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"Ins Gefängnis stecken" Biden stichelt in Late-Show gegen Trump

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Möchte - anders als sein Vorgänger - "fair spielen": US-Präsident Biden.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bei seinem Auftritt in der Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live!" spricht US-Präsident Biden über mehrere Themen, die die US-Bürger derzeit beschäftigen. Dabei lässt er es sich nicht nehmen, gegen seinen republikanischen Vorgänger Trump auszuteilen.

In den USA geht es derzeit drunter und drüber: Viele Menschen treibt die Sorge um eine Wiederwahl von Ex-Präsident Donald Trump um, das Abtreibungsrecht steht auf der Kippe und das Trauma, das der Amoklauf an einer Schule im texanischen Uvalde kürzlich hinterlassen hat, ist noch nicht verarbeitet. Eine Verschärfung des Waffengesetzes ist dennoch nicht in Sicht.

Zu diesen Themen äußerte sich US-Präsident Joe Biden am Mittwoch in der Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live!". Dabei ließ es sich der Demokrat nicht nehmen, gegen seinen republikanischen Vorgänger zu sticheln. So entgegnete er auf die Frage von Moderator Jimmy Kimmel, weshalb er in Bezug auf die laschen Waffengesetze nicht einfach eine Exekutivverordnung unterzeichne: "Was ich nicht tun möchte - und das sage ich nicht scherzhaft -, ist, Trumps Missbrauch der Verfassung und der verfassungsmäßigen Autorität nachzuahmen." Im Streit um die Aufhebung des Abtreibungsrechts ziehe er eine solche Verordnung dagegen in Betracht.

Biden trotz allem "optimistisch"

Er werde oft gefragt, warum Demokraten "fair spielen", wenn Republikaner dies nicht tun, sagte Biden weiter. "Wenn wir dasselbe tun wie sie, wäre unsere Demokratie buchstäblich in Gefahr." Kimmel verglich die Situation mit einem Monopoly-Spiel, in dem sich ein Spieler weigere, die Regeln zu befolgen und so keinen Fortschritt zulasse. "Nun, man muss sie ins Gefängnis schicken, direkt ins Gefängnis", witzelte Biden.

Dem Ex-Präsidenten verpasste Biden wenig später einen weiteren Hieb, als Kimmel scherzhaft fragte, in welcher Toilette er wichtige Dokumente herunterspüle. "Ich rufe Trump an", antwortete Biden lachend. Trump, der 2024 wahrscheinlich erneut für die Republikaner antreten wird, wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit etliche unliebsame Dokumente zerrissen zu haben. Er soll versucht haben, sie auf der Toilette im Wohnbereich des Weißen Hauses herunterzuspülen.

Trotz der angespannten Lage sei er "optimistisch" gestimmt, sagte Biden bei seinem TV-Auftritt. "Schaut euch die Kinder an, schaut euch die jungen Leute an. Die am besten gebildete, am wenigsten voreingenommene, großzügigste Generation in der Geschichte. Diese Generation wird alles verändern." Man müsse nur aufpassen, "dass wir nicht aufgeben."

Quelle: ntv.de, lpe

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