haus bei Hannover gestorben, teilte seine Stiftung für Tiere in Not in Hannover mit.

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11:54 Uhr

Weiße Professorin gab sich jahrelang als Schwarze aus

Jessica Krug ist Professorin für afroamerikanische Geschichte an der George Washington University in der US-Hauptstadt. Nun hat die Akademikerin mit einem Geständnis für Verwunderung gesorgt.

In einem Statement gab Krug zu, über ihre Abstammung gelogen zu haben. In Wahrheit sei sie gar keine Afroamerikanerin, sondern eine weiße Frau aus Kansas City.

Als Grund für den Schwindel gab Krug psychische Probleme an. Medienberichten zufolge trat die Professorin auch unter dem Namen Jessica La Bombalera als Aktivistin für die Rechte von Afroamerikanern in Erscheinung. Die George Washington Universität wollte sich zunächst nicht zu dem Fall äußern.

11:08 Uhr

US-Militär verlegt Soldaten und Kampffahrzeuge nach Litauen

Wir bleiben thematisch beim Militär: Inmitten der Spannungen im benachbarten Belarus werden in Litauen heute neue Einheiten der US-Armee für Übungen eintreffen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Vilnius werden im Zuge einer regulären Truppenrotation neben Soldaten auch Kampffahrzeuge und Militärtechnik in das baltische EU- und Nato-Land verlegt.

  • Die Einheiten sollen als Teil der US-Operation "Atlantic Resolve" auf dem Militärstützpunkt Pabrade stationiert werden.
  • In Litauen stehen im Herbst mehrere größere Militärübungen an. Daran werden neben den US-Soldaten auch Truppen anderer Nato-Staaten teilnehmen.

Mit "Atlantic Resolve" will die US-Armee die Nato-Alliierten in Osteuropa stärken. Erklärtes Ziel ist es, Frieden und Stabilität in Litauen und anderen östlichen Nato-Staaten zu sichern, die sich seit Ausbruch der Ukrainekrise um ihre Sicherheit sorgen. Die USA verlegen seit 2014 rotierende Einheiten an die Nato-Ostgrenze. Neben US-Soldaten sind auch deutsche Truppen in Litauen präsent.

10:17 Uhr

Trump soll gefallene US-Soldaten als "Verlierer" und "Trottel" bezeichnet haben

Vor zwei Jahren war Donald Trump auf Stippvisite in Frankreich. Zu einem geplanten Besuch des US-Militärfriedhofs Aisne-Marne bei Paris kam es damals aber nicht. Ein nun veröffentlichter Artikel des Magazins "The Atlantic" nennt die angeblichen Hintergründe der Absage.

  • Demnach soll Trump zu seinen Mitarbeitern kurz vor dem Besuch gesagt haben: "Warum sollte ich diesen Friedhof besuchen? Er ist gefüllt mit Verlierern."
  • In dem von "Atlantic"-Chefredakteur Jeffrey Goldberg verfassten Artikel heißt es, Trump habe den geplanten Besuch in erster Linie deshalb abgelehnt, weil er befürchtete, dass seine Frisur im Regen "zerzaust" werden könnte. Offiziell hatte die US-Delegation damals erklärt, dass Trump den Friedhof nicht besuchen könne, weil sein Helikopter wetterbedingt nicht startbereit sei.
  • In einem weiteren Gespräch auf derselben Reise habe Trump die mehr als 1800 auf dem Friedhof Aisne-Marne bestatteten US-Soldaten als "Trottel" bezeichnet, heißt es in dem Bericht weiter. Für die Äußerungen soll es vier Zeugen geben.

Trump dementierte den Bericht am späten Donnerstagabend, nachdem das Weiße Haus die Anschuldigungen bereits als "ekelhafte, groteske und verwerfliche Lügen" verurteilt hatte.

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09:22 Uhr

Big Mac gegen Big Jack: McDonald's zieht vor Gericht

Streit um einen legendären Doppelburger: McDonald's ist in Australien gegen den Lokalrivalen "Hungry Jack's" vor Gericht gezogen. Grund: Die australische Fast-Food-Kette hat im Juli einen Burger namens "Big Jack" auf den Markt gebracht. Dieser ähnele in Namen und Aussehen aber zu sehr dem McDonald's-Aushängeschild "Big Mac", meint der US-Konzern.

Laut Gerichtsdokumenten, aus denen die Zeitung "Sydney Morning Herald" zitiert, fordert McDonald's Schadenersatz und verlangt, dass der Rivale alle Werbematerialien, Menüs und Verpackungen zerstört, auf denen der "Big Jack" angepriesen wird.

Hungry Jack's schrieb, das Unternehmen sei "amüsiert" über die eingereichte Markenklage. Diese sei ohne Grundlage. Denn der Burger unterscheide sich vom McDonald's-Produkt in Größe, Geschmack, Präsentation und Verpackung.

Pikant: In Down Under gibt es Hungry Jack's seit 1971. Das Fast-Food-Unternehmen ist ein australischer Franchisenehmer des ewigen McDonald's-Rivalen Burger King.

