Panorama

Taifun bringt Schiff zum Kentern Küstenwache sucht Crew und Tausende Kühe

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Die "Gulf Livestock 1" ist rund 134 Meter lang und fuhr unter panamaischer Flagge.

(Foto: AP)

Der Taifun "Maysak" wütet im Ostchinesischen Meer, als ein großer Frachter einen Maschinenschaden erleidet. Das Schiff, beladen mit Tausenden Kühen, kentert. Bislang gibt es nur einen Überlebenden. Während die Küstenwache nach der Besatzung sucht, kritisieren Tierschützer den Viehexport.

Vor der Küste Japans ist ein Schiff mit 43 Seeleuten und knapp 6000 Kühen an Bord gekentert. Bislang habe die Küstenwache nur einen Seemann retten können, teilten die japanischen Behörden mit. Der 45-jährige Sareno Edvarodo habe erklärt, die "Gulf Livestock 1" habe während des Taifuns "Maysak" in schwerer See einen Maschinenschaden im ostchinesischen Meer erlitten und sei gekentert, nachdem sie von einer Welle getroffen worden sei.

Bislang gibt es nach Angaben der Küstenwache von der übrigen Besatzung keine Spur. Hingegen seien einige der Tiere tot geborgen worden. An der Suche seien zahlreiche Schiffe, Flugzeuge und Taucher beteiligt. 39 Mitglieder der Besatzung stammten den Angaben zufolge von den Philippinen, zwei aus Neuseeland und zwei aus Australien. Das Schiff befand sich auf dem Weg von Neuseeland nach China.

Der Taifun "Maysak" wütete in der Region um das Ostchinesische Meer. Seine Kraft ist mit einem Hurrikan der Stufe vier zu vergleichen, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde.

Eine neuseeländische Tierrechtsgruppe sagte CNN, der Vorfall mit der "Gulf Livestock 1" zeige, warum der Export lebender Tiere verboten werden sollte. "Diese Kühe hätten niemals auf See sein dürfen. Um die Sache noch schlimmer zu machen, sind sie wahrscheinlich alle schwanger", sagte Marianne Macdonald, Kampagnenmanagerin der Tierrechtsgruppe Safe NZ. "Das ist eine echte Tragödie und unsere Gedanken sind bei den Familien der Besatzungsmitglieder, die noch vermisst werden", sagte Macdonald.

Quelle: ntv.de, mba/rts

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