08:31 Uhr

Ausflugsdampfer rammt Anlegestelle - 17 Verletzte

Auf der schottischen Insel Arran hat sich ein folgenschwerer Unfall ereignet. Im Hafen der Gemeinde Brodick ist ein historisches Ausflugsschiff in eine Anlegestelle gekracht. Dabei wurden 17 Passagiere verletzt. Mehrere von ihnen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, teilte die Küstenwache mit. Bei der Bergung der Verletzten wurden auch Hubschrauber eingesetzt.

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Die "Waverley" vor dem Unfall.

(Foto: imago/alimdi)

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. An Bord des Raddampfers "Waverley" befanden sich 213 Passagiere und 26 Crew-Mitglieder.

Die 1946 in Betrieb genommene "Waverley" ist der weltweit letzte Schaufelraddampfer, der auf dem Meer unterwegs ist. Wegen Renovierungsarbeiten war das Schiff erst seit knapp zwei Wochen wieder im Dienst.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

während der Süden Deutschlands sich heute auf ein paar schöne Sonnenstunden freuen darf, stimme ich im grauen Berlin schon mal den Herbst-Blues an. Damit meine gedrückte Stimmung jetzt aber nicht komplett auf Sie abfärbt - hier die Termine des Tages:

  • Die US-Regierung gibt die Arbeitslosenquote für den Monat August bekannt.
  • Mit dem Caravan Salon beginnt in Düsseldorf die bislang größte Ausstellung in Deutschland seit den Einschränkungen in der Corona-Pandemie.
  • Bei den US Open in New York strebt ein deutsches Tennis-Trio ins Achtelfinale. Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev trifft auf den Franzosen Adrian Mannarino. Jan-Lennard Struff bekommt es mit dem serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic zu tun.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

07:41 Uhr

Bericht: EU will keine Sanktionen gegen Lukaschenko

Wegen der mutmaßlichen Fälschung der Präsidentenwahl sowie der Niederschlagung von Protesten steht der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko massiv in der Kritik. Die Europäische Union will Lukaschenko einem Zeitungsbericht zufolge aber nicht auf eine Sanktionsliste setzen.

Gegen Strafmaßnahmen gegen Lukaschenko sprächen sich vor allem Deutschland sowie Frankreich und Italien aus, berichtete "Welt" unter Berufung auf hochrangige EU-Diplomaten. Die Gesprächskanäle müssten offen gehalten werden. Dies würde durch eine Sanktionierung aber verhindert.

Litauen, Lettland und Estland waren am Montag vorgeprescht und hatten Einreiseverbote gegen 30 belarussische Regierungsvertreter verhängt, darunter auch Lukaschenko.

Die offizielle Sanktionsliste der EU solle in der kommenden oder in der übernächsten Woche bekannt gegeben werden, berichtete "Welt" weiter. "Die Gespräche sind äußerst schwierig, da jede Listung gerichtsfest und einstimmig von allen Mitgliedsländern beschlossen werden muss", zitiert die Zeitung einen EU-Diplomaten.

07:35 Uhr

Spätsommer setzt im Süden zur Ehrenrunde an

Die Menschen im Süden von Deutschland dürfen sich auf reichlich Sonnenschein freuen. Dort wird es spätsommerlich warm und sonnig. Nördlich davon sieht es nicht ganz so gut aus. Nass wird es jedoch nur in einem Streifen zwischen dem Rheinland und Berlin.

06:59 Uhr

Statue für verstorbenen "Black-Panther"-Star geplant

US-Schauspieler Chadwick Boseman starb Ende August im Alter von 43 Jahren. Für die Welt kam sein Tod unerwartet. Er hatte seine Krebserkrankung nie öffentlich gemacht. Die Heimatstadt des "Black-Panther"-Stars plant für Boseman nun eine besondere Geste.

Die Stadt Anderson im US-Bundesstaat South Carolina, arbeitet nach "TMZ"-Informationen an einer Statue für den Schauspieler. Demnach soll bereits ein Künstler kontaktiert worden sein. Bei dem Kunstwerk soll es sich um eine Mischung aus Skulptur und Wandmalerei handeln.

Ein Sprecher des Bürgermeisters bestätigte die Überlegungen, sagte aber, dass es noch keine konkreten Pläne zur Umsetzung gebe. Künstler und Bürger seien dazu aufgerufen, Vorschläge beim Büro des Bürgermeisters einzureichen.

06:08 Uhr

Weiteres Crew-Mitglied nach Frachter-Unglück im Meer entdeckt

Nach einem Frachter-Unglück vor der Küste Japans hat die Küstenwache einen bewusstlosen Mann sowie tote Rinder im Meer entdeckt. Wie die japanische Küstenwache mitteilte, wurde der Mann geborgen. Er sei mit dem Gesicht nach unten im Meer getrieben.

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Bereits am Mittwochabend hatte die Küstenwache ein Besatzungsmitglied geborgen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Mittwochabend war ein Crewmitglied lebend geborgen worden. Nach seinen Angaben war der Frachter mit mehr als 40 Besatzungsmitgliedern und rund 5000 Rindern an Bord gekentert und gesunken, nachdem bei starkem Wellengang ein Motor ausgefallen war.

In der Nacht vor der Rettung des Mannes hatte die Küstenwache ein Notsignal von der "Gulf Livestock 1" rund 185 Kilometer westlich der Insel Amami-Oshima empfangen.

